Wien, Naturhistorisches Museum, 15. Februar 2011

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zur Eröffnung der Ausstellung "Forschungssäulen"

(es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrter Herr Generaldirektor!
Meine Damen und Herren!

Nach dem Blick in das Archiv, den wir im September des Vorjahrs wagen konnten, bietet uns das Naturhistorische Museum jetzt eine weitere Einschau in das Innere des Hauses, in die Forschung!

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zur Eröffnung der Ausstellung "Forschungssäulen"
Fotocredit: Kurt Kracher

Was wir vorne – sozusagen in der Auslage des Museums – sehen, muss hinter den Kulissen vorbereitet, ermöglicht und präsentationsreif gemacht werden.

Die Grundfunktionen des Museums „Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln“ gehören zusammen.

Die 50 Forscherinnen und Forscher, die in den wissenschaftlichen Sammlungen, Labors und Werkstätten des Naturhistorischen Museums arbeiten, ermöglichen all das, was wir im Museum zu sehen bekommen.

Sie schaffen und erhalten in einem permanenten Prozess die „Erinnerungsinstitution Museum“, jenen Ort, der uns Hinweise auf unsere Kultur und auf unser Gewordensein gibt.

Wenn Aufgaben der Forschung an so genannten Forschungssäulen dargestellt werden, so möchte ich ein Wort von Plinius dem Älteren zitieren, der vor rund zweitausend Jahren sagte: „Die Hoffnung ist die Säule, welche die Welt trägt.“

Forschung zum Wohl der Menschen, wie sie hier von den Wissenschaftlern des Naturhistorischen Museums betrieben wird, ist die Hoffnung auf ein besseres Verständnis unserer Welt, auf Sicherung der Lebensbedingungen für Tier und Pflanzen, auf menschenwürdiges Leben auf unserem Planeten.

Dass diese weithin wenig bekannte Dimension der Museumsarbeit gezeigt wird, ist verdienstvoll. Als Kultur- und Bildungsministerin begrüße ich besonders die Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern bei der Gestaltung der Forschungssäulen.

Die jungen Menschen, die im Rahmen einer Projektwoche Audio- und Videobeiträge gestaltet haben, konnten dadurch nicht nur selbst eine Annäherung an das „Museum“ erleben, sondern sind auch als Vertreterinnen und Vertreter einer Generation mit ganz neuen Besuchergewohnheiten bestens in der Lage, Vermittlungsimpulse zu setzen.

Die heutige Ausstellung ist das Ergebnis einer gelebten Partnerschaft von Schule und Museum.

Ich gratuliere den Verantwortlichen des Naturhistorischen Museums, an der Spitze Ihnen, sehr geehrter Herr Köberl, zu dieser Leistungsschau.

Es ist mir eine Freude, jetzt den „Weg des Wissens“ freizugeben. Die Ausstellung ist eröffnet.

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zur Eröffnung der Ausstellung "Forschungssäulen"
Fotocredit: Kurt Kracher

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zur Eröffnung der Ausstellung "Forschungssäulen"
Fotocredit: Kurt Kracher

Geändert am 17.02.2011

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