12. März 2009
Technisches Museum

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Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied anlässlich der Eröffnung der Feierlichkeiten „100 Jahre Technisches Museum“

Rede von BM Dr. Claudia Schmied am 12. März 2009 anlässlich der Eröffnung der Feierlichkeiten "100 Jahre Technisches Museum"
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(Es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrte Frau Direktor Zuna-Kratky!
Sehr geehrte Damen und Herren!

Gerade die letzten 100 Jahre seit der Gründung des Technischen Museums haben gezeigt, wie die Technik imstande war und ist, unsere Lebenswelt grundlegend zu verändern.

Der britische Physiker Stephen W. Hawking bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Die Science Fiction von heute ist das Science Fact von morgen.“

Und wir haben in den letzten Jahrzehnten unglaubliche Innovationen erlebt, die in besonderem Maße die gesellschaftliche Realität verändert haben. Wenn wir heute neue Produkte, neue Produktionsverfahren, neue Arbeitsweisen einführen wollen, müssen wir die Freude am Neuen wecken, müssen wir Menschen für das vorerst Unbekannte begeistern.

Das ist auch deswegen so wichtig, weil unsere entwickelte Volkswirtschaft nur dann im internationalen Wettbewerb weiter bestehen kann, wenn sie im Bereich der Innovation an der Spitze ist.

Hier im Technischen Museum zeigt sich im Besonderen, wie die rasche – und immer schneller werdende – Entwicklung der Technik zunehmend mehr Erklärungs- und Vermittlungsbedarf erzeugt: Das Wissen über die Prozesse und Produkte darf sich nicht von jenen abkoppeln, für die es bestimmt sein sollte, nämlich von den Bürgerinnen und Bürgern.

An Hand des Beispiels „Flugzeug“ lässt sich diese Herausforderung gut zeigen: Wenn Kinder und Jugendliche staunend die ersten, einfachen Fluggeräte kennen lernen – die auch hier im Haus zu bewundern sind – spüren sie die Faszination des Entdeckens, den Reiz zu neuen Ufern aufzubrechen.

Oder wie Albert Einstein meinte: „Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.“

Das Museum selbst kann aber nicht bei solchen Phänomenen stehen bleiben, es muss auch die Bezüge zum Hier und Heute herstellen. Es gilt zu zeigen, wie sich die seinerzeitige Welt ohne Flugzeuge von der heutigen unterschieden hat, wie die modernen Verkehrsmittel die Menschen räumlich zusammenrücken haben lassen.

Die Innovation verändert daher immer auch die Qualität unseres Lebens. Innovation kann die Lebensquelle der Gesellschaft sein, wenn sie mit Verantwortungsbewusstsein und dem Augenmerk auf das Wohl der Gesellschaft betrieben wird.

Das Technische Museum gibt die passende Antwort auf die Herausforderungen heutiger Museumsarbeit: Es tritt mit seinem Publikum in einen permanenten Dialog.

Ich wünsche dem Team des Technischen Museums für diese Aufgabe der Präsentation, der Erneuerung und der Vermittlung bestes Gelingen.
Die Jubiläumsausstellung ist eröffnet!

Geändert am 13.03.2009

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