Die Botschafter/innen des Jahres sind Personen der Öffentlichkeit, die sich den Zielen des Europäischen Jahres des Interkulturellen Dialogs 2008 verpflichtet fühlen. Die Botschafter/innen bieten Ihre Unterstützung an, damit das Jahr ein Erfolg wird.
Die offiziellen Botschafter/innen des Jahres in Österreich sind:
Timna Brauer
(Foto: Andreas Müller)
Wahres Leben ist immer Bewegung. Durch Bewegung entsteht Begegnung mit dem Anderen. Nützen wir diese Gegebenheit zum fruchtbaren Dialog!
Timna Brauer wurde in Wien geboren und ist zwischen Österreich, Frankreich und Israel aufgewachsen. Ihre israelische Mutter stammt aus dem Jemen, ihr Vater ist der österreichische Maler Arik Brauer.
Studium am Konservatorium der Stadt Wien (Klavier und Gesang), Musikwissenschaft auf der Sorbonne in Paris, Doktorat über „Die Stimme im Jazz“.
1985 gründet sie zusammen mit ihrem Mann, dem Pianisten Elias Meiri, ein Ensemble, mit dem sie alljährlich in
aller Welt auftritt und sämtliche Platten mit dem Schwerpunkt Jazz, Ethno und Chansons einspielt.
1986
vertritt sie Österreich beim Songcontest.
Seit 1993 werden auch diverse Kinderprogramme gespielt.
1995 leitet sie die Jazzgesang-Abteilung in der Universität für Musik in Wien.
1998-2000 interpretiert sie die „Jenny“ in der Dreigroschenoper mit dem Ensemble Modern Frankfurt unter
der Leitung von H. K. Gruber .
2001 „Evita“ auf der Sommerseebühne Klagenfurt.
2002-2004 große Europatournee „Voices for Peace“ (Palästinenser und Israelis).
2004
Uraufführung von „Percussion“ im Auftrag des Wiener-Musikvereins, Gestaltung der „Kinderklangwolke“ in Linz im Auftrag
des Brucknerhauses mit dem Musikmärchen „Die begeisterten Trommeln“.
Ab 2005 enge Zusammenarbeit mit
dem Ueberreuter Verlag: „Kinderlieder aus Europa“, „Der kleine Mozart“.
2007 Mitwirkung bei Dancing
Stars (ORF) und bei den Sommerfestspielen Kittsee in Anatevka.
Mariama Coulibaly
Der interkulturelle Dialog passt zu mir, denn meine Herkunft ist interkulturell. Ich bin immer bereit, mit Menschen aller Nationalitäten zu diskutieren.
Mariama Coulibaly – Tanzend Länder- und Kontinentalgrenzen überwinden
In Paris geboren und aufgewachsen, ist sie Tochter eines Vaters aus Mali und einer Mutter aus Burkina Faso und lebt seit mehr als sieben Jahren in Wien - interkultureller Dialog in einer Person. „Ich bin Mitteleuropäerin mit westafrikanischen Wurzeln.“
Ihre Leidenschaft gehört dem Tanz. Selbst Tänzerin und Choreografin leitet, organisiert und initiiert sie Workshops nicht zuletzt für und mit Kindern. Für Mariama Coulibaly ist Tanz ist die beste Art, um sich auszudrücken – eine „Sprache“, die wortlos Grenzen überwinden kann.
Eckdaten:
1984-1990 Tanzausbildung in Modern Dance, Jazz Dance und Zeitgenössischem Tanz bei Jean Wiener in
Bobigny/Frankreich.
1991-1993 Kulturmanagement-Studium und Abschluss mit der „Licence de mise oeuvre de
projets culturels option Communication“.
2000 Workshopleiterin beim Impuls-Tanz-Festival in Wien,
seitdem wohnhaft in Wien.
2000-2004 Französischtrainerin bei Blaise & Pascal in Wien.
Seit 2001 ist Frau Coulibaly in einem EZA Weltladen in der Wiener Innenstadt tätig.
Seit 2004
gibt sie Tanzunterricht am Gymnasium Stubenbastei in Wien - wobei die Aufführungen immer in ein größeres Projekt
integriert sind. Zwischen diesem Wiener Gymnasium und einer Schule in Ouarnini/Burkina Faso besteht eine langfristige
Partnerschaft.
(Mit-)Organisatorin des Festivals vivasalsa-vienna.
Weitere Hobbies: Tennis, Footing und Yoga.
Dimitré Dinev
(Foto: Reinhard Werner)
Dass es ein Jahr des interkulturellen Dialogs bedarf, zeigt, dass wir noch nicht in dem Jahrhundert des Dialogs angekommen sind. In einen Dialog treten, bedeutet, den anderen erkennen und anerkennen und sich selbst zu erkennen geben, auf Gewalt verzichten, zu einem Gleichen sprechen. In einen Dialog treten, bedeutet, die Gerechtigkeit anerkennen. Der Dialog ist die Schule zur Menschlichkeit.
Dimitré Dinev wurde 1968 in Plovdiv, Bulgarien, geboren und maturierte 1987 am Bertolt-Brecht-Gymnasium in Pasardschik. 1990 floh er über die "Grüne Grenze" nach Österreich. Aufenthalt im Flüchtlingslager Traiskirchen. Dimitré Dinev brachte sich in den folgenden Jahren mit Gelegenheitsjobs durch, studierte in Wien Philosophie und Russische Philologie.
Seit 1991 schreibt er in deutscher Sprache Drehbücher, Erzählungen, Theaterstücke und Essays. Sein Familienroman "Engelszungen" wurde europaweit mit großem Interesse aufgenommen. Auf die Frage, wo er zu Hause sei, meint Dimitré Dinev: "Heimat wird unter den Menschen ausgemacht. Das Wort ist meine Heimat." Mit nationalem Bekenntnis oder geografischer Zugehörigkeit habe Heimat nichts zu tun. Dimitré Dinev erhielt 2003 die österreichische Staatsbürgerschaft und lebt als freier Autor in Wien.
Emese Dörfler-Antal
Der interkulturelle Dialog bedeutet nicht einen Identitäts- oder Heimatverlust, sondern die Chance Neues zu erleben, anders denken und fühlen zu können sowie die Weiterentwicklung des eigenen Geistes.
Emese Dörfler-Antal wurde 1971 in Rumänien geboren und lebt seit 1991 in Österreich. Frau Dörfler-Antal ist zweisprachig aufgewachsen (Ungarisch als Muttersprache und Rumänisch) und nahm die österreichische Staatsbürgerschaft an. Sie startete als Eisschnellläuferin im Weltcup, bei Weltmeisterschaften und bei den Olympischen Spielen in Lillehammer 1994 und Nagano 1998 für Österreich. Frau Dörfler-Antal ist mit einem Tiroler verheiratet und trainiert den Eisschnelllaufnachwuchs in Innsbruck, unter anderem auch geistig behinderte Sportler/innen, die Frau Dörfler-Antal für die Special Olympics vorbereitet. Frau Dörfler-Antal bereitet gerade verschiedene Events unter dem Motto „Sport kennt keine Grenzen“ vor, die während der Sommermonate 2008 stattfinden werden. Mit „Sport kennt keine Grenzen“ verfolgt Frau Dörfler-Antal das Ziel, Jugendlichen aus dem In- und Ausland verschiedene Sprachen spielerisch beizubringen und sie gleichzeitig auch sportlich zu begeistern, denn „die Sprache ist sowohl die Seele einer Kultur, wie auch die Quelle der Missverständnisse.“ Frau Dörfler-Antal ist seit 1997 als Dolmetscherin für die Polizei und das Landesgericht in Innsbruck tätig und erhielt 2008 den mia-Award, eine Auszeichnung für vorbildliche Leistungen von Frauen mit Migrationshintergrund im Bereich der Integration.
Tarek Eltayeb
(Foto: Hans Labler)
Andere Kulturen sind immer eine Bereicherung, wenn man offen für sie ist, bereit ist, sie zu
respektieren und von ihnen zu lernen. Und das kann nur durch Dialog und Austausch funktionieren.
Monokulturen, die nie durch andere veredelt werden, sind einförmig und eintönig. Aus ihnen entsteht und
wächst nichts Neues.
Tarek Eltayeb wurde im Jahr 1959 als Sohn sudanesischer Eltern in Kairo geboren und lebt seit 1984 in Wien.
Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien.
Herr Eltayeb arbeitet derzeit als Fachhochschulprofessor am International Management Center in Krems und
als Lehrbeauftragter an der Karl-Franzens-Universität Graz.
Seit 1985 schriftstellerische Tätigkeit; neben acht Publikationen in arabischer Sprache liegen vier
Bücher in Deutsch vor. Weitere Übersetzungen in englischer, italienischer, mazedonischer, französischer, spanischer,
rumänischer, ukrainischer, serbischer, slowakischer, russischer, niederländischer und slowenischer Sprache; mehrere
Stipendien und Prämien, zuletzt den internationalen Preis für Poesie 2007 beim internationalen Festival „Curtea des
Arges“ in Rumänien und das Elias-Canetti-Stipendium der Stadt Wien 2005. Herr Eltayeb ist Mitglied der
Anna-Lindh-Foundation. Jüngste Publikationen auf Deutsch: Das Palmenhaus (2007), Aus dem Teppich meiner Schatten (2002)
und Städte ohne Dattelpalmen (2000).
Yüksel Grohs
Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann kann man nicht nicht kommunizieren.
Yüksel Grohs wurde am 15. Jänner 1973 in Aksaray /TR als erstes Kind türkischer Eltern geboren. Ihr Großvater wurde Anfang der 70er Jahre als sogenannter „Gastarbeiter“ von der Türkei angefordert. Dieser wiederum holt den Vater von Frau Grohs wenige Jahre später nach. Frau Grohs ist Mitte der 70er Jahre mit ihrer Mutter nach Österreich nachgereist. „Als ‚Schlüsselkind’ wurde ich schon in jungen Jahren selbständig, da meine Eltern arbeiten gehen mussten. Eine ältere Dame Maria (meine „Wahltante“) nahm sich meiner an und kümmerte sich in dieser Phase fürsorglich um mich. Dank ihrer Überstützung konnte ich meine Schulausbildung (4 Jahre VS, 5 Jahre BRG, 3 Jahre Lehrzeit) erfolgreich, ohne jegliche Probleme, beenden“ erzählt Frau Grohs.
1991 erweckte ein Inserat der Polizei ihr Interesse. Erstmals wurden auch Polizistinnen aufgenommen.
Im Dezember 1991 begann die polizeiliche Laufbahn.
Nach einer 6-jährigen
Außendienstphase in der Josefstadt absolvierte Frau Grohs 1999 den Chargenkurs.
Nach Beendigung des
Kurses entschied sie sich in weiterer Folge für das Schulen junger Polizeiaspirant/innen. Seit dieser Zeit ist Frau
Grohs hauptamtliche Lehrerin im Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive – Wien.
„Ich gebe meinen
Schüler nicht nur die rechtlichen Materien mit auf den Weg, sondern mache Ihnen in aller Deutlichkeit auch klar, wie
wichtig der Umgang eines Polizisten mit Betroffenen ist“ betont Frau Grohs.
Maja Haderlap
(Foto: Marko Lipuš)
Kultur als Haltung, als Denkprinzip setzt die Bereitschaft voraus, das Eigene mit fremden Augen sehen zu wollen und das Fremde mit eigenen Augen. Das wäre eine wahre persönliche und europäische Erweiterung.
Maja Haderlap, geboren in Bad Eisenkappel /Železna Kapla in Kärnten; Studium der Theaterwissenschaften und der Deutschen Philologie an der Universität Wien; Promotion 1989. Sie arbeitete als Dramaturgie- und Produktionsassistentin in Triest und in Ljubljana; seit 1989 ist sie Lehrbeauftragte am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, bzw. am Institut für Angewandte Kulturwissenschaft an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt. 1989 bis 1992 Redakteurin und Herausgeberin der Kärntner slowenischen Literaturzeitschrift mladje; 1992 bis 2007 Chefdramaturgin am Stadttheater Klagenfurt.
Maja Haderlap schreibt Lyrik, Prosa, Essays und übersetzt aus dem Slowenischen ins Deutsche; 1983 und 1987 erschienen ihre beiden Lyrikbände in slowenischer Sprache "Žalik pesmi" und "Bajalice", 1989 der dreisprachige Band "Gedichte Pesmi Poems". 2002 publizierte sie eine umfangreiche Untersuchung zur Kulturpolitik und Theaterpraxis der Kärntner Slowenen in den Jahren 1946 bis 1976 "Med politiko in kulturo" (Zwischen Politik und Kultur).
Maja Haderlap veröffentlichte in deutschsprachigen und internationalen Literaturzeitschriften und Anthologien; ihre Texte wurden ins Englische, Deutsche, Slowenische, Französische, Kroatische, Bosnische, Serbische, Dänische und Irische übersetzt. 1983 bekam sie den Förderungspreis des Landes Kärnten für Literatur, 1989 den Preis der France Prešeren Stiftung (SLO), 2004 den Förderpreis zum Hermann Lenz Preis (Hubert Burda Preis für Lyrik). Maja Haderlap lebt als Autorin und freie Dramaturgin in Klagenfurt. Zuletzt publizierte sie die Dokumentation "Das Stadttheater Klagenfurt 1992 bis 2007. Die Ära Dietmar Pflegerl" (2007).
Anna Kim
(Foto: Roland Dreger)
Vielfalt versus Einfalt. Kulturenvielfalt versus Kultureneinfalt.
Kommunizieren wir miteinander, um nicht in Einfalt zu versinken und Einfälle zu versenken;
kommunizieren wir für einander, um einträchtig Einfältigem Einhalt zu gebieten.
geboren 1977 in Südkorea. Stationen: 1979-1984 Deutschland, 1984-2000 Österreich (Wien), 2000-2002 England, seit 2003 wieder Wien, unterbrochen durch längere Aufenthalte in Nikosia, Berlin und Stralsund. Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. 2004 erschien die Erzählung „Die Bilderspur“ im Literaturverlag Droschl. Diesen Herbst wird der Roman „Die gefrorene Zeit“ ebenfalls im Literaturverlag Droschl erscheinen.
Atil Kutoglu
(Foto: Randy Brooke)
Mein Lebensmotto ist Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten zu entdecken und zu entwickeln, um so die Differenzen immer mehr abzubauen. Das zweite wichtige Motto in meinem Leben heisst Toleranz. Man soll andere Denkweisen, Sitten, Gefühle versuchen zu tolerieren.
1968 in Istanbul geboren, absolvierte Atil Kutoglu das Deutsche Gymnasium in Istanbul und kam
anschließend nach Wien um Betriebswirtschaft zu studieren. Bereits in Istanbul jobte er während seiner Schulzeit bei
führenden Modeunternehmen des Landes.
1991 absolvierte Atil Kutoglu sein Betriebswirtschaftsstudium in
Wien und präsentierte mit einem Stipendium vom Wiener Bürgermeister Dr. Helmut Zilk erstmals eine eigene Kollektion.
1993 wurde er auf der Modewoche München für den besten Nachwuchsdesigner ausgezeichnet.
1994 folgte der DIVA-Wollsiegel-Preis für den besten österreichischen Modedesigner, vergeben vom
internationalen Wollsekretariat und der österreichischen Modezeitschrift „DIVA“.
1995 folgten
Präsentationen seiner Mode in Düsseldorf, Mailand und New York, wo er insbesonders von der amerikanischen Presse (wie
z.B.: The New York Times, WWD, u.s.w.) als auch vom Einzelhandel mit Begeisterung aufgenommen wurde.
1996 wurde Atil Kutoglu der Salzburger Preis vom deutschen Fachverlag und der „Österreichischen
Textilzeitung“, während des Textilsymposiums „Salzburger Gespräche“ verliehen.
1997 eröffnete er die
ersten „Modetage Wien“ mit einer Modeschau, Gräfin Pilar Goëss, Wiens prominente Trendsetterin und gefeiertes 70er
Model ging für Atil Kutoglu wieder auf den Laufsteg.
1999 zeigt Atil Kutoglu auf Einladung von Berna Yilmaz, Gattin des Türkischen Premierministers
erstmals seine Kollektion, „The Ottoman Collection“ in Istanbul mit einer grossen Mode-Gala, im Yildiz Palast
anlässlich der 700-Jahre-Feier der Gründung des Osmanischen Reichs.
2000, zu grossen Millenium-Gustav
Klimt-Retrospektive „Klimt-und-Frauen“ wurden von den Kuratoren und Organisatoren der Ausstellung, 27 Kreationen von
Atil Kutoglu ausgesucht, und auf Puppen neben Klimt-Bildern als eine Mode-Ausstellung präsentiert.
Im Dezember 2004 organisierte Atil Kutoglu eine Mode-Gala unter dem Ehrenschutz von I.E. Dr.
Ursula Plassnik, Bundesministerin für internationale und europäische Angelegenheiten in der Hofburg in Wien. 27
internationale Models präsentierten die Kollektionen von Kutoglu auf einem 50m langen Laufsteg.
Seit 6
Jahren zeigt Atil Kutoglu seine Kollektionen mit Modeschauen auf der „New York - Fashion Week“ und im eigenen Showroom.
Seine Kollektionen sind in mehreren Ländern erhältlich.
Martin Kušej
(Foto: Karin Rocholl)
Ich verstehe die Sprachen. Ich verstehe die Sprachen nicht. Ich höre nur ihren Klang
Martin Kusej, geboren 1961, studierte Deutsche Sprache und Literatur und Sportwissenschaften in Graz, wo er ab 1981 an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst ins Studienfach Regie wechselte. Dort diplomierte er 1984 und erwarb seinen Magister artium. Nach Assistenzen in Salzburg und Ljubljana entstanden ab 1987 erste eigene Inszenierungen in Graz, Klagenfurt, Ljubljana und Villach.
Besonders eng war in den 90er Jahren die Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Stuttgart, wo er u.a. mit Grabbes HERZOG THEODOR VON GOTHLAND, Jahnns STRASSENECKE, Sophokles’ OEDIPUS, Wilhelmine von Hillerns DIE GEIER-WALLY und Sarah Kanes CLEANSED im Schauspiel sowie mit Purcells Ballett-Oper KING ARTHUR, Beethovens FIDELIO und Nonos AL GRAN SOLE CARICO D’AMORE in der Oper auf sich aufmerksam machte. Die letzten Arbeiten in Stuttgart waren HAMLET von Shakespeare (Koproduktion mit den Salzburger Festspielen) und Händels GIULIO CESARE, sowie OTELLO von Giuseppe Verdi.
Von seinen letzten Opern-Regiearbeiten seien erwähnt: SALOME und ELEKTRA am Opernhaus Zürich, DIE GEZEICHNETEN an der Staatsoper Stuttgart, DON GIOVANNI und LA CLEMENZA DI TITO bei den Salzburger Festspielen und CARMEN an der Staatsoper Unter den Linden Berlin sowie am Châtelet/Théâtre Musical de Paris.
Im Schauspiel inszenierte er am Burgtheater GLAUBE LIEBE HOFFNUNG von Horvath, und seine Version von Grillparzers KÖNIG OTTOKARS GLÜCK UND ENDE. Am Thalia Theater Hamburg die Uraufführung von AUF SAND von Albert Ostermaier und seine erste klassische Boulevard-Komödie EIN FLOH IM OHR (Georges Feydeau).
2006 zeigte er LADY MACBETH VON MZENSK an der Nederlandse Opera Amsterdam und Nestroys HÖLLENANGST bei den Salzburger Festspielen, wo er zwei Jahre Schauspieldirektor war.
Am slowenischen Nationaltheater in Ljubljana inszenierte er 2007 DAS SPARSCHWEIN von Eugene Labiche und am Staatsschaupiel München Büchners WOYZECK. Zur Zeit erarbeitet er mit Nikolaus Harnoncourt Robert Schumanns GENOVEVA für das Opernhaus Zürich und Stravinskijs THE RAKE’S PROGRESS für das Theater an der Wien. 2008 eröffnet er auch die Saison der Staatsoper München mit Verdis MACBETH.
Ab 2011 wird Martin Kusej in München das Staatsschauspiel (Residenztheater) als Intendant leiten.
Sebastián Martínez
Ich bin davon überzeugt, dass ein auf Respekt und Anerkennung von Differenzen und Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen beruhender interkultureller Dialog dazu betragen würde, eine bessere Welt für uns alle zu schaffen.
Sebastián Martínez wurde 1977 in Wien geboren und ist ein österreichischer Fußballspieler uruguayischer Herkunft.
Sebastián Martínez spielt ab der Saison 2006/2007 beim österreichischen Erstligisten SV Ried. Er verbrachte seine frühe Kindheit in Österreich, da zu dieser Zeit sein Vater, Alberto Martínez, für den FK Austria Wien beziehungsweise für den Wiener Sport-Club Fußball spielte. Nachdem sein Vater, der in der Saison 1977/78 mit der Wiener Austria das Finale im Europacup der Cupsieger erreichte, dessen Karriere als Fußballer beendet hatte, ging er jedoch mit seiner Familie zurück in sein Heimatland Uruguay. Im Land des zweimaligen Fußballweltmeisters begann der junge Sebastián Martínez mit dem Fußball spielen. In seiner Jugend spielte er bei National FC de Rocha und Punta del Este CCD.
Der Stürmer begann seine Profikarriere als Mittelfeldspieler beim uruguayischen Zweitligisten Jefentud FC, ehe ihm der Wechsel zum Club Nacional de Fútbol, dem Serienmeister des Landes gelang. Im Jahre 2000 kehrte er schließlich nach Österreich zurück, um beim SV Wörgl zu spielen. Für die Tiroler absolvierte er insgesamt 69 Ligaspiele und erzielte dabei 35 Treffer. Sebastián Martínez avancierte bald zu einem der besten Techniker der Liga.
Im Sommer 2003 nahm er schließlich ein Angebot des Erstligisten und ehemaligen Stadtrivalen seines Vaters, Rapid Wien, an und kehrte in seine Heimatstadt zurück. In Hütteldorf wurde er nach zwei Jahren, 2005, österreichischer Meister mit den Grün-Weißen. Er selbst trug acht Saisontreffer dazu bei. Sebastián Martínez wurde unter seinem ehemaligen Trainer beim SV Wörgl, Helmut Kraft, für zwei Jahre mit einer Option auf ein weiteres Jahr beim SV Ried verpflichtet. Martínez wurde zum Stammspieler und erzielte das Siegestor im letzten Spiel der Saison 2006/07, welches Ried den Vizemeistertitel bescherte.
Sebastian Martínez absolvierte bislang zwei Länderspiele für die österreichische Nationalmannschaft. Beide Spiele, gegen Zypern und Lettland, fanden im Februar 2005 im Rahmen eines Vierländerturniers auf Zypern statt.
Slavko Ninic
(Foto: Werner Maresch)
"Im Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 sollten wir noch mehr als
sonst miteinander reden und tanzen, damit wir es endlich kapieren: So viel anders als ich, bist du ja gar
nicht."
Beitrag über den Start der Balkan-Tournee der Wiener Tschuschenkapelle in Ö1 am 25.06.2008
Geburt:
3.2.1954, in Komletinci, Kroatien, Österreichischer Staatsbürger
Schulbildung:
Achtjährige Volksschule in Komletinci, 1972 Maturaabschluß in
Vinkovci, 2 Jahre Dolmetschstudium an der Universität in Wien, Hochschulstudium in Zagreb (Soziologie und Germanistik),
Abschluß mit Diplom im Jahre 1979, Akademischer Grad: Mag. Phil., gerichtlich beeideter und zertifizierter Dolmetscher
für die bosnische, serbische und kroatische Sprache.
Musik:
Jahrelang als Gitarrist und Sänger tätig. Im Jahre 1989 Gründung der
Musikgruppe Wiener Tschuschenkapelle. Bandleader seit der Gründung. Tätig Als Gitarrist, Sänger und Moderator. 9
aufgenommene CD-s. Eine 45-minütige Videoproduktion durch den ORF. Viele Auftritte mit der Wiener Tschuschenkapelle im
In- und Ausland (Schweiz, Slowenien, Ungarn, Zimbabwe, Polen, Deutschland, Belgien, Marokko, Brasilien, Kanada, usw).
Die meisten Stücke auf unseren CD-s, sofern sie nicht geschützte Werk sind, sind von mir, bzw. von Bandkollegen
arrangiert worden. Habe Musik für ein Stück des Dario-Fo-Theater komponiert, “Herz und Leber, Hund und Schwein“,
gespielt 1995 in den Wiener Gemeindehöfen. Für weitere Informationen siehe auch unsere Homepage:
www.tschuschenkapelle.at
Fatima Spar
(Foto: Eddy Westerveer)
Interkultureller Dialog kann nur dann stattfinden, wenn man einander zuhört und sich auch mit der Kultur des Anderen auseinandersetzt. Kritisch mit sich selbst zu sein, zu reflektieren, ist dabei eine Voraussetzung. Der Dialog darf nicht den eigenen Vorteil zum Ziel haben und sollte auf gegenseitigem Respekt basieren.
Fatima Spar wird 1977 in Hohenems, Vorarlberg, Österreich, geboren. Sie maturiert in klassischer Gitarre und lebt seither in Wien. In den darauf folgenden Jahren studiert sie Musik- und Theaterwissenschaften, später Mode- und Bekleidungstechnik.
Mit 11 Jahren spielt sie Gitarre und seit ihrem 13. Lebensjahr singt sie Jazz und besucht mehrere Workshops. Mit Beginn des Studiums hört sie auf, Musik zu machen. Der Wiedereinstieg kommt mit dem Besuch des Gustav-Mahler-Konservatoriums in Wien. Nach einer 1- jährigen Jazzgesangs-Ausbildung bricht sie ihr Studium ab und gründet im Jahre 2004 die Band "Fatima Spar und die Freedom Fries".
Fatima Spar spielt seither in dieser Formation rund um die Welt. Neben der Nominierung für den BBC World Music Award werden sie u.a. von Mondomix als Coup de coeur ausgezeichnet und als erste österreichische Band eingeladen, um im offiziellen Programm der WOMEX zu spielen. Derzeit singt und komponiert sie in den Bereichen Jazz und Alternative.
Geändert am 22.09.2008