Wien, 21er Haus, 15. November 2011

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied anlässlich der Eröffnung des 21er Haus

(Es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!
Sehr geehrter Herr Bundesminister Reinhold Mitterlehner!
Sehr geehrte Frau Direktorin Agnes Husslein-Arco!
Geschätzte Damen und Herren!

So schnell werden neue Museen in der heutigen Zeit der Wirtschafts- und Budgetkrise nicht eröffnet.

Mit vereinten Kräften ist es gelungen, die für die Wiedereröffnung des 21er-Hauses notwendigen Finanzmittel in der Höhe von € 31,9 Mio. aufzubringen.

Neben Eigenleistungen des Belvedere und Mittel der Wotruba-Stiftung hat das Wirtschaftsministerium in der ersten Bauphase € 11,3 Mio., mein Ressort für beide Bauphasen insgesamt € 16,5 Mio. aufgebracht.

Damit finanziert die öffentliche Hand über 85 % des Gesamtvolumens dieses richtungsweisenden Investitionsprojekts und zeigt damit seine in Zahlen gegossene Verantwortung für Kunst und Kultur in Österreich!

Auch freue ich mich sehr, dass wir mit der Erhöhung der Basisabgeltung des Belvedere um jährlich € 2 Mio. die Kosten für den laufenden Betrieb des 21er-Hauses – gesetzlich gesichert – mitfinanzieren werden.

Mein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle der Direktorin, Agnes Husslein, ihrem Stellvertreter Alfred Weidinger und dem Team des Belvedere, die ebenfalls in vereinten Kräften den Baufortschritt zügig voran getrieben und mit gewohntem Enthusiasmus das 21er-Haus „realisiert“ haben.

Adolf Krischanitz, der Architekt des neuen „21er-Hauses“ übernahm bei seiner Neu-Konzeption eine Mission, wenn er sagt: „Die Qualität gilt es zu erhalten, denn nur in einem Milieu der Leichtigkeit und Luftigkeit kann Kunst artgerecht atmen.“

Hier und heute befinden wir uns in einem Gebäude, das geeignet ist, der zeitgenössischen Kunst einen neuen Anschub zu geben und sie – ganz der Namensgebung entsprechend – mit Schwung in das 21. Jahrhundert zu führen.

Ein neues „Zuhause“ wird das 21er-Haus auch der Artothek des Bundes sein. Neben den Beständen der Wotruba-Stiftung werden ab Herbst 2012 auch die Werke der Bundessammlung vom Belvedere betreut und der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Der selbst vorgegebene Anspruch des Hauses, eine „Plattform für die österreichische Kunst von 1945 bis heute im internationalen Kontext“ zu sein, verspricht ein pulsierendes Zentrum der jungen bildenden Kunst. In guter Abstimmung mit dem MUMOK und dem MAK werden neue frische Impulse für die zeitgenössische Kunst gesetzt werden.

Die erste Ausstellung im 21er-Haus trägt den Titel „Schöne Aussichten.“

Dieser Titel reflektiert bereits die Offenheit und Durchlässigkeit des neuen Museums und die vielfältigen Blicke auf die Kunst, die das 21er-Haus bietet. Das neue Haus wird, davon bin ich überzeugt, die Künstlerinnen und Künstler sowie die Kunstkenner und Kunstliebhaber aus aller Welt von seiner Qualität überzeugen.

Pablo Picasso sagte einmal: „Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.“

Ich freue mich sehr, jetzt nachdem sich der Staub des Umbaus verflüchtigt hat, auf das neue 21er-Haus und seine Beiträge zur Kunst.

Mit dieser Vorfreude auf viele hochwertige, provokante, zum Denken anregende, wohltuende Kunstinterventionen bedanke ich mich bei allen, die dazu beigetragen haben, das 21er-Haus wieder zu eröffnen, und wünsche dem Haus viele Besucherinnen und Besucher.

Geändert am 28.11.2011

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