In Zeiten der raschen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen brauchen die Bürgerinnen und Bürgern Wissen und Fertigkeiten, die sie nur durch qualitätsvolle Bildung erwerben können. Bildung ist Voraussetzung für Innovation und wirtschaftlichen Fortschritt einerseits und für eine gerechte, verantwortungsvolle und dialogfähige Gesellschaft andererseits. Eine Herausforderung und Chance ist die Stärkung des Dreiecks Bildung – Forschung – Innovation.
Kultur trägt maßgeblich zur Entfaltung des einzelnen Individuums sowie zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Im EU-Kontext wird Kultur als einigende Kraft und Herzstück des europäischen Integrationsprozesses betrachtet. Hervorgehoben werden gemeinsame Werte, Überzeugungen sowie das gemeinsame Kulturerbe. Das Konzept der „Europäischen Identität und Bürgerschaft“ steht dennoch nicht im Widerspruch zum kulturellen Reichtum und zur Vielfalt Europas – beide Aspekte müssen gezielt gefördert werden, um das kulturelle Potenzial Europas innerhalb und außerhalb seiner Grenzen stärker zur Geltung zu bringen.
Mit dem Bildungsprogramm für Lebenslanges Lernen investiert die EU rund 7 Milliarden Euro für Mobilität und grenzüberschreitende Projekte von 2007 bis 2013. Das Unterrichtministerium legt jährlich rund 4,5 Millionen dazu, um die österreichischen Aktivitäten im Programm finanziell zu unterstützen.
2007 profitieren 9.000 Jugendliche und Erwachsene vom neuen EU-Bildungsprogramm durch Aufenthalte in anderen EU-Ländern: das bedeutet Chancen im Job und spannende Erfahrungen von Helsinki bis Zypern, von Estland bis Spanien.
Und noch besser: Österreich ist im EU-Bildungsprogramm sozusagen „Nettoempfänger“, das heißt, wir holen uns mehr Geld zurück, als wir einzahlen, weil wir gute Projekte haben.
Die Sprachen, die man bei einem Aufenthalt in einem anderen EU-Land mit mehr Spaß und Erfolg als daheim lernt, öffnen Türen für bessere Jobs. Und die Freunde behält man oft ein Leben lang.
Durch das EU-Bildungsprogramm wird Europa greifbar und begreifbar, es fördert Qualifizierung und Qualität, aber auch die Überzeugung für das gemeinsame Projekt Europa und Engagement für europäische Werte.
Einsprachigkeit kostet – jährlich verlieren kleine und mittlere Firmen Exportaufträge, weil ihre Mitarbeiter/innen zu wenig Sprachen können und kein interkulturelles Know-How haben. Verkaufserfolge hat man in der Sprache der Kunden!
Hintergrundinformation: Erfolgszahlen zur Antragsrunde und Mobilitäten 2007
Österreich blickt auf eine höchst erfolgreiche Antragsrunde (über 1000 Anträge) zurück und hat sich somit in Relation zu anderen EU-Ländern überproportional hoch am neuen EU-Bildungsprogramm beteiligt.
Österreichische Einrichtungen haben in allen zentralen (von der Kommission verwalteten) und dezentralen Aktionen (von der Nationalagentur verwaltet) Anträge gestellt.
Damit ist Österreich gemeinsam mit Italien das einzige Land in Europa, das alle Möglichkeiten des neuen Programms für lebenslanges Lernen umfassend ausschöpft.
Rund 16 Mio. Euro stehen Österreich im Jahr 2007 aus EU-Mitteln zur Verfügung.
Damit diese hohen Rückflüsse von € 16 Mio. 2007 aus Brüssel möglich werden, hat das BMUKK für 2007 und 2008 die nationale Kofinanzierung für die Programme in seinem Wirkungsbereich, nämlich COMENIUS, LEONARDO und GRUNDTVIG, auf € 4,464 Millionen jährlich erhöht. Das bedeutet eine Steigerung von rund 30% gegenüber der vorigen Programmgeneration SOKRATES II und LEONARDO II.
Mobilitäten 2007:
2007 werden insgesamt ca. 9.000 Jugendliche und Erwachsene vom neuen EU-Bildungsprogramm durch Aufenthalte in anderen EU-Ländern profitieren:
In COMENIUS und Grundtvig wurden für 2007 insg. 1900 Mobilitäten bewilligt.
In Leonardo/Berufsbildung wurden für 2007 insgesamt 1681 Mobilitäten bewilligt
In ERASMUS/Hochschulbereich wird es voraussichtlich 6403 Mobilitäten geben.
Der Europäische Qualifikationsrahmen wird ab 2008 entwickelt und bringt europaweite Anerkennung von Qualifikationen, Transparenz und Vergleichbarkeit von Ausbildung und Berufserfahrung. Damit haben EU-Bürger/innen überall in Europa Vorteile bei Bewerbungen und am Arbeitmarkt, weil sie wissen, was ihr Know-How irgendwo anders wert ist.
Hintergrundinformation zum Europäischen Qualifikationsrahmen:
Am Rat 15. 11. wird die politische Einigung zum Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) erreicht.
Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) soll die Vergleichbarkeit und Übertragbarkeit von Bildungsabschlüssen und Qualifikationen zwischen allen Mitgliedstaaten erleichtern. Der EQR deckt das gesamte Bildungs- und Qualifizierungssystem ab, von der allgemeinen über die berufliche Aus- und Weiterbildung bis hin zur Hochschulbildung und der nicht formalen bzw. informellen Bildung. Die acht Referenzstufen des EQR umfassen die gesamte Bandbreite von der Pflichtschule bis hin zu den höchsten Qualifikationen. Die meisten Mitgliedsstaaten arbeiten – auf freiwilliger Basis – daran, ihre Qualifikationssysteme an die europäischen Referenzebenen zu koppeln und einen nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) zu erstellen
Der EQF wird für die Bürger/innen spürbare Vorteile bringen, z.B. wird die Mobilität am internationalen Bildungs- und Arbeitsmarkt erleichtert werden.
Bei der Vorbereitung des Nationalen Qualifikationsrahmens befinden sich Österreich im EU-Vergleich im Spitzenfeld. Das BMUKK arbeitet eng mit den Sozialpartnern und anderen Schlüsselakteuren zusammen.
Die EU fordert und fördert Weiterbildung und Höherqualifizierung.
Mit den Sozialpartnern wird analysiert, was die Berufe von morgen sind und wo in unserem Bildungssystem neue Kompetenzen entwickelt werden sollten.
Motivation und Information: Die Weiterbildungsangebote sollen leicht zugänglich sein, die Lernenden sollen im Mittelpunkt stehen.
Hintergrundinformation: Entwicklung und Umsetzung der kohärenten Strategie für Lebenslanges Lernen:
Das BMUKK hat im Rahmen der EU-Strategie im Jahr 2007 neben dem politischen Prozess und der thematischen Konkretisierung eine breite österreichweite Informationskampagne durchgeführt. (Abschlussveranstaltung: Dez. 07). Die Schlüsselakteur/innen wurden von Anfang an eingebunden.
Im Jahr 2008 werden die nationalen Debatten und Informationsmaßnahmen zur Strategie für Lebenslanges Lernen vertieft werden.
Ziele: Lebensphasenorientierung (Bildungsprozesse in jeder Lebensphase ermöglichen); Lernende in den Mittelpunkt stellen (Neue Lehr- und Lernformen); Life Long Guidance (Beratung verbessern und ausbauen); Kompetenzorientierung (Anerkennung informelles Wissen und Kompetenzen); Förderung der Teilnahme an LLL (Bildungsmotivation, regionale Lernnetze)
Erleichterung des Zugangs zur Erwachsenenbildung für alle durch Information und Motivation: Professionalisierung der Bildungsberatung und weiterer Ausbau der Informations- und Beratungsservices.
Bereitstellung von Bildungsangeboten mit besonderer Berücksichtigung benachteiligter Personengruppen
Weiterer Ausbau der Angebote zum Erwerb von Basiskompetenzen und Schlüsselkompetenzen; Förderung und Vernetzung innovativer und transferfähiger Modellprojekte zum lebensbegleitenden Lernen sowie Förderung von e-learning
Weiterer Ausbau und innovative Weiterentwicklung der Angebote zum Nachholen von Bildungsabschlüssen (Hauptschulabschluss, Berufsreifeprüfung)
Sicherstellung der regionalen Streuung von Angeboten; Aufbau regionaler Lernzentren; Aufbau von Maßnahmen für regionale Lerngruppen; Unterstützung von Kooperationen zwischen verschiedenen Bildungs- und Kultureinrichtungen; regionale Netzwerke
Entwicklung innovativer Ansätze zur Bewertung und Anerkennung des nicht-formalen und informellen Lernens; weiterer Ausbau des Einsatzes von Portfolios; innovative Modellprojekte zur Umsetzung des ePortfolios.
Eine moderne Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass Lehrer/innen und Lehrer die vielfältigen neuen Anforderungen unserer globalisierten und von raschen technologischen Entwicklungen geprägten Welt bestmöglich erfüllen.
Die Sozialkompetenz der Lehrer/innen, ihre Fähigkeiten Eigenverantwortung zu ermutigen und mit der wachsenden kulturellen Vielfalt in den Schulen umzugehen sind grundlegende Voraussetzungen, um die Lebenschancen der Jugendlichen zu optimieren und individuelle Potenziale zu fördern.
Hintergrundinformation zur Qualität der Lehreraus- und Weiterbildung:
Die Bildungminister/innen haben am 15. 11. die Schlussfolgerungen zur Qualität der Lehreraus- und Weiterbildung angenommen.
Einig sind sich Rat und Kommission, dass Lehrer/innen einen Hochschulabschluss haben sollten, dass junge Lehrer/innen beim Berufseinstieg und während ihrer weiteren Laufbahn Unterstützung von Mentor/innen bekommen, dass in der Lehrerausbildung Schlüsselkompetenzen vermittelt werden, z.B. in sozial und kulturell heterogenen Klassen effizient zu unterrichten.
In Österreich hat das BMUKK durch die Gründung der Pädagogischen Hochschulen und die gut funktionierende Berufseinstiegsbegleitung durch das Unterrichtspraktikum bereits eine sehr gute Basis für qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildungsangebote geschaffen.
Bildungsforschung und Indikatorenentwicklung sowie Benchmarking auf EU-Ebene führen zur Vergleichbarkeit und indirekt zur Anhebung der Qualität der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung in Europa. Bildungspolitik braucht regelmäßig wissenschaftliche Analysen und internationale Vergleiche zur Umsetzung faktenbasierte Reformen.
Österreich hat vier der fünf Lissabon-Benchmarks bereits erreicht (Reduzierung der Schulabbrecher/innen, Abschluss der Sekundarstufe II, Hochschulabsolvent/innen, Teilnahme am Lebenslangen Lernen) Noch nicht erreicht ist der Benchmark Grundkompetenzen/Lesen)
Das BMUKK hat das Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE) eingerichtet. Kernaufgaben des BIFIE sind die Durchführung internationaler Untersuchungen wie PISA, die Implementierung der Bildungsstandards und die Erstellung des neu geschaffenen Bildungsberichts. Das BIFIE wird 2008 seine Arbeit aufnehmen.
kulturelle Vielfalt in Europa ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance und Bereicherung
Das Motto der EU ist „Einheit in der Vielfalt“. Unterstützt und gefördert wird sprachliche Vielfalt, gerade auch die weniger gesprochenen Sprachen und die Minderheitensprachen. Die kulturelle Vielfalt und der Reichtum des europäischen Kulturerbes ist das Herzstück der EU.
Hintergrundinformation zum EU-Jahr des interkulturellen Dialogs 2008:
Die Umsetzung des EU-Jahres des interkulturellen Dialogs 2008 liegt im Verantwortungsbereich des BMUKK. Ziel ist es, das EU-Jahr zu nutzen, um bewährte Initiativen zu stärken und zugleich neue Möglichkeiten für eine positive Auseinandersetzung mit der eigenen und mit anderen Kulturen zu schaffen.
Das BMUKK investiert daher rund 3 Mio. Euro für nachhaltige Aktivitäten und arbeitet im Nationalkomitee eng mit anderen Ministerien, den Bundesländern, der Zivilgesellschaft und Medien zusammen.
Ein Schwerpunkt der Kommunikationsstrategie ist als Sensibilisierungskampagne eine „Dialogtour“ durch alle Bundesländer in Kooperation mit dem ORF.
Heute ist der kulturelle Austausch in Europa so lebendig und dynamisch wie nie zuvor. Die EU-Kulturprogramme geben dazu wertvolle Impulse.
Ziele des EU-Programms „KULTUR (2007-2013)“ sind die Unterstützung der grenzüberschreitenden Mobilität von Kulturakteuren, die Verbreitung von kulturellen und künstlerischen Werken und die Förderung des interkulturellen Dialogs.
Die österreichischen Kreativen gewinnen durch Zusammenarbeit mit europäischen Partnern nicht nur an Professionalität, sondern auch ein europäisches Publikum. Auf diese Weise wird durch europäische Unterstützung Raum für Inspiration, Innovation und Engagement erschlossen. Durch Austausch von „best practice“, erfolgreichen Konzepten, Methoden und Strategien wird wertvolles Know-how aufgebaut. Der zusätzliche Nutzen liegt im gegenseitigen Kennenlernen, der Erfahrung kultureller Unterschiede und der Förderung des gegenseitigen Verständnisses.
Hintergrundinformation zum EU-Kulturprogramm:
Der Grundstein für die Forcierung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten wurde 1992 mit dem Vertrag von Maastricht gelegt, in dem die Kultur zur Gemeinschaftskompetenz erklärt wurde. Als Weiterentwicklung der spartenspezifischen Programme der 90er Jahre existiert seit 2000 ein kulturelles Rahmenprogramm der Gemeinschaft.
Das Programm fördert alle Genres und interdisziplinäre Projekte. Seitens der EU werden max. 50% der Projektkosten zur Verfügung gestellt. Abgesehen von der Projektförderung werden ausgewählte Kulturinstitutionen jährlich auch in Form von Betriebskostenzuschüssen unterstützt.
Im Rahmen des EU-Kulturprogramms werden beispielsweise gefördert:
Hinsichtlich der Lukrierung von EU-Fördermitteln für Kulturprojekte hat Österreich bislang überdurchschnittlich profitiert. Seit 2000 wurden über 80 österreichische Kulturprojekte mit einer Gesamtsumme von rund € 21 Millionen gefördert. Der durchschnittliche Rückfluss beträgt um die 350%.
Das neue Bürgerschaftsprogramm unterstützt eine große Bandbreite an Aktivitäten zur Förderung einer aktiven europäischen Bürgerschaft
Städtepartnerschaften schlagen Brücken
Hintergrundinformation zu den Vorteilen des EU-Programms „Europa für BürgerInnen“ (2007-2013):
Mit dem neuen Bürgerschaftsprogramm soll eine große Bandbreite an Aktivitäten zur Förderung einer aktiven europäischen Bürgerschaft unterstützt werden. Ziel ist es, europäische BürgerInnen und zivilgesellschaftliche Organisationen in den europäischen Integrationsprozess einzubeziehen. Das Programm soll ebenfalls dazu dienen, die Kluft zwischen BürgerInnen und der EU zu überbrücken.
4 Aktionsbereiche: „Aktive Bürgerinnen für Europa“ (Städtepartnerschaften, Bürgerprojekte), „Aktive Zivilgesellschaft in Europa“, „Gemeinsam für Europa“ (Veranstaltungen mit Öffentlichkeitswirkung, Studien, etc), „Aktive europäische Erinnerung“ (Gedenkstätten für Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus)
Vor allem die bereits fest etablierten Städtepartnerschaften, die ein einzigartiges und dichtes Netz bilden, sind vorbildhaft für aktive Bürgerbeteiligung.
Ziel des BMUKK, das dieses EU-Programm federführend betreut und in diesem Rahmen mit diversen Stellen auf Bundes- und Landesebene zusammenarbeitet, ist es, die breite Öffentlichkeit für das Thema „europäische Bürgerschaft“ zu sensibilisieren und österreichische Institutionen zur Beteiligung zu motivieren.
Graz als europäische Kulturhauptstadt 2003 war europaweit eine Erfolgsstory
Es ist ein großer Erfolg für Österreich, dass wir diese europäische Veranstaltung in so kurzer Zeit zum zweiten Mal ins Land geholt haben.
Der Blick der kulturinteressierten europäischen Öffentlichkeit liegt 2009 auf Linz!
Mit einem Gesamtbudget von € 60 Millionen wird eine Vielzahl an Projekten realisiert. Das Programm spannt dabei den Bogen zwischen der Linzer Vergangenheit und dem neuen Image der Stadt als Kompetenzzentrum für Kommunikations- und Medientechnologien.
Hintergrundinformation:
Österreich: Graz 2003, Linz 2009
Diese bei den europäischen BürgerInnen äußerst beliebte Aktion wurde 1985 auf Initiative der damaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen. Bis 2004 wurden die Städte durch Abstimmung der KulturministerInnen ausgewählt. Seit 2005 genießt die Veranstaltung den Status einer Gemeinschaftsaktion. Die Ernennung der Kulturhauptstädte erfolgt nun über ein Rotationsprinzip, das sich an der Reihenfolge der EU-Ratsvorsitze orientiert.
Allgemeines Ziel ist es, die Vielfalt und die Gemeinsamkeiten europäischer Kulturen hervorzustellen und einen Beitrag zu einem besseren Verständnis der Bürger Europas füreinander zu leisten.
Im Zentrum ist stets ein Kulturprogramm, das Kunst und Kultur von lokaler, regionaler und nationaler Relevanz mit der europäischen Dimension verbindet und es vermag, die vielfältigen Facetten der Stadt einem internationalen Publikum zu präsentieren. Darüber hinaus bestehen auch sozioökonomische Wirkungen (z.B. durch Investitionen in Infrastruktur).
Linz 2009: Der Bund stellt ein Drittel des Gesamtbudgets von 60 Millionen zur Verfügung.
Schwerpunktthemen: Mobilität von Kulturschaffenden
europäisches Kulturerbe, Zugang zu Kultur, Kunst- und Kulturvermittlung, Interkulturalität
Synergien zwischen Kultur und Bildung, Beschäftigung im Kultursektor
Förderung der KMU, Finanzierungsmodelle, unternehmerische Ausbildung für junge Kreative, etc.
Hintergrundinformation:
Die KulturministerInnen verabschieden am 16.11.2007 eine Entschließung über eine EU-Kulturagenda, die folgende Ziele verfolgt: Inhaltlich: Entwicklung einer neuen, schlagkräftigen Strategie zur Förderung des europäischen Kultursektors, an deren Umsetzung EU-Institutionen, Mitgliedstaaten, Zivilgesellschaft sowie die Kulturindustrie mitwirken sollen; Politisch: Dem Bereich soll eine höhere politische Sichtbarkeit und Bedeutung auf EU-Ebene verliehen werden. Ziel ist es folglich, Kultur in die Lissabon-Agenda zu integrieren.
Zu den drei Prioritäten der neuen EU-Kulturagenda gehören:
Über neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten („offene Koordinierungsmethode“) und die stärkere Einbeziehung des Kultursektors auf europäischer und nationaler Ebene sollen neue, innovative Modelle entwickelt werden, um Rahmenbedingungen für Kulturschaffende zu verbessern.
Schwerpunktthemen: Mobilität von Kulturschaffenden, europäisches Kulturerbe, Zugang zu Kultur, Kunst- und Kulturvermittlung, Interkulturalität, Synergien zwischen Kultur und Bildung, Beschäftigung im Kultursektor, Förderung der KMU, Finanzierungsmodelle, unternehmerische Ausbildung für junge Kreative, etc.
Um den österreichischen Kultursektor über die neuesten Entwicklungen im EU-Kontext zu informieren, haben das BMUKK und die IG Kultur Österreich am 8.11.2007 in Wien eine gemeinsame Veranstaltung über die EU-Kulturagenda abgehalten. Das Interesse am Thema sowie an einer möglichen zukünftigen Beteiligung an der Umsetzung der EU-Kulturagenda waren sehr groß.
Geändert am 21.11.2007