Museumspolitische Initiative 2007/2008

Arbeitskreis 2: Sammlungs- und Programmpolitik - 28.01.08

Themen

Der zweite Arbeitskreis basiert auf den Themen und vorläufigen Ergebnissen der ersten Diskussionsrunde „Staatliche Museumspolitik zwischen Autonomie und Zentralismus“. Diesmal wird die bisher vorwiegend über die Medien geführte Diskussion über die Aufgaben und Profile der einzelnen Museen in Hinblick auf Sammlungen und Ausstellungen aufgegriffen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und in Bezug auf zukünftige Pläne und Wünsche der einzelnen Häuser sind folgende grundsätzliche Themen und Fragen zu bearbeiten:

1. Der Fokus der Museen hat sich von den Schausammlungen zu Wechselausstellungen verlagert.

a. Befürworten Sie diese Entwicklung?
b. Ergeben sich dadurch Konflikte zwischen Sammlung und temporären Ausstellungen? Wenn ja, welche und wie wären sie zu lösen?
c. Wo treten Konkurrenzverhältnisse zwischen den Bundesmuseen in den Bereichen Sammlung und Ausstellungen auf und wie könnten diese vermieden werden?

2. Kernauftrag der Museen ist es zu Sammeln, Konservieren, Forschen, Dokumentieren und Vermitteln. Wie und mithilfe ev. auch neuer Modelle können die Bundesmuseen diesem Auftrag in Zukunft besser gerecht werden?

a. Nationalstiftung und nationaler Ankaufsfond?
b. Zusätzliche Mittel und Anreize für Forschungsprojekte?
c. Spezielle Vermittlungsprojekte für eine „breite Öffentlichkeit“?
d. Steuerbegünstigungen von Schenkungen, Spenden, Sponsoring?
e. Wahrnehmung bestimmter Serviceaufgaben durch den Bund zur Entlastung und Unterstützung der Bundesmuseen?

3. Einige Häuser haben bereits umfangreiche Ausbauprojekte hinter sich, einige planen bzw. wünschen sich solche. Der Umfang dieser Projekte erfordert die Setzung von Schwerpunkten, einen Masterplan, durch den beide Seiten mittel- bis langfristig verpflichtet werden.

a. Wie und durch wen soll dieser erarbeitet werden?
b. Welche Schwerpunkte wären zu setzen?
c. In welchen Themen und Fachbereichen bestehen Defizite?
d. Können Neugründungen von Museen diese Defizite beseitigen?

4. Sind im Bundesmuseumsgesetz und in den Museumsordnungen die Rahmenbedingungen, Aufgaben und Profile im Bereich Sammlungs- und Programmpolitik ausreichend definiert und klar strukturiert und differenziert?

a. Wenn nein, was muss verändert / verbessert werden?
b. Wie und durch wen soll das im Detail evaluiert bzw. Entscheidungen getroffen werden?
c. Wie und durch wen soll die Umsetzung der Sammlungs- und Programmschwerpunkte in Zukunft kontrolliert und in Hinblick auf eine geänderte reale Situation evaluiert werden?

Impulsgeber für den Arbeitskreis sind

Dr. Pia Müller-Tamm,
Kommissarische Leiterin K20K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Prof. Dr. Ronald de Leeuw,
Generaldirektor Rijksmuseum, Amsterdam

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Geändert am 30.08.2010

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