INFO
(Die Uraufführung des Films fand beim Festival „Crossing Europe“ in Linz im April 2009 statt. Er lief auch schon beim Internationalen Filmfestival in Innsbruck)

Rede der Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zur Premiere des Films „Crossing Cultures“ am 18. Juli 2009 in Gmunden

(es gilt das gesprochene Wort)

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin!
Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Sehr geehrte Frau Mair,
meine Damen und Herren!

Der Regisseur Steven Spielberg hat einmal gesagt: „Kino ist ein Vorwand, sein eigenes Leben ein paar Stunden lang zu verlassen.“

Kino, das wird der jetzt folgende Film von Carola Mair zeigen, kann darüber hinaus eine Chance sein, scheinbar fremdes Leben in seiner Bedeutung für das eigene Leben zu reflektieren. Bei der dann folgenden „Rückkehr“ in das eigene Leben kann es passieren, dass wir unser Leben verändert vorfinden.

Der Film „crossing cultures“ wird mehreren Ansprüchen gerecht.

Der Film wird uns nach Afrika mitnehmen und uns diesen Kontinent anhand der Cote D´Ivoire vorstellen.

Es geht Carola Mair und ihrem Team darum, Klischees über Afrika durch gefilmte Realität zu ersetzen. Wir können neue Afrikabilder, jenseits von denen der Kolonialisierung entwickeln.

Film wird so zu einem Instrument der Aufklärung im besten Sinne des Wortes.

Crossing Cultures ist darüber hinaus ein Kulturdokument.

„Crossing Cultures“ zeigt das Leben in einer für uns fremden Welt, zeigt die Einflüsse europäischer Gebräuche und die Beständigkeit der Wurzeln Afrikas.

Der Film überschreitet Grenzlinien. Wir erleben Menschen aus einem anderen Kontinent, die doch dieselben Hoffnungen und Sehnsüchte haben, wie wir auch.

Zum dritten darf dieser Film auch für sich beanspruchen, ein politisches Dokument sein, das uns mit der Situation der afrikanischen MigrantInnen in Europa konfrontiert.

Es mich, dass dieser Film, den mein Ressort mit gefördert hat, ein wichtiges Anliegen meiner Politik unterstützen wird.

Er wird über das „Bildungsmedien Zentrums des Landes Oberösterreich“ für Schulen erhältlich sein und damit die Aufgabe der politischen Bildung sowie der Kulturvermittlung wahrnehmen.

Rosa Luxemburg hat in kämpferischen Zeiten auf die Macht der Vernunft hingewiesen. Sie hat gesagt: „Das einzige Gewaltmittel, das zum Sieg führen wird, ist die politische Aufklärung im alltäglichen Kampf.“

Ich danke Carola Mair und ihrem Team, dass sie sich der Aufgabe der Aufklärung mit künstlerischen Mitteln gestellt haben.

Vielen Dank!

Geändert am 18.07.2009

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