Wien, BMUKK, Audienzsaal, 25.06.2010
(es gilt das gesprochene Wort!)
Sehr geehrte Damen und Herren!
Sehr geehrter Herr Kammerschauspieler!
Meine Damen und Herren, wir können uns glücklich schätzen, dass Wolfgang Hübsch seinen Weg zum Theater gefunden hat. Nach seiner Ausbildung an der Fachhochschule für Holzverarbeitung in Hallstatt arbeitete er einige Jahre als Tischler, bevor er seine Berufung zum Schauspieler gefunden hat.
Fast hätten wir Sie an ein anderes "Handwerk" verloren und viele unvergessliche Theatererlebnisse heute vermisst.
Allen voran jene in Ihrer Durchbruchszeit 1966-1970 am Volkstheater und während Ihrer "Ära" am Burgtheater: 19 Jahre – 50 Rollen – 20 Hauptrollen von Orest über Amphytrion bis Egmont und die Schnitzler’schen Männerrollen.
Persönlich erinnere ich mich gern an Ihre Auftritte in Reichenau, wo Sie als Schauspieler und Regisseur große Erfolge gefeiert haben. Unvergessen ist Ihr "Theatermacher" von Thomas Bernhard, zu dem Sie ein besonderes Naheverhältnis zugeben:
"Irgendwie lässt mich Bernhard nicht mehr los", haben Sie gesagt.
Wir freuen uns sehr über diese Verbindung. Und auf viele weitere Theater-, Film- und Fernseherlebnisse mit Ihnen.
Alles Gute zur Auszeichnung mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Geändert am 27.07.2010