Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied anlässlich des 1. Internationalen Tages der Demokratie und der Eröffnung der Demokratie-Ausstellung für SchülerInnen
(Montag, 15. September - Parlament, Palais Epstein)

(Es gilt das gesprochene Wort)

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Barbara!
Liebe Schülerinnen und Schüler!

Die Präsidentin des Nationalrates, Barbara Prammer, und ich haben vor dem Sommer gemeinsam die DVD „Das Vermächtnis“ im Hohen Haus präsentiert. Es freut mich ganz besonders, dass wir uns zu Schulbeginn und vor der Nationalratswahl den Themen Demokratie und Parlamentarismus widmen.

Als aktive Bürgerin will ich meinen Beitrag für die Stärkung unserer Demokratie leisten. Als Bildungsministerin ist es meine Pflicht für mehr und bessere Politische Bildung in den Schulen zu sorgen.

Drei Grundsätze stehen für mich dabei im Zentrum:

  1. Das Indoktrinationsverbot
  2. Das Gebot der Ausgewogenheit
  3. Die Schülerorientierung. Die Schülerinnen und Schüler sollen durch politische Bildung in die Lage versetzt werden, die politische Situation der Gesellschaft und ihre eigene Position zu analysieren und daraus persönliche Entscheidungen abzuleiten.

Eine starke Demokratie braucht mündige Bürgerinnen und Bürger und sie braucht besonders die jungen Menschen.

Die Jahre 2007 und 2008 haben auch für Demokratie-Erziehung und Politische Bildung einen neuen Schwung gebracht: Parlament und Bundesregierung haben mit der Demokratie-Werkstatt und der Demokratie-Initiative der Bundesregierung Angebote für die sehr große Altersgruppe der 8 bis 24-Jährigen verwirklicht – überparteilich und im Konsens.

Wichtig ist uns, dass wir die jungen Menschen direkt erreichen und ihnen das Wort geben, ihnen zuhören. Sowohl in der Demokratie-Werkstatt als auch der Demokratie-Initiative kommen Jugendliche selbst zu Wort und sie tun dies nicht nur im kleinen Kreis sondern auch öffentlich. Die Nutzung der Möglichkeiten des Internet ist hier besonders wichtig.

Das neu geschaffene Schulfach „Geschichte und Politische Bildung“ in der achten Schulstufe vermittelt Grundlagenwissen.

Die heute präsentierte Ausstellung „Demokratie hat Geschichte. Parlamentarismus in Österreich seit 1848“ ist nicht nur aufgrund des Gedenkjahres sondern auch für die Politische Bildung wichtig.

Wir müssen aufmerksam und kritisch mit unserer Geschichte umgehen. Schülerinnen und Schüler sollen Demokratie, Parlamentarismus und Partizipation auf vielfältige Art und Weise erleben.

Eine Wanderausstellung ist im Schulalltag immer etwas Besonderes: das Thema der Ausstellung ist nicht nur im Unterricht, sondern auch in den Pausen präsent.

Neben den Führungen durch die Ausstellung können die Lehrerinnen und Lehrer auch auf umfangreiche Materialien zur Unterrichtsgestaltung zurückgreifen.

Ich freue mich sehr, dass uns der Brückenschlag zwischen Parlament und Ministerium geglückt ist und bin davon überzeugt, dass diese Wanderausstellung ein großer Erfolg wird.

Geändert am 15.09.2008

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