Naturhistorisches Museum, 4. Oktober 2011
(Es gilt das gesprochene Wort!)
Sehr geehrter Herr Generaldirektor Köberl!
Sehr geehrter Herr Direktor Kritscher!
Sehr geehrter Herr Rauhut! (Festredner)
Sehr geehrter Direktor Harzhauser!
Meine Damen und Herren!
The Dinos are back.
Beeindruckend liest sich die Geschichte der „schrecklichen Echsen“, wie sie vom englischen Anatomen Sir Richard Owen genannt wurden.
Entstanden vor rund 230 Millionen Jahren, beherrschten die Dinosaurier mehr als 160 Millionen Jahre lang die Erde. Ein Asteroideneinschlag hat sie schlagartig ausgerottet.
Beeindruckend die Vielseitigkeit dieser Tiergruppe:
Zu den mehr als 1000 verschiedenen Arten der Dinosaurier zählten riesige Pflanzenfresser mit bis zu 100 Tonnen Gewicht ebenso wie fleischfressende Raubsaurier, lebendgebärende Fischsaurier oder wendige Flugechsen.
Diese Fakten begründen wohl die Basis der Faszination, die die Dinosaurier auch heute noch auf uns ausüben.
Um sie im Museum mit Leben zu füllen, braucht es zeitgemäße Präsentation auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Forschung.
Im neu gestalteten Dinosauriersaal des Naturhistorischen Museums wird diese „Dinosaurier-Faszination“ für alle Museumsbesucherinnen und –besucher – ob jung oder alt – besser denn je erlebbar:
Eine neue Vitrinenlandschaft, eine geringere Objektzahl und das Fokussieren auf bestimmte Themenkreise lockern die Ausstellung auf.
Im architektonischen Zentrum des Saales thronen auf einem Podium große Skelette von Dinosauriern.
Belebt wird das Podium durch ein lebensechtes, bewegliches Modell eines Allosaurus.
Ein lebensgroßes Modell eines Flugsauriers beherrscht den Luftraum des Saales.
Und in Texten, Schautafeln und aufwendigen Computeranimationen werden aktuelle Erkenntnisse der Dinosaurierforschung vermittelt.
Oder lassen Sie es mich salopp formulieren: Mit der Kombination aus fundierter wissenschaftlicher Forschung, modernster Vermittlungsarbeit und „ein bisschen Jurassic Park“ führt Prof. Köberl die Geschichte der Dinosaurier ins 21. Jahrhundert.
Letzte Woche hatte ich gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern bereits die Möglichkeit einen ersten Blick in den neu gestalteten Saal zu werfen.
Und ich kann Ihnen sagen: Der Sauriersaal, meine Damen und Herren, der zu den beliebtesten Attraktionen des Naturhistorischen Museums zählt, erstrahlt in neuem Glanz!
Generaldirektor Köberl und ich erlebten das „Staunen“ der Schülerinnen und Schüler beim Blick in die urzeitliche Welt.
Und es waren nicht nur die Jungen, die vom Wunder der versunkenen Zeit gefesselt wurden, sondern auch wir Älteren sind begeistert von den Ausstellungsobjekten und den Computeranimationen auf höchstem wissenschaftlichen und technischem Niveau.
Im neu gestalteten Dinosauriersaal können alle Museumsbesucherinnen und -besucher auf modernste Weise die Schönheit und die Gewalt der Natur und den Kreislauf des Lebens erleben, erlernen und bestaunen.
Ich danke und gratuliere herzlich Herrn Generaldirektor Köberl und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der geologisch-paläontologischen Abteilung und der Abteilung für Ausstellung und Bildung, zu dieser ersten, großen und richtungsweisenden Neugestaltung eines Schausaals der Direktion „Prof. Köberl“.
Es ist der Auftakt für weitere Neupräsentationen der Sammlungen des Naturhistorischen Museums. Es folgen in den nächsten Jahren die Neugestaltungen des Meteoritensaals und der Schausäle der Anthropologie und der Prähistorik, worauf wir uns schon jetzt sehr freuen.
Aber eins nach dem anderen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren der neu adaptierte Saal 10 ist eröffnet.
The Dinos are back!
Geändert am 13.10.2011