Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zur Eröffnung des Empfangs anlässlich der Frankfurter Buchmesse im Städel Museum am 14.10.2009

(Es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrte Damen und Herren,

China ist das Gastland der heurigen Frankfurter Buchmesse. Dieses Land mit seiner Jahrtausende alten kulturellen Tradition hat unter anderem für jede Gelegenheit ein passendes Sprichwort parat.

Heute und hier lässt sich zitieren: „ Die Weisheit des Lebens besteht im Ausschalten der unwesentlichen Dinge.“

Bei einem Empfang, wie dem heutigen sind das Netzwerken, das Plaudern, der Dialog und vielleicht auch das Buffet wesentlich – eines ist sicher nicht wesentlich: Lange Reden.

Die österreichische Literatur lebt, sie setzt sich durch, sie findet ihre Leserschaft: Büchner-Preis an Josef Winkler 2008, an Walter Kappacher 2009, Clemens J. Setz auf der Shortlist für den Preis des Deutschen Buchhandels, Europäischer Literaturpreis an Paulus Hochgatterer!

Meine Damen und Herren, wir haben in diesem Jahr die Buchpreisbindung verankert. Das stellt sicher, dass auch in Zukunft kleinere österreichische Verlage ihre wertvolle Kultur-Arbeit fortsetzen können und wir haben erreicht, dass in Schulbüchern Autoren zukünftig nur im Original zitiert und ihre Texte nicht mehr willkürlich gekürzt oder abgeändert werden dürfen.

Ich verstehe meine Aufgabe als Kulturministerin als einen Kampf an der Seite von Autorinnen und Autoren, Verlagen, Buchhändlern, Übersetzern und Lektoren für ein positives, wirtschaftlich sicheres Umfeld für das Buch.

Ich danke Ihnen allen und darf der Buchbranche im weiteren Sinne hier und heute meine Wertschätzung entgegen bringen.

Genießen Sie den Abend!

Geändert am 14.10.2009

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