Auf Initiative der Internationalen Astronomischen Union und der UNESCO wurde 2009 zum Jahr der Astronomie ausgerufen.
Ziel war es, den Menschen weltweit Möglichkeiten anzubieten, ihren Platz im Universum (neu) zu entdecken. Das Motto dieses Jahres war “Das Weltall: Du lebst darin – entdecke es!“. Es wurde darauf Wert gelegt, besonders junge Menschen anzusprechen, das heißt viele Aktivitäten fanden in Schulen beziehungsweise mit und für SchülerInnen statt. Andere in Volkssternwarten, an Universitäten und professionellen Forschungseinrichtungen.
Neben zahlreichen Aktivitäten, die in Österreich durchgeführt wurden und werden – siehe www.astronomy2009.org - hat die Abteilung I/6 des BMUKK gemeinsam mit der Österreichischen UNESCO-Kommission zwei „spezielle“ Veranstaltungen durchgeführt:
Unter dem Titel “she is an astronomer“ fand im Oktober im Sky Loft des ARS Electronica Centers in Linz eine Veranstaltung mit zwei jungen Astronominnen statt, die ihre faszinierende Arbeit über Sterne, Mond, Sonne, den Kosmos ganz allgemein präsentierten und mit den eingeladenen SchülerInnen diskutierten.
Die zweite spezielle Veranstaltung hatte den Titel
Bei Astronomie denkt man zunächst eher an Galileo Galilei, an Teleskope, Johannes Kepler und astrophysikalische Größen; doch man kann sich dem Kosmos nicht nur von Seiten der Wissenschaft nähern. Schon seit Menschengedenken waren Dichter und Dichterinnen fasziniert von Sonne, Mond und Sternen, von den Geheimnissen, die vom Universum ausgehen.
Ebenso wie bei der Veranstaltung im Ars Electonica Center wollten wir das Augenmerk darauf richten, dass die Beschäftigung mit Astronomie nicht in erster Linie eine männliche Angelegenheit ist; insbesondere für Schriftstellerinnen und Dichterinnen sind die Elemente des Kosmos häufig verwendete Metaphern um ihren Bezug zur Welt, zu Leben und Sterben, auszudrücken. Die Bandbreite der Gedichte, die im Dachgeschoß der Urania vorgetragen wurden, reichte von einer Dichterin aus Mesopotamien ca. 3000 Jahre v.u.Z. bis zu einer in einem Konzentrationslager getöteten Schriftstellerin aus Czernowitz.
Gedichte und Texte zum Thema wurde von Mercedes Echerer gelesen; die musikalische Begleitung kam von der Cellistin Clementine Gasser.
Geändert am 14.12.2009