Die Förderungspreise des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur werden jährlich für herausragende Leistungen vorwiegend an Künstlerinnen und Künstler der jüngeren und mittleren Generation vergeben. Die Preise sind mit € 8.000 dotiert. Die einzige Ausnahme bildet hier der Modepreis, der aus einem einjährigen Arbeitsstipendium in Verbindung mit einem Praktikum bei einem/er internationalen Designer/in besteht und mit insgesamt € 13.200 (Europa) bzw. € 18.000 (außerhalb Europas und Übersee) dotiert ist.
2009 werden alle Förderungspreise erstmals gemeinsam im Rahmen einer Veranstaltung von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied überreicht. „outstanding09“ findet am 25. September 2009 im Radiokulturhausin Wien statt.
Die Veranstaltung wird von Ö1 begleitet. In drei Ausgaben der Sendung "Heimspiel" porträtiert Jörg Duit die
einzelnen Preisträgerinnen und Preisträger.
Sonntag, 6., 13. und 20. September, 16:30 Uhr, Ö1.
„Ursula Mayers Schaffen zeichnet sich durch ein gelungenes Verhältnis von inhaltlicher Präsenz und formal-ästhetischer Umsetzung aus. Ihre Werke weisen gesellschaftskritische Komponenten auf, stets ist in ihrer künstlerischen Arbeit in subtiler Art und Weise der Gegenwartsbezug gegeben. Ihre künstlerische Arbeit ist durch konsequente Weiterentwicklung und starke Positionierung gekennzeichnet.“ (Jurybegründung, Auszug)
Jury
Dr. Wolfgang Fetz
Dr. Christiane Krejs
Prof. Dr. Felicitas Thun-Hohenstein
Ursula Mayer, geboren 1970 in Ried im Innkreis, lebt und arbeitet in London und Wien, 1990-1996
Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, 1995 Studium am Royal College of Art, London, 2004-2005 Studium am
Ma Fine Art, Goldsmiths College, London
www.ursulamayer.com
„Die Videos von Billy Roisz sind audiovisuelle Miniaturen, die auf singuläre Weise Minimalismus und Opulenz vereinen. Formen und intensive Farben erzeugen einen Bilderrausch jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Das Eintauchen in die audiovisuelle Welt von Billy Roisz wird mit der Stärkung des eigenen Ichs belohnt.“ (Jurybegründung, Auszug)
Jury
Mag. Michaela Grill
Martina Kudláček
Michael Pilz
Billy Roisz, geboren 1967 in Wien, lebt in Wien, seit 1993 freischaffend, 1993-1998 Mitglied der Performancegruppe Visplastica, erste Super-8-Filme und Videoexperimente, 1998 Trickfilm-Workshop bei Thomas Renoldner (ASIFA), ab 1999 Experimentelle Musikvideos (Vertrieb durch SIXPACKFILM), Filmvorführungen, Installationen und Liveauftritte bei internationalen Film-, Musik- und Medienfestivals, u .a. in UK, Canada, USA, Südafrika, Russland, Rumänien, Japan, Korea, Thailand, diverse Veröffentlichungen auf internationalen Labels
„Ruhe zu bewahren ist eine Kunst. Peter Schreiners handwerklich präzise Arbeit nimmt sich jede gestalterische Freiheit und alle Zeit der Welt. Seine Filme sind wie eine Innenschau, die langsam unsere Sinne öffnet und uns einen veränderten Blick auf die alltägliche Welt schenkt. Das Kino des Peter Schreiner vermittelt eine Erfahrung der Zeit. Es berührt durch ein waches Miterleben des Filmemachers, der die Dinge geschehen lässt und mit scheinbarer Leichtigkeit offen und sperrig zugleich in ihrer Komplexität zusammenfügt.“ (Jurybegründung, Auszug)
Jury
Mag. Michaela Grill
Martina Kudláček
Michael Pilz
Peter Schreiner, geboren 1957 in Wien, lebt in Wien, Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen, Wien
„Bernhard Kathan hat durch seine langjährige kreative Auseinandersetzung mit fachübergreifenden Disziplinen in seinen Projekten eine Radikalität und Schärfe, die jedoch Humor nicht ausschließt, entwickelt, die absolut überzeugend ist. Das Ergebnis seiner Arbeit ergibt ein visionäres, dicht gewobenes und sehr stimmiges Gesamtbild.“ (Jurybegründung, Auszug)
Jury
HS Prof. Mag. Richard Kriesche
Mag. art. Jeanette Schulz
Univ. Prof. Mag. Brigitte Vasicek
Bernhard Kathan, geboren 1953 in Fraxern, Vorarlberg. Lebt und arbeitet als Kulturhistoriker, Schriftsteller und Künstler in Innsbruck, ist Autor von zahlreichen Sprech- und Hörstücken, Artikeln, Aufsätzen und Essays. Betreiber des HIDDEN MUSEUM. Seine Projekte beschäftigen sich zumeist mit der Mechanisierung des Lebendigen. Zuletzt erschienen: „Schöne neue Kuhstallwelt. Herrschaft, Kontrolle und Rinderhaltung“, Martin Schmitz Verlag.
„Die Arbeiten von Corinne L. Rusch stellen einen erfrischenden, originellen Ansatz dar. Sie entwirft Szenarien und Settings, deren glatte Oberflächen immer wieder durch drastische oder verwunderliche Bildelemente durchbrochen werden, aufschrecken lassen und neue, versteckte Einblicke geben.“ (Jurybegründung, Auszug)
Jury
Mag. Herwig Kempinger
Dr. Brigitte Reutner
Mag. Andrea Witzmann
Corinne L. Rusch, geboren 1973 in Guatemala City, lebt und arbeitet in Wien, 1995-1996 Studium an der Schule für Gestaltung, Zürich, 1996-2001 Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien (Diplom mit Auszeichnung), seit 2001 freischaffende Künstlerin
"Gesellschaftspolitisches Engagement und Arbeit mit und an der Sprache gehen in Lydia Mischkulnigs Texten seit jeher Hand in Hand. Hier wird nichts einfach hingenommen, hier wird mit Witz und Ironie in den Grundfesten unserer Übereinkünfte gebohrt und deutlich gemacht, dass nichts sein muss, wie es ist. Dass in dieser Literatur, die sich immer wieder auf neue Formensprachen einlässt, radikal gedacht und zugleich kompromisslos gefühlt wird, macht die widerständige Poetik dieses Werks aus. " (Jurybegründung, Auszug)
Jury
Dr. Katja Gasser
Dr. Erwin Riess
Dr. Brigitte Schwens-Harrant
Lydia Mischkulnig, geboren 1963 in Klagenfurt, lebt in Wien. Studium Bühnenbild und Film an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie ab 1985 an der Filmakademie Wien. Seit 1991 ist sie literarisch tätig und verfasst Romane, Erzählungen und Hörspiele.
Hörspiele
Auszeichnungen
"Anna Kims Literatur ist fragil und kräftig zugleich. Sprache wird hier nicht als verlässliches Kommunikationsinstrument verwendet, vielmehr als Teil einer unendlichen Suchbewegung in einer sich beständig entziehenden Welt begriffen. Sowohl in ihrem Debüt "Die Bilderspur" als auch in ihrem zweiten Buch "Die gefrorene Zeit" verbindet Anna Kim feinmaschig die Themen Fremdheit, Heimatlosigkeit, Erinnerung und Ungewissheit mit poetologischen Denkwegen, die immer auch existenzielle Fragestellungen sind. " (Jurybegründung, Auszug)
Jury
Dr. Katja Gasser
Dr. Erwin Riess
Dr. Brigitte Schwens-Harrant
Anna Kim, geboren 1977 in Daejeon/Südkorea, lebt in Wien. Anna Kim kam 1978 nach Deutschland. Von 1978 bis 1983 lebte sie in Braunschweig und Gießen, ab 1983 in Wien. Von 1995 bis 2000 studierte sie an der Universität Wien Philosophie und Theaterwissenschaft. Von 2000 bis 2002 lebte sie in London und Cambridge, danach kehrte sie nach Wien zurück.
„Die Gewinnerin des Modepreises des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur überzeugte die Jury mit einem hervorragenden Portfolio von hoher Qualität. Sie zeigte bemerkenswerten Einfallsreichtum in der Zusammenarbeit mit externen Produktionspartnern, um eine komplette Accessoire-Kollektion zu entwerfen. Ebenso beeindruckte die Designerin mit ihrer starken Motivation zur unablässigen Weiterentwicklung, um eine Kollektion in höchstmöglicher Vollendung zu erarbeiten. Überdies konnte die Designerin ihre nächsten Karriereziele mit bewundernswerter Klarheit darlegen.“ (Jurybegründung, Auszug)
Jury
Imran Amed
Tony Cederteg
Samuel Drira
Markus Ebner
Vijai Maheshwari
Robin Schulié
Brigitte Winkler
Juryleitung: Andreas Oberkanins, Unit F
Ali Zedtwitz, geboren 1983 in Wien, lebt in Wien, 2001-2008 Studium in der Modeklasse der Universität für Angewandte Kunst Wien bei Raf Simons und Véronique Branquinho, 2005 Praktikum bei Wendy&Jim, Wien, 2005-2006 Junior Designer bei Jil Sander, Mailand, 2009 Gründung des Labels Diptych gemeinsam mit Valerie Lange
„Roland Freisitzers ausgezeichnetes Werk „Dies Irae“ zeichnet sich durch Originalität, Kreativität und Vorstellungskraft aus. Freisitzer besitzt die Technik, seine Ideen mit hervorragender Satztechnik gekonnt umzusetzen. Die Partitur ist formal strukturiert, glasklar und nachvollziehbar geschrieben. Die klangliche Vorstellung ist in der Partitur ersichtlich: Man schaut in die Partitur und hört das Werk.“ (Jurybegründung, Auszug)
Jury
Prof. Ingrun Fussenegger
Mag. Gerhard Kenda
Prof. Michael Radulescu
Roland Freisitzer, geboren 1973 in Wien, Komponist und Dirigent, Studium in Moskau bei Alfred Schnittke und Edison Denissow sowie in Baku bei Faradsch Karaew, 1994-1999 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des „The Moscow Orchestra“, 2002 Mitbegründer (mit Thomas Heinisch und Alexander Wagendristel) und Dirigent des „ensemble reconsil“, Aufführungen seiner Werke durch Interpreten, wie „Ensemble die Reihe“, „ensemble reconsil“, GAGEEGO!, KammerensembleN, IXION Ensemble, Ensemble Kontrapunkte, Triple Tongue, Robert Aitken und Peter Keuschnig, 2007 ORF-ZeitTon-Portrait-CD
„Philipp Gehmacher zählt zu den sowohl national als auch international anerkanntesten, beständigsten und innovativsten Choreographen. Mit seinen Arbeiten gastiert er im In- und Ausland. Philipp Gehmacher ist ein Aushängeschild des zeitgenössischen österreichischen Tanzes.“ (Jurybegründung, Auszug)
Jury (Tanzbeirat)
Florian Krenstetter
Simona Noja
Anna Thier
Philipp Gehmacher, geboren 1975 in Salzburg, lebt in Wien, 1993-1996 Studium an der London Contemporary Dance School, danach MA Dance Studies am Laban Centre London (Abschluss 1999), 2003 Rückkehr nach Wien, Präsentation seiner choreographischen Arbeiten im In -und Ausland u. a. Tanzquartier Wien, steirischer herbst Graz, Szene Salzburg, Kaaitheater Brüssel, HAU Berlin, DTW New York, initiierte die Serie walk+talk für seine Kuratierung STILL MOVING am Tanzquartier Wien 2008, DanceWEB Mentor 2009 bei Impulstanz Wien
„Manuela Mark thematisiert in ihren performativ angelegten Videoarbeiten Fragen der Größenverhältnisse, der Raumordnung, des Verhältnisses von menschlichem Körper und gebauten/gewachsenen Räumen bzw. Strukturen, aber auch von realem und medialem bzw. virtuellem Raum. Es geht der Künstlerin um das Erforschen der Möglichkeiten von Bewegungen, Einpassungen und Erweiterungen.“ (Jurybegründung, Auszug)
Jury
Carola Dertnig
Sandro Droschl
Sabine Vogel
Manuela Mark, geboren 1971 in Serfaus/Tirol, lebt und arbeitet in Wien, 1999-2001 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, 2001-2005 Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien, 2008 MAK-Schindler Artist-in-Residence-Program, Los Angeles.
Geändert am 30.11.2009