Bilaterale und regionale Bildungskooperationen

Aufgrund der engen internationalen Verflechtung von Wirtschaft, Politik und Kultur gewinnt internationale Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung. Globalisierung und demographische Veränderung in den Gesellschaften erfordern eine gut abgestimmte Auslandspolitik des BMUKK im Hinblick auf geopolitische Regionen und auf Themen, die für das österreichische Bildungssystem, aber auch für die gesamte Gesellschaft von Relevanz sind.

Diese Arbeit erfolgt in neuen Formen von geostrategischer Vernetzung und regionalen Kooperationen. Eine entscheidende Rolle für die Entwicklung und Funktionsfähigkeit dieser Netzwerke und einer aktiven regionalen Zusammenarbeit kommt einer dynamischen bilateralen Bildungspolitik zu, die den Austausch und die Zusammenarbeit im Bereich der Aus- und Weiterbildung mit europäischen und außereuropäischen Ländern fördert.

Unterstützt werden diese Kooperationen einerseits durch formelle zwischenstaatliche Vereinbarungen (wie z.B. Kulturabkommen, Memoranda of Understanding, Joint Declarations, bilaterales.bmukk.gv.at), durch den Erfahrungsaustausch von ExpertInnen sowie durch Besuche auf politischer Ebene (MinisterInnen, hochrangige Delegationen), aber auch immer stärker über gemeinsame Projekte und institutionelle Partnerschaften. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung ergänzen gezielte bilaterale Kooperationen die Zusammenarbeit auf der multilateralen Ebene (internationale Organisationen) und fördern damit gleichzeitig Synergien für den nationalen Bildungsbereich.

Im Rahmen der „EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR)“ mit vierzehn teilnehmenden Staaten (davon acht EU-Mitgliedsstaaten) koordiniert das BMUKK gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) und dem zweiten Partnerland Moldau den Prioritätsbereich „To Invest in People and Skills“ (Investitionen in Menschen und Qualifikationen), der sich vornehmlich mit Fragen der Bildungspolitik und des Arbeitsmarktes befasst.

Einen regionalen Kooperationsschwerpunkt setzt das BMUKK auch in der Bildungszusammenarbeit mit den Staaten Ost- und Südosteuropas auf bildungspolitisch-strategischer Ebene im Rahmen seines Ko-Vorsitzes der Task Force Fostering and Building Human Capital (www.taskforcehumancapital.info) des Regionalen Kooperationsrats (www.rcc.int) und der Education Reform Initiative of South Eastern Europe (www.erisee.org) und fördert so den Austausch zwischen Ländern Südosteuropas und der EU. Diese Tätigkeiten stehen in sinnvoller Ergänzung zu den zahlreichen bilateralen Projekten, die primär durch den Verein KulturKontakt Austria (www.kulturkontakt.or.at) im Auftrag des BMUKK konzipiert und umgesetzt werden.

Weitere regionale Partnerschaften mit Nachbarländern in Zentraleuropa im Rahmen der Central European Cooperation in Education sind eine wichtige Schnittstelle zwischen bilateraler Kooperation und dem Austausch auf EU Ebene.

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Geändert am 29.11.2011

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