Der zweite Arbeitskreis basiert auf den Themen und vorläufigen Ergebnissen der ersten Diskussionsrunde „Staatliche Museumspolitik zwischen Autonomie und Zentralismus“. Diesmal wird die bisher vorwiegend über die Medien geführte Diskussion über die Aufgaben und Profile der einzelnen Museen in Hinblick auf Sammlungen und Ausstellungen aufgegriffen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und in Bezug auf zukünftige Pläne und Wünsche der einzelnen Häuser sind folgende grundsätzliche Themen und Fragen zu bearbeiten:
a. Befürworten Sie diese Entwicklung?
b. Ergeben sich dadurch Konflikte zwischen Sammlung und
temporären Ausstellungen? Wenn ja, welche und wie wären sie zu lösen?
c. Wo treten
Konkurrenzverhältnisse zwischen den Bundesmuseen in den Bereichen Sammlung und Ausstellungen auf und wie könnten diese
vermieden werden?
a. Nationalstiftung und nationaler Ankaufsfond?
b. Zusätzliche Mittel und Anreize für
Forschungsprojekte?
c. Spezielle Vermittlungsprojekte für eine „breite Öffentlichkeit“?
d. Steuerbegünstigungen von Schenkungen, Spenden, Sponsoring?
e. Wahrnehmung bestimmter
Serviceaufgaben durch den Bund zur Entlastung und Unterstützung der Bundesmuseen?
a. Wie und durch wen soll dieser erarbeitet werden?
b. Welche Schwerpunkte wären zu setzen?
c. In welchen Themen und Fachbereichen bestehen Defizite?
d. Können Neugründungen von
Museen diese Defizite beseitigen?
a. Wenn nein, was muss verändert / verbessert werden?
b. Wie und durch wen soll das im Detail
evaluiert bzw. Entscheidungen getroffen werden?
c. Wie und durch wen soll die Umsetzung der Sammlungs-
und Programmschwerpunkte in Zukunft kontrolliert und in Hinblick auf eine geänderte reale Situation evaluiert werden?
Dr. Pia Müller-Tamm,
Kommissarische Leiterin K20K21 Kunstsammlung
Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Prof. Dr. Ronald de Leeuw,
Generaldirektor Rijksmuseum, Amsterdam
Geändert am 30.08.2010