EU-Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" 2014-2020

In Vorbereitung des Vorschlags für das neue Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" 2014-2020 hat die Europäische Kommission im Herbst 2010 eine Online-Konsultation durchgeführt, in dessen Rahmen das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur eine Stellungnahme eingereicht hat.

Darauf aufbauend legte die Europäische Kommission am 14. Dezember 2011 den Vorschlag für das neue Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" für die Laufzeit 2014-2020 vor.

Zielsetzungen

Das Programm soll das Geschichtsbewusstseins und die Partizipation der BürgerInnen auf EU-Ebene stärken. Die BürgerInnen und ihre Interessensvertretungen sollen die Möglichkeit haben, in einen offenen, transparenten und regelmäßigen Dialog mit den Organen der EU zu treten. Ihnen soll verdeutlicht werden, wie die EU zur Lösung einer breiten Palette an wirtschaftlichen und sozialen Problemen beitragen kann.

Unter anderem sollen folgende Aktionsarten finanziert werden:

  • Bürgerbegegnungen, Städtepartnerschaften
  • Transnationale Partnerschaften und Netzwerke
  • Organisationen von allgemeinem europäischen Interesse
  • Debatten/Studien zur europäischen Geschichte, insbesondere Nationalsozialismus und Stalinismus, oder zu Themen im Zusammenhang mit Bürgerschaft und Bürgerbeteiligung
  • Reflexionen zu gemeinsamen Werten
  • Initiativen zu den EU-Organen und ihrer Funktionsweise

Förderbereiche

  1. Geschichtsbewusstsein und europäische Bürgerschaft
  2. Demokratisches Engagement und Bürgerbeteiligung
  3. Valorisierung

Budget

Das Programmbudget ist für die 7-jährige Laufzeit mit € 229 Mio. veranschlagt. Die vorläufige Mittelzuweisung beträgt 21% für „Geschichtsbewusstsein und europäische Bürgerschaft“, 68% für „Demokratisches Engagement und Bürgerbeteiligung“ und 11% für „Valorisierung“.

Weitere Schritte

Die Verhandlungen im Rat und im Europäischen Parlament beginnen Anfang 2012 und sollten bis spätestens Ende 2013 abgeschlossen werden. Das BMUKK startet Anfang 2012 den nationalen Konsultationsprozess mit diversen Stakeholdern aus den betroffenen Sektoren.

Website der Europäischen Kommission (Dokumente und Presseinfo):

Wir sind an Ihrer Meinung interessiert! Stellungnahmen können an das Postfach eu-kultur@bmukk.gv.at übermittelt werden.

Kontakt im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur:

Mag. Kathrin Kneissel
Leiterin der Abteilung IA/4: EU-Kulturpolitik
eu-kultur@bmukk.gv.at

Geändert am 19.01.2012

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