Eine Digitale Agenda für Europa
Am 19. Mai 2010 veröffentlichte die Europäische Kommission die Mitteilung "Eine Digitale Agenda für Europa"
als eine der sieben Leitinitiativen der neuen EU 2020 Strategie. Die Digitale Agenda hat das Ziel, aus
einem digitalen Binnenmarkt, der auf einem schnellen Internet und interoperablen Anwendungen beruht, einen nachhaltigen
wirtschaftlichen und sozialen Nutzen zu ziehen. In 16 Schlüsselaktionen eingeteilt sind rund 100 Maßnahmen, wovon sich
21 direkt an die Mitgliedstaaten richten. Für die Koordinierung der Arbeit mit den Mitgliedstaaten wurde eine
"Hochrangige Gruppe" auf EU-Ebene eingerichtet, die ihre Arbeit im Oktober 2010 aufgenommen hat. Bei der jährlichen
"Digitalen Versammlung" am 16./17. Juni 2011 in Brüssel tauschten sich Stakeholder aus ganz Europa über aktuelle
Entwicklungen aus.
Für die Koordinierung in Österreich ist die Abteilung für Medienangelegenheiten im Bundeskanzleramt
zuständig. Die einzelnen Initiativen werden von den jeweiligen Fachressorts federführend betreut.
Folgende Maßnahmen der Europäischen Kommission zu kulturellen und audiovisuellen Dossiers sind in der
Digitalen Agenda enthalten:
Folgende Initiativen im Bereich Geistiges Eigentum sind ebenfalls von Interesse:
(ec.europa.eu/internal_market/copyright/index_de.htm)
- 24. Mai 2011: Mitteilung der Europäischen Kommission "Ein Binnenmarkt für Rechte des geistigen Eigentums"
ec.europa.eu/internal_market/copyright/docs/ipr_strategy/COM_2011_287_de.pdf
- 24. Mai 2011: Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und
des Rates über bestimmte zulässige Formen der Nutzung verwaister Werke
ec.europa.eu/internal_market/copyright/docs/orphan-works/proposal_de.pdf
- 13.7.2011: Grünbuch der Europäischen Kommission über den Online-Vertrieb von audiovisuellen Werken,
Online-Konsultation bis 18. November 2011
ec.europa.eu/internal_market/consultations/docs/2011/audiovisual/green_paper_COM2011_427_de.pdf
- Verbesserung der Verwaltung, Transparenz und europaweiten Lizenzierung für die (Online-)Rechteverwaltung
durch Vorlage eines Vorschlags für eine Rahmenrichtlinie für die kollektive Rechteverwertung bis 2011;
- Schaffung eines Rechtsrahmens zur Erleichterung der Digitalisierung und Verbreitung von Kulturwerken in
Europa durch einen Vorschlag für eine Richtlinie über verwaiste Werke bis 2010, Führung eines Dialogs mit den
Beteiligten über weitere Maßnahmen zu vergriffenen Werken, ergänzt durch Rechteinformationsdatenbanken
- Nach ausführlichem Dialog mit den Beteiligten soll bis 2012 über die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen
jenseits der kollektiven Rechtewahrnehmung, darunter auch Maßnahmen zur Förderung grenzübergreifender und europaweiter
Lizenzen, berichtet werden.
- Bericht über die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes vor dauerhaften
Verletzungen der Rechte des geistigen Eigentums im Online-Umfeld bis 2012, im Einklang mit den Garantien des
Rechtsrahmens für die Telekommunikation und den Grundrechten in Bezug auf den Datenschutz und die Privatsphäre
Links
Mitteilung "Eine Digitale Agenda für Europa":
ec.europa.eu/information_society/digital-agenda/documents/digital-agenda-communication-de.pdf
Website der Europäischen Kommission:
ec.europa.eu/information_society/digital-agenda/index_de.htm
Website des Bundeskanzleramtes:
www.bka.gv.at/site/4295/default.aspx
Geändert am 29.08.2011