Museumspolitische Initiative 2007/2008
Arbeitskreis 3: Governance und Strukturfragen - 18.02.08
Themen
Im Zentrum des dritten Arbeitskreises steht die „unsichtbare Architektur“ von Museen, deren Organisationsformen,
ihre Leitungsstrukturen und die Frage nach den „Spielregeln“ zwischen Kulturpolitik, Verwaltung und Institution.
Die mit der Ausgliederung verbundene Selbstständigkeit öffentlich-rechtlicher Institutionen kann nur
dann erfolgreich funktionieren, wenn es klare Spielregeln zwischen dem Eigentümer, dem zuständigen Aufsichtsorgan und
der Geschäftsführung der einzelnen Häuser gibt. Sie sind die unabdingbare Voraussetzung für rasche und transparente
Entscheidungswege.
Im Einzelnen sind vor allem folgende Fragen zu behandeln:
- Wer sind die Stakeholder, d.h. wer ist von der Arbeit der Museen mittelbar oder unmittelbar wesentlich
betroffen bzw. an dieser Arbeit interessiert und sollte daher in die Gestaltung von Museumspolitik bzw. in die
Aufsichts- bzw. Steuerungsorgane einbezogen werden?
- In welcher Form (operativ, institutionell) soll Museumspolitik erarbeitet und gesteuert werden?
- Wie ist das Verhältnis zwischen dem durch das Ministerium repräsentierten öffentlichen Interesse und der
Selbständigkeit der einzelnen Institutionen rechtlich und organisatorisch künftig zu gestalten?
- Welche Leitungs-, Aufsichts- und Beratungsfunktionen soll es geben, wie ist ihre Zusammensetzung zu
gestalten und wer besetzt diese nach welchen Verfahren?
- Woran soll der Erfolg eines Museums gemessen werden?
- Bedarf es museumsübergreifender Regelwerke?
- Welche allen Bundesmuseen gemeinsamen administrativen/operativen Aufgaben und Herausforderungen gibt es
(in den Museen, im Ministerium) und wie könnten diese effizient und dynamisch gehandhabt werden?
- Wie soll die Finanzierung der Bundesmuseen künftig strukturiert werden, d.h. in welchem Verhältnis sind
Basisfinanzierung für Kernaufgaben (Forschen, Sammeln etc.) zu Sonderbudgets für Investitionen und Sponsoring sowie
anderen Aufgaben (wie etwa Sonderausstellungen) anzusetzen? Bedarf es der Entwicklung neuer, dynamisierender
Förderungsimpulse etwa in Form von thematischen Sonderausschreibungen, Preisen, Exzellenzinitiativen oder Matching
Grants?
Foto:Livio Srodic/HBF; TeilnehmerInnen des Arbeitskreises 3 - Governance
Impulsgeber für den Arbeitskreis sind:
Alex Beard,
Deputy Director Tate Britain
Melle Daamen,
Generaldirektor Stadsschouwburg Amsterdam
Prof. Dr. Peter Raue,
Hogan & Hartson Raue LLP, Vorstand der Freunde der Neuen
Nationalgalerie, Berlin.
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Geändert am 02.05.2008