ABC Network steht für „Across the Borders Cooperation“ und für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit von verschiedenen Schulen. Aufbauend auf den Schwerpunkten der ersten österreichischen Ratspräsidentschaft 1998 wurde das Schulnetzwerk gegründet, dessen Mitglieder regelmäßig zum internationalen Erfahrungsaustausch zum Generalthema „Kreatives Mitteleuropa" zusammen kommen. Im Mittelpunkt steht die pädagogisch-didaktische Herausforderung von "Grenzüberschreitung" u.a. im geographischen, thematischen und methodischen Sinn:
Das Schulnetzwerk ABC Network ist eine Initiative des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst
und Kultur. Für die Durchführung ist
KulturKontakt
Austria verantwortlich.
Für KulturKontakt Austria stellt in Zusammenhang mit dem
Schulnetzwerk die Entwicklung von Kritikfähigkeit ein wesentliches Bildungsziel dar. Dazu bedarf es der Begegnung und
Auseinandersetzung mit dem Fremden um allfällige Vorurteile durch persönliche Begegnung, konkrete Zusammenarbeit und
Erfahrungsaustausch abzubauen.
2002-2005: ABC Network
2002 trafen erstmals SchülerInnen aus Österreich und Italien
mit Jugendlichen aus den damals zukünftigen EU-Staaten Slowenien, Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei zusammen.
Koordiniert von KulturKontakt Austria arbeiteten die ausgewählten Schulen im Verbund des Schulnetzwerks zum
Generalthema „Unser Europa neu erfinden“ in kreativer Weise aktiv zusammen und erprobten den projekt- und
themenorientierten Unterricht unter Berücksichtigung der kommunikativen Möglichkeiten der neuen Medien.
Das ABC-Network hatte zum langfristigen Ziel, zum einen zukunftsweisende Schulkooperationsmodelle im Bereich "Kreativitätsförderung und kulturelle Bildung" zwischen Österreich und den Ländern im mitteleuropäischen Raum zu konkretisieren und zum anderen zur Auseinandersetzung mit Europa-relevanten Themen hinzuführen. Die ABC-Pilot-Schulen wirkten als MultiplikatorInnen innerhalb ihrer Region und arbeiteten ihrerseits eng mit nationalen und regionalen Verwaltungseinrichtungen (Schulbehörden), Ausbildungsstätten, Kulturinstitutionen etc. zusammen. In der Folge wuchs dieses Netzwerk zahlenmäßig und konnte nachhaltige bildungspolitische Akzente auf europäischer Ebene setzen. So u.a. auch in der Jugendkonferenz „Come together: generation siX“.
2005-2006: Come together: generation siX
„Come together: generation siX“ hatte es
sich zur Aufgabe gesetzt, Europa wieder enger aneinander zu führen. Weitere gemeinsame Herausforderungen der
TeilnehmerInnen waren Fragen zur Zukunft der Bildung und Zukunft der Arbeit. Der Einladung sind 29 Schulen aus 13
Staaten Nord-, Mittel- und Südosteuropas gefolgt.
2007-2008: Querdenken
Im Projekt „Querdenken“ erweitert sich dieses Netzwerk im
Rahmen des europäischen Jahres des Interkulturellen Dialogs um Schulen aus Russland, Serbien, Bosnien/Herzegowina und
Kroatien. In Modellprojekten wird zum Thema Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Fremden in multilateralen
Projektgruppen gearbeitet. Die Ergebnisse werden von den SchülerInnen im Mai 2008 im Rahmen der Veranstaltung
„Querdenken“, die in Kooperation mit dem slowenischen Vorsitz zur EU-Ratspräsidentschaft 2008 veranstaltet wird,
präsentiert.
Weitere Informationen:
KulturKontakt Austria
Dr. Sirikit M. Amann,
T +43(0)1 5238765-18
F +43(0)1 5238765-20,
sirikit.amann@kulturkontakt.or.at
Geändert am 10.09.2007