Graz ist diesen Herbst Schauplatz zweier großer ESP-Konferenzen:
Die internationale mit Experten aus 31 Mitgliedsstaaten des Europarates hat das Motto Europäisches Sprachenportfolio: ‚Neue Herausforderungen und eine neue Strategie‘.
Internationale Expertinnen und Experten treffen sich um die zukünftige Entwicklung des Europäischen Sprachenportfolios (ESP) zu diskutieren. Das 8. Internationale Sprachenportfolioseminar, welches von der Sprachenpolitischen Abteilung des Europarats gemeinsam mit dem österreichischen Bundesministerium für Bildung, Kunst und Kultur (BMUKK) organisiert wird, findet vom 29. September bis 1. Oktober2009 auf Einladung Österreichs am Europäischen Fremdsprachenzentrum in Graz statt. Das Internationale Seminar bietet Gelegenheit über die bisherigen Ergebnisse des ESP-Projekts Bilanz zu ziehen, den Einfluss in den Mitgliedsstaaten zu bewerten, neue Unterstützungshilfen für ESP-EntwicklerInnen zu zeigen und zukünftige Strategien zu diskutieren.
Die nationale ESP-Tagung steht unter dem Motto „Zwischen Individualisierung und Standardisierung“ und findet vom 1. bis 2. Oktober 2009 in der Landwirtschaftskammer Steiermark statt. Die Veranstaltung wird vom Österreichischen Sprachen-Kompetenz-Zentrum durchgeführt. Ziel der Tagung ist es, gemeinsam mit Fachleuten aus der Schule, der LehrerInnenaus- und -weiterbildung sowie bildungspolitischen EntscheidungsträgerInnen neue Impulse zur Implementierung des Europäischen Sprachenportfolios in Österreich zu setzen.
Europäische Sprachenportfolios sollen als „Lernbegleiter“ Schüler/innen aller Altersstufen zur individuellen Lernplanung und Selbsteinschätzung motivieren und für interkulturelle Erfahrungen sensibilisieren.
Das ESP wurde vom Europarat im Europäischen Jahr der Sprachen präsentiert und erweckt seither großes Interesse in den Mitgliedsstaaten. 102 Modelle wurden vom ESP-Validierungskomitee akkreditiert.
Österreich verfügt über acht akkreditierte ESP-Modelle für alle Altersstufen; die nationalen Modelle für Grundstufe, Mittelstufe und Oberstufe wurden im Auftrag des BMUKK am Österreichischen Sprachen-Kompetenz-Zentrum entwickelt.
Mehr zum ESP unter www.coe.int/portfolio und www.oesz.at.
Geändert am 28.09.2009