Handbuch für EntscheidungsträgerInnen zur Entwicklung eines kohärenten und systemübergreifenden Induktionssystems für angehende Lehrkräfte

ExpertenInnen für LehrerInnenbildung haben zusammen mit der Europäischen Kommission ein Handbuch ausgearbeitet, welches EntscheidungsträgerInnen in den Mitgliedstaaten wichtige Anregungen für die Gestaltung der Berufseinstiegsphase von Lehrkräften bietet.

Hauptaussagen des Handbuchs:

  • Junge LehrerInnen haben in den meisten Ländern keinen Zugang zu kohärenten und systemübergreifenden Maßnahmen, die den Berufseinstieg erleichtern. In jenen Ländern, in denen Unterstützungsmechanismen existieren, sind diese relativ unsystematisch und nicht voll ins Bildungssystem eingebettet. (Kapitel 2)
  • Induktionssysteme sind für eine Reihe von bildungspolitischen Zielen von Vorteil, u.a. für die Kompetenzsteigerung von Lehrkräften und die Verbesserung der Schul- und LehrerInnenleistung. Weitere Vorteile sind die Steigerung der Attraktivität des Lehrberufes, um die bevorstehenden Pensionierungen zu meistern und die Effizienz der LehrerInnenausbildung zu verbessern. (Kapitel 3)
  • Jedes Berufseinstiegsprogramm soll Bedürfnisse von jungen LehrerInnen auf drei wesentlichen Ebenen unterstützten: auf der persönlichen, sozialen und der professionellen Ebene. Die Struktur des Induktionssystems sollte aus vier ineinandergreifenden Subsystemen bestehen: Mentoring, Experteninputs, Peerunterstützung und Selbstreflexion. (Kapitel 4)
  • Um den Erfolg der Induktionssysteme zu gewährleisten, müssen eine Reihe von Voraussetzungen gegeben sein. Diese beziehen sich auf finanzielle Unterstützung, eine klare Rollenverteilung der beteiligten AkteureInnen, Kooperation, eine Kultur, die Lernen in den Mittelpunkt stellt sowie Qualitätsmanagement. (Kapitel 5)
  • Es existiert kein allgemeingültiges Modell für ein effektives Induktionssystem. Die Induktionsprogramme, die im Handbuch vorgestellt werden, zeigen ein hohes Maß an Diversität. Die Bandbreite reicht von freiwilligen bis verpflichtende Maßnahmen, die auf lokaler oder nationaler Ebene durchgeführt werden, wobei manche in die Ausbildungsphase eingebunden werden, andere wiederum in eine Probephase integriert sind. (Kapitel 6)
  • Im letzten Kapitel des Handbuches werden Schlüsselfragen aufgezeigt und eine Checkliste für EntscheidungsträgerInnen bereitgestellt. (Kapitel 7)

Geändert am 18.06.2010

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