Moskau, National Museum of Architecture by A.V. Shusev, 20. Mai 2011
(es gilt das gesprochene Wort!)
vlnr: Architekt Heidulf Gerngross, Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Kulturministerin Dr. Claudia
Schmied, Martina Kandeler-Fritsch, Interimistische Geschäftsführerin MAK. (Copyright: Vera Undritzova)
Sehr geehrter Herr Bundespräsident Heinz Fischer!
Sehr geehrter Herr Kulturminister der
Russischen Föderation Alexander Awdejew!
Werte Kuratorinnen und Kuratoren, Organisatoren!
Geschätzte Künstlerinnen und Künstler!
Meine Damen und Herren!
Unsere Länder, Russland und Österreich sind in ihrer Hinwendung zur Kunst verbunden. Da wie dort sind die Menschen davon überzeugt und leben es, dass die Größe einer Kultur vom Schaffen der Künstlerinnen und Künstler maßgeblich beeinflusst ist. Eine stete Entwicklung ist nur durch Kreativität und Innovation gewährleistet.
Maxim Gorki sagte einmal: „Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ist ihre Seele.“
Gerade für Nationen, die für ihre lange Tradition der Kunst geschätzt werden, ist es von großer Wichtigkeit, den Weg in die Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren.
Darum passt die Aufforderung „Dawej“ so gut, weil sie klar macht, dass wir zügig voranschreiten müssen und nicht auf den Errungenschaften der Vergangenheit ausruhen dürfen.
Die Ausstellung, die wir heute eröffnen, leistet Mehrfaches.
Sie zeigt die Vielfalt der österreichischen Zeitgenössischen Kunst in Inhalt und Form. Die unterschiedlichen Disziplinen wie Bildende Kunst, Architektur, Design und Multimedia begegnen einander und verknüpfen sich.
Kunst heute ist transdisziplinär, vielseitig und offen. Die Kunst wirkt wie ein Spiegel, der uns Bilder aus der Zukunft zeigt.
Es sind die Irritationen, die Brüche, der Widerstand, die uns die neuen, die zeitgenössischen Bilder vermitteln – Bilder, die uns helfen, nach vorne zu schreiten.
Für die Selbsterkenntnis, braucht eine Gesellschaft ihre Künstlerinnen und Künstler, braucht sie die Kreativität der zeitgenössischen Kunst.
Die Ausstellung zeigt, wie vielseitig und umfassend heutiges künstlerisches Schaffen aus Österreich ist.
Und es wird durch die Vielfalt in den Biografien der Künstlerinnen und Künstler sichtbar, dass unser Land Anziehungspunkt für viele Menschen aus dem Ausland ist. Sie nehmen ihre kulturellen Wurzeln aus ihrer alten Heimat mit und vebinden sie mit den Traditionen der neuen Heimat. Diese Kreativität über alle geografischen und geistigen Grenzen hinweg, macht die Kraft der Kunst aus.
Österreich bekennt sich zur Förderung der Kunst.
Das Wichtigste, was die Kunst braucht, ist die Fläche, auf der sie sich präsentieren kann, ist der Ort, wo die Auseinandersetzung und der Dialog beginnen können.
Ich begrüße die Initiative zu dieser Ausstellung und bedanke mich bei den Organisatorinnen und Organisatoren aus Moskau und Wien.
Ich wünsche der Ausstellung „Austria Dawaj“ viele Besucherinnen und Besucher und einen guten, positiv-kritischen Diskurs.
(Copyright: Vera Undritzova)
Geändert am 22.05.2011