Mobilität zu Lernzwecken ist eine der wichtigsten Möglichkeiten, mit denen Bürger/innen ihre Beschäftigungsfähigkeit erhöhen sowie ihr interkulturelles Bewusstsein, ihre Kreativität und ihre persönliche Entwicklung verbessern können. Die Vermittlung und der Erwerb von Sprachkenntnissen auf hohem Niveau sind für die Lernmobilität eine Grundvoraussetzung. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, den Fremdsprachenunterricht auszuweiten, die Aus- und Weiterbildung von Sprachlehrer/innen zu verbessern, neue Ansätze beim Unterrichten zu fördern und das Sprachenangebot auszuweiten.
Schlussfolgerungen des Rates über Sprachenkompetenz zur Förderung der Mobilität
Die Erwachsenenbildung ist gegenwärtig das schwächste Glied in der Entwicklung nationaler Systeme des lebenslangen Lebens, da die Beteiligung Erwachsener am Lebenslangen Lernen in den letzten Jahren rückläufig war. Um an die Arbeiten des Aktionsplans in der Erwachsenenbildung 2008-2010 anzuknüpfen und dabei die bestehenden politischen Initiativen in den Bereichen Schulbildung, Bologna-Prozess und Kopenhagen-Prozess zu vervollständigen, wurde eine erneuerte europäische Agenda für die Erwachsenenbildung ausgearbeitet.
Schlussfolgerungen des Rates zu einer Benchmark für die Lernmobilität
Lernmobilität trägt sowohl zur persönlichen als auch zur beruflichen Entwicklung junger Menschen bei und steigert die Beschäftigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Die neue Benchmark für Lernmobilität dient dazu, den Anteil junger Menschen, die Lernerfahrungen im Ausland gesammelt haben, zu messen. Die Mitgliedsstaaten einigten sich auf zwei Benchmarks für Lernmobilität bis zum Jahr 2020 und auf einen Indikator für die allgemeine Jugendmobilität.
Entschließung des Rates über eine Erneuerte Europäische Agenda für die Erwachsenenbildung
Die Senkung der frühzeitigen Schulabbrecher/innen auf unter 10% ist eines der fünf Kernziele der Europa 2020-Strategie. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, die Hauptfaktoren, die zu frühzeitigem Schul- und Ausbildungsabbruch führen zu identifizieren, bis 2012 umfassende nationale Strategien auszuarbeiten. Umfassende Maßnahmen zur Reduktion des frühzeitigen Schulabbruchs sollten auf die drei Bereiche Prävention, Intervention und Kompensation abzielen.
Empfehlung des Rates für politische Strategien zur Senkung der Schulabbrecherquote
Die Empfehlung des Rates ist Teil der Initiative „Jugend in Bewegung“ und schlägt Maßnahmen vor, um die Mobilität zu Lernzwecken – d.h. Auslandsaufenthalte mit dem Ziel, neue Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben - zu erhöhen, Mobilitätshindernisse zu abzubauen und junge Menschen zu ermutigen, sich für einen Auslandsaufenthalt zu entscheiden.
Empfehlung des Rates zur Förderung der Mobilität junger Menschen zu Lernzwecken
Investitionen in die Vorschulbildung sind – wirtschaftlich gesehen – gewinnbringender als Investitionen in jede andere Entwicklungsphase. Qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung wirkt sozioökonomischen Defiziten entgegen und schafft eine solide soziale Grundlage für den weiteren Bildungsweg. Neben einem allgemeinen Zugang zu frühkindlicher Bildung sollten u.a. effiziente Finanzierungsmodelle entwickelt werden, die Professionalisierung des Personals gefördert werden, die Eltern und Familien stärker einbezogen werden und die Forschung im Bereich der frühkindlichen Bildung gefördert werden.
Schlussfolgerungen des Rates zur frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung
Im Europäischen Pakt für die der Gleichstellung der Geschlechter haben sich die Mitgliedsstaaten auf höchster politischer Ebene dem Grundsatz der Gleichstellung der Geschlechter verpflichtet. Der Pakt ist bildungspolitisch relevant, weil er die Bedeutung der Bildung für die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsmarkt - vor allem im Hinblick auf die Schließung des Gender Gap - hervorhebt. Weiters macht der Pakt auf die genderspezifischen Stereotype in der Bildung und die genderspezifische Segregation am Arbeitsmarkt aufmerksam.
Europäischer Pakt für die Gleichstellung der Geschlechter
Die allgemeine und berufliche Bildung sowie lebenslanges Lernen spielen eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der strategischen Prioritäten der Europa 2020-Strategie, vor allem in Hinblick auf "intelligentes Wachstum". Die Schlussfolgerungen fokussieren auf das Kernziel Bildung der Strategie "Europa 2020":
Aufbauend auf den Arbeiten der österreichischen Präsidentschaft 2006 wurde das Thema „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ von der belgischen Präsidentschaft aufgegriffen und weiterentwickelt. In einer sich rasch ändernden Welt sollten die Bürger/innen mit Kenntnissen, Fähigkeiten und Einstellungen ausgestattet sein, um die Herausforderungen (Wirtschaftskrise, Klimawandel, geringer werdende Ressourcen, Ernährungssicherheit, Gesundheitsrisiken etc…) zu verstehen und ihnen selbstbestimmt und verantwortungsvoll begegnen zu können. Die Schlussfolgerungen zielen auf Bewusstseinsbildung für nachhaltige Entwicklung im Bildungssystem ab.
Schlussfolgerungen des Rates vom 19. November 2010 zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
Als Grundkompetenzen gelten in Anlehnung an die Definition des strategischen Rahmens für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung bis 2020 Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften (MST). In den letzten zehn Jahren haben sich zwar die Leistungen der Bildungssysteme in der EU verbessert, jedoch wurde der für 2010 gesetzte europäische Benchmark zur Senkung des Anteils der 15-Jährigen mit unzureichenden Lesekompetenzen nicht erreicht (aktuelle Zahlen für 2010 liegen noch nicht vor). Die Lese- und Mathematikleistungen von Schüler/innen sind teilweise sogar zurückgegangen. Wesentliche Aspekte für die Verbesserung der Leistungen in Lesen und MST sind: Lehrplangestaltung, Motivation, neue Technologien, Geschlechterperspektive, Rolle der Lehrkräfte und Schulleiter/innen.
Die Kommission hat am 15. September die Mitteilung zur EU 2020-Flagship-Initiative „Jugend in Bewegung“ veröffentlicht. Die Initiative „Jugend in Bewegung“ soll durch mehr Mobilität und grenzüberschreitende Kooperationen junge Menschen unterstützen, sich erfolgreich in der wissensbasierten Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten. Die vorliegenden Schlussfolgerungen bestätigen die Unterstützung des Rates für diese EU 2020 Leitinitiative.
In den Schlussfolgerungen werden die Ziele und Prioritäten für die europäische Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung bis 2020 festgelegt. Bis 2020 sollte die berufliche Bildung attraktiver, relevanter, stärker laufbahnbezogen, innovativer, leichter zugänglich und flexibler sein.
Die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung tragen besonders zur Förderung des sozialen Zusammenhalts bei, können sozialen Aufstieg fördern und das Armutsrisiko reduzieren. Besonders Augenmerk sollte auf Menschen aus benachteiligten Verhältnissen gelegt werden. Die Schlussfolgerungen des Rates rücken folgende Aspekte in den Vordergrund: Teilnahme an hochwertiger frühkindlicher Bildung, Individuelle Förderung, Verringerung der Zahl frühzeitiger Schulabbrecher/innen, vielfältiges Berufsbildungsangebot, Fokus auf Schlüsselkompetenzen, Lernen als lebensbegleitender Prozess, Partizipationsmodelle entwickeln, Potenzial von Migrant/innen nutzen.
Ziel ist es, die Relevanz von Schlüsselkompetenzen auf allen Ebenen der Bildung aufzuzeigen und das lebenslange Lernen über das Ende der Schulpflicht hinaus zu unterstützen. Insbesondere jene Kompetenzen, die für den Einstieg ins Arbeitsleben und die flexible Weiterentwicklung am Arbeitsmarkt erforderlich sind (Lernkompetenz, soziale Kompetenz, Bürgerkompetenz, Eigeninitiative, Unternehmergeist, kulturelle Ausdrucksfähigkeit) müssen stärker gefördert und besser an die Bedürfnisse der Arbeitswelt angepasst werden.
Die Europäische Kommission hat eine Mitteilung zu “Frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung: der bestmögliche Start für alle unsere Kinder in die Welt von morgen” veröffentlicht.
Durch die in der Mitteilung vorgeschlagenen Maßnahmen soll Kindern ein besserer Start ins Leben ermöglicht werden und die Grundlagen für erfolgreiches lebenslanges Lernen, soziale Integration, persönliche Entwicklung und berufliche Eingliederung in spätere Lebensphasen gelegt werden.
Die Vorschläge der Kommission betreffen folgende Aspekte:
In der EU verlassen mehr als sechs Millionen junge Leute die allgemeine oder berufliche Bildung mit höchstens einem Abschluss der Sekundarstufe I oder weniger. Die Ursachen für frühzeitiges Schulabbrechen liegen auf individueller, bildungspolitischer und sozioökonomischer Ebene und müssen auf all diesen Ebenen bekämpft werden. Die Mitteilung schlägt umfassende Maßnahmen zur Reduktion des frühzeitigen Schulabbruchs vor. Die Maßnahmen sollten auf die drei Bereiche Prävention, Intervention und Kompensation abgezielt sein.
Europäische Kommission: Bekämpfung des Schulabbruchs – ein wichtiger Beitrag zur Agenda Europa 2020
Der Rat nahm im November 2009 die Schlussfolgerungen zur beruflichen Entwicklung
von Lehrkräften und Schulleiter/innen an. Die fachliche und soziale Qualifikation von Lehrkräften ist einer der
wichtigsten Faktoren für den nachhaltigen Bildungserfolg von Schüler/innen. Lehrkräfte stehen vor immer komplexer
werdenden Herausforderungen und benötigen dafür vielfältige Kompetenzen. Klassen werden zunehmend heterogener, mit
Schüler/innen aus den verschiedensten Teilen der Welt und zudem geht in den nächsten Jahren etwa die Hälfte der
Lehrkräfte in Österreich in Pension. Dies ist eine Chance für eine junge Generation von Lehrer/innen und für einen
Wandel im Bildungssystem. Die Mitgliedsstaaten werden in den Schlussfolgerungen eingeladen, Maßnahmen zu setzen, um
hoch qualifizierte Menschen für den Lehrberuf zu gewinnen, Einführungsphasen zur Unterstützung neuer Lehrkräfte
sicherzustellen, die kontinuierliche berufliche Entwicklung zu fördern, eine Feedback- und Evaluationskultur zu
stärken, Mobilität von Lehrer/innen und Schulleiter/innen zu ermutigen, den administrativen Aufwand der
Schulleiter/innen zu reduzieren.
Schlussfolgerungen des Rates vom 26. November 2009 zur beruflichen Entwicklung von Lehrkräften und
Schulleitern/-leiterinnen
Am 26. November 2009 nahm der Rat die Schlussfolgerungen zur Bildung von
Kindern mit Migrationshintergrund an. Verstärkte Migrationsflüsse stellen die Gesellschafts- und die Bildungssysteme in
Europa vor neuen Herausforderungen. Die ressourcenorientierte Auseinandersetzung mit sprachlicher und kultureller
Diversität bestimmt maßgeblich, ob es gelingt die Integration von Migrant/innen zu fördern, ihre Kompetenzen
bestmöglich zu entwickeln und ihre Potenziale zu nutzen. Die Bildung leistet einen sehr wichtigen Beitrag zur
erfolgreichen Integration von Migrant/innen. Die Schlussfolgerungen zur Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund
unterstreichen folgende Prioritäten: Teilnahme an frühkindlicher Bildung, Förderung von Mehrsprachigkeit,
Professionalisierung und Führungskompetenz der Lehrkräfte und Schulleiter/innen, bessere Einbindung der Eltern und
Migranten/innengemeinschaften.
Schlussfolgerungen des Rates zur Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund
Für ein leistungsfähiges Wissensdreieck (Bildung, Forschung und Innovation) ist die allgemeine und berufliche Bildung ein Grundelement. Die Hochschuleinrichtungen spielen eine wichtige Rolle in diesem, aufgrund ihrer dreifachen Funktion: als Anbieter der höchsten Bildungsabschlüsse, als Spitzenforschungseinrichtungen und als Orte fortschrittlicher Innovationen. Sie tragen damit wesentlich zur kreativen und wissensintensiven Wirtschaft und Gesellschaft bei. Es bedarf eines viel engeren und uneingeschränkten Zusammenwirkens der drei Komponenten des Wissensdreiecks, um die Innovationskraft in Europa zu verbessern und die langfristigen Herausforderungen einer wettbewerbsintensiven Weltwirtschaft, den Klimawandel und die Bevölkerungsalterung zu bewältigen.
Die Schlussfolgerungen legen folgende Handlungsschwerpunkte fest:
Die Europäische Kommission hat im Juli 2008 das "Grünbuch Migration und Mobilität: Chancen und Herausforderungen für die EU-Bildungssysteme" veröffentlicht und einen breiten Konsultationsprozess gestartet. Das Grünbuch analysiert die Bildungssituation von Kindern mit Migrationshintergrund, die Auswirkungen von Migration auf die Bildungssysteme und Bedingungen, die Chancengleichheit in den Bildungssystemen fördern und zu einem effektiveren Umgang mit den Bedürfnissen von Kindern mit Migrationshintergrund beitragen.
Die Herausforderungen für Schulen (Qualität, Zugangsgerechtigkeit, Integration) sind dort besonders hoch, wo sprachliche und kulturelle Unterschiede mit sozioökonomischer Benachteiligung zusammenfallen. Diese Faktoren konzentrieren sich oft auf bestimmte Gegenden und Schulen.
Das Thema Migration und Bildung zählt zu den Schwerpunkten der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2009.
Am 12. Mai 2009 nahmen die EU-Bildungsminister/innen die Schlussfolgerungen zum strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung ("ET 2020") an. Ziel der Schlussfolgerungen ist es, den Bereich Bildung im zweiten Zyklus der Lissabon-Strategie bis 2020 zu verankern und den Rahmen für die Zusammenarbeit im nächsten Jahrzehnt zu definieren, um weiterhin die Qualität und Effizienz der Bildungssysteme in Europa zu steigern. Angestrebt wird eine flexible Form der Kooperation, die es ermöglicht, auf aktuelle sowie auf zukünftige, nicht vorhersehbare, Herausforderungen zu reagieren.
Vier strategische Ziele stehen im Mittelpunkt der künftigen Zusammenarbeit:
Die Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung eines Europäischen Bezugsrahmens für die Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung (EQARF) führt ein Europäisches Qualitätssicherungssystem ein, um die Systeme der beruflichen Bildung kontinuierlich zu verbessern. Neben Qualität sollen auch die Transparenz und die Kontinuität von Entwicklungen der beruflichen Bildung zwischen den Mitgliedstaaten verbessert und dadurch gegenseitiges Vertrauen, Mobilität von Berufstätigen und lebenslanges Lernen gefördert werden. Die Empfehlung schaffte konkrete Möglichkeiten, eine Kultur der Evaluierung und Qualitätsverbesserung auf allen Ebenen zu unterstützen und trägt so zu einer faktenbasierten Politik bei.
Die Empfehlung zum Europäischen Leistungspunktesystem für die Berufliche Bildung (ECVET) ist ein Instrument, mit Hilfe dessen es möglich ist, eine berufliche Qualifikation in Form von Lerneinheiten (Kenntnisse, Fertigkeiten, Kompetenzen) zu beschreiben und diesen Leistungspunkte zuzuordnen. ECVET soll damit ähnlich wie das European Credit Transfer System (ECTS) System in der tertiären Bildung funktionieren. ECVET kann auch eine wichtige Rolle bei der Steuerung und Gestaltung von Bildung nach Lernergebnissen spielen und ergänzt den Europäischen und den Nationalen Qualifikationsrahmen.
Die EU-Bildungsminister/innen nahmen beim Rat Bildung im Februar 2009 die Schlussfolgerungen über den Ausbau der Partnerschaften zwischen Bildungseinrichtungen und Arbeitgebern im Rahmen des lebenslangen Lernens an. Zentrale Aussage der Schlussfolgerungen ist, dass Bildungseinrichtungen im Hinblick auf Beschäftigungsfähigkeit und unternehmerisches Potenzial der Lernenden sich für verstärkte Kommunikation und Zusammenarbeit mit den relevanten Stakeholdern und insbesondere mit den Arbeitgebern öffnen müssen. Dies hat Vorteile für alle Beteiligten. Für die Lernenden: Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit, bessere Kenntnisse der Trends am Arbeitsmarkt und dadurch höhere Motivation. Für die Unternehmen: stärkeres Bewusstsein für kulturelle, ethische, soziale und Umweltthemen in der Wirtschaft, Möglichkeit des Mitsteuerns bei Aus- und Fortbildung der (zukünftigen) Mitarbeiter/innen, höhere Chancen auf ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte.
Die Bildungsminister/innen unterstrichen in den Kernbotschaften an den Europäischen Rat (Annahme im Februar 2009), dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten offene, effiziente und qualitätsvolle Bildungssysteme von entscheidender Bedeutung sind und zum wirtschaftlichen Aufschwung beitragen. Insbesondere betonten die Bildungsminister/innen, dass die Investitionen in Humankapital verstärkt werden sollten und die Rolle der Bildung im Wissensdreieck als Motor einer wissensbasierten Gesellschaft sichergestellt werden muss. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise ist es wesentlich, vorausschauend auf die zukünftigen Erfordernisse des Arbeitsmarkts zu reagieren und zugleich Gerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt zu stärken. Um langfristige Beschäftigungsfähigkeit und den Erwerb von Schlüsselkompetenzen sicherzustellen, bedarf es neuer Formen der Zusammenarbeit zwischen Bildungsinstitutionen und Unternehmen bzw. anderen Stakeholdern. Die Mobilität Lernender, Entrepreneurship, Sprachenkenntnisse, interkulturelle Kompetenzen sowie Kreativität und Innovationsfähigkeit leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des wirtschaftlichen Wohlstands und des sozialen Zusammenhalts.
Europa muss seine Kreativität und Innovationsfähigkeit sowohl aus sozialen als auch aus wirtschaftlichen Gründen steigern. Insbesondere besteht Bedarf an Fähigkeiten und Kompetenzen, die die Menschen in die Lage versetzen, Wandel als Chance anzunehmen und offen zu sein für neue Ideen, die Innovation und aktive Teilhabe in einer kulturell vielfältigen, wissensbasierten Gesellschaft fördern. Um die Mitgliedstaaten in ihren Bemühungen zu unterstützen, Kreativität durch lebenslanges Lernen als Triebkraft für Innovation und als Schlüsselfaktor für die Entwicklung persönlicher, beruflicher, unternehmerischer und sozialer Kompetenzen zu fördern, beschlossen die Bildungsminister/innen der Europäischen Union, das Jahr 2009 zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation auszurufen.
Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation 2009
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und
Kultur
EU-Koordination Abt. I/11
eu-koordination@bmukk.gv.at
Ständige Vertretung Österreichs bei der
EU
www.bmeia.gv.at/bruesselov
Mag. Martin Pletersek
Attaché
für Bildung
Dr. Sabine Neyer
Attachée für
Wissenschaft und Forschung
sabine.neyer@bmeia.gv.at
Geändert am 19.01.2012