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Grünbuch "Erschließung des Potenzials der Kultur- und Kreativindustrien"

Die Kultur- und Kreativbranche umfasst die Sparten darstellende Kunst, angewandte Kunst, Kulturerbe, Film, Fernsehen und Radio, Musik, Verlagswesen, Videospiele, neue Medien, Architektur, Design, Modedesign und Werbung und bietet 5,8 Millionen Menschen in der EU hochwertige Arbeitsplätze. Sie trägt 2,6 % zum BIP der EU bei, dieser Wert ist höher als bei vielen verarbeitender Industrien. Kultur- und Kreativindustrien wachsen auch rascher als die meisten anderen Wirtschaftszweige. Digitalisierung und Globalisierung eröffnen neue Marktchancen, vor allem für Kleinunternehmen. Der Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und zum sozialen Zusammenhalt der Städte und Regionen ist ebenfalls beachtlich. Kulturhauptstädte Europas wie Lille, Liverpool und Linz beweisen, dass Investitionen in diese Branchen Arbeitsplätze schaffen und den Städten zu einem neuen Image verhelfen können. Die kreativen Branchen können aufgrund zahlreicher Hindernisse ihr Potenzial jedoch oft nicht ausschöpfen.

Die Europäische Kommission hat am 27. April 2010 ein Grünbuch zur Förderung der europäischen Kultur- und Kreativindustrien veröffentlich und damit eine öffentliche Online-Konsultation lanciert, die bis zum 30. Juli 2010 lief. 350 Beiträge aus ganz Europa wurden eingereicht. Die Europäische Kommission hat im März 2011 eine Detailanalyse veröffentlicht. Mitte 2011 soll eine Mitteilung mit Vorschlägen für strategische Initiativen vorlegt werden.".

Ansprechpartnerin im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur:
Mag. Aleksandra Widhofner
Abteilung IA/4: EU-Kulturpolitik
T + 43 1 53120-7693
aleksandra.widhofner@bmukk.gv.at

Analyse und Beiträge der Konsultation:
ec.europa.eu/culture/our-policy-development/doc2577_de.htm

Geändert am 01.04.2011

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