Wien, Österreichische Gesellschaft für Literatur, 26. Jänner 2012
(es gilt das gesprochene Wort!)
Sehr geehrte Frau Gruša!
Sehr geehrte Frau Präsidentin Gruber!
Sehr geehrter Herr
Dr. Müller-Funk!
Sehr geehrter Herr Herz-Kestranek!
Exzellenzen!
Sehr
geehrte Damen und Herren!
(Foto: HBF)
Sehr geehrte Frau Gruša, in Wertschätzung Ihres Gatten als Autor, Diplomat und Kulturvermittler zwischen Institutionen, Nationen und Interessensgruppen möchte ich hier unsere Wertschätzung für seine Arbeit zum Ausdruck bringen.
„Diplomatische Akademie und Internationaler PEN Club, beide sind in Jiří Gruša verkörpert“, das hat sein langjähriger Weggefährte Vaclav Havel einmal gesagt, als Herr Gruša die Leitung der diplomatischen Ausbildungsstätte unseres Landes übernahm.
Für unser Land ein Glücksfall.
Als „Herkunftsheroiker der europäischen Mitte“, wie er sich selbst bezeichnete, war diese Führungsaufgabe für ihn geschaffen, um als Vermittler für ein gemeinsames Europa einzutreten.
In seinem literarischen Werk setzte er sich mit viel Sensibilität für die politischen Gegebenheiten in Mitteleuropa und ihren tödlichen „Ismen“ auseinander.
„Literatur und Politik wurden durch ihn versöhnt.“
Über die Geschichte sagte Jiří Gruša, dass sie aus Geschichten besteht, die nicht gegeneinander erzählt werden sollen, sondern miteinander und in Moll.
Für sein friedenstiftendes Wirken zwischen Literatur und Politik und für seine vielfältigen Leistungen als „Brückenbauer“ wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Die heutige Ehrung mit dem Manes-Sperber-Preis gehört Jiří Gruša, dem literarischen Brückenbauer.
Die heutige Würdigung eines großen Europäers ist ein Ausdruck unserer Dankbarkeit und ich darf Ihnen, liebe Frau Grudša, den Manès-Sperber-Preis 2011 für Jiří Gruša überreichen.
Geändert am 27.01.2012