Links

Wien, 21iger Haus, im Schweizergarten, 20. September 2011

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied anlässlich der Eröffnung des 21er Haus

(Es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrte Frau Direktorin Agnes Husslein-Arco!
Lieber Herr Weidinger!
Sehr geehrte Kuratorinnen Cosima Rainer und Bettina Steinbrügge!
Geschätzte Damen und Herren!

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied anlässlich der Eröffnung des 21er Hauses
Foto: Belvedere / APA-Fotoservice / Michael Rausch Schott

Auf den Tag genau vor 49 Jahren wurde das 20er-Haus eröffnet. Das war ein wichtiger, vielleicht der entscheidende Schritt, um Österreich im Bereich der Kunst in die Zeitgenossenschaft des 20. Jahrhunderts zu führen.

Die Rathauskorrespondenz meldete damals im Jahr 1962, dass die letzte Gaslaterne in der Stadt Wien erlöscht sei.

Eine neue Zeit hat begonnen!

Werner Hofmann, der erste Direktor betonte in seiner Eröffnungsrede, dass Kunst nach Weite und Offenheit verlangt.

Adolf Krischanitz, der Architekt des nunmehrigen „21er-Hauses“ übernahm bei seiner Neu-Konzeption diese Mission, wenn er sagt: „Diese Qualität gilt es zu erhalten, denn nur in einem Milieu der Leichtigkeit und Luftigkeit kann Kunst artgerecht atmen.“

Hier und heute befinden wir uns in einem Gebäude, das uns mit Schwung in das 21. Jahrhundert führt.

Ich freue mich, dass dieses Projekt gelungen ist.

Das 21er-Haus ist eines der größten Infrastruktur-Projekte meines Hauses.

Mein Dank gilt Agnes Husslein und ihrem Team für Ihren unermüdlichen Einsatz!

Für das Belvedere geht es jetzt darum, für dieses ehrgeizige Projekt auch private Sponsoren zu finden, die mit Liebe und Verständnis für die heutige Kunst einen Beitrag leisten.

Einer der Partner des Hauses wird hier und heute bereits sein Engagement für die zeitgenössische Kunst unter Beweis stellen. Die Boston Consulting Group hat in einer Art public-private-partnership-Aktion gemeinsam mit dem Belvedere den BC21-contemporary art award ins Leben gerufen.

Dieser mit 20.000 Euro dotierte Preis für zeitgenössische Kunst ist einer der wichtigsten Kunstsponsoring-Projekte in Österreich.

Zur Preisverleihung kommen wir später. Ich darf aber schon jetzt die die nominierten Künstlerinnen und Künstler herzlich begrüßen: Anna Artaker, Florian Pumhösl und Lucie Stahl, seien Sie willkommen im neuen Haus für zeitgenössische Kunst.

Ich freue mich, jetzt nachdem sich der Staub des Umbaus verflüchtigt hat, auf das neue 21er-Haus und seine Beiträge zur Kunst. Denn, wie sagte Pablo Picasso einmal: „Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.“

Mit dieser Vorfreude auf viele wohltuende Kunstbeiträge bedanke ich mich bei allen, die dazu beigetragen haben, das 21er-Haus neu zu gestalten und erkläre es hiermit für eröffnet.

Geändert am 28.11.2011

 top