St. Pölten, Stadtmuseum, 28. April 2011
(es gilt das gesprochene Wort!)
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Matthias,
sehr geehrter Herr Direktor Magister Pulle,
sehr geehrte Künstlerinnen und Künstler,
sehr geehrte Damen und Herren!
Foto: Josef Vorlaufer
Mit „In Between“ eröffne ich heute eine Ausstellung, die auf vielfache Weise etwas besonders ist.
Die Arbeiten, die hier Sie hier sehen, wurden in den letzten drei Jahren für die Sammlung des Bundes angekauft und zu einer internationalen Wanderausstellung zusammengestellt.
Nach Tel Aviv, Split, Podgorica, Gyula in Ungarn, Nikosia, Bejing und Triesen in Lichtenstein macht sie zum ersten Mal Station in Österreich.
Seit Beginn der 2. Republik sammelt der Bund zeitgenössische österreichische Kunst, von vorwiegend jungen Künstlerinnen und Künstler.
Eine große Anzahl der Werke aus dieser Sammlung sind heute als Leihgaben in den österreichischen Landes- und Bundesmuseen zu sehen. Andere wiederum werden in den Repräsentationsräumen der Ministerien, Behörden und den österreichischen Botschaften im Ausland ausgestellt.
Der Umfang der Sammlung des Bundes beträgt ca. 40.000 Arbeiten und ist damit die umfangreichste Dokumentation österreichischen Kunstschaffens.
Und wir sammeln weiter!
Mit Leidenschaft und - wie Sie sehen - mit hoher Qualität!
Mit dem Ankauf und der Präsenz von Kunstwerken in der Öffentlichkeit zeigt die Republik Österreich vor allem seine Wertschätzung gegenüber dem zeitgenössischen Kunstschaffen.
Österreich ist eine Kulturnation, mit einem großen reichen kulturellem Erbe und einer starken künstlerischen Tradition. Dieses muss geschützt aber auch in den Kontext aktueller Entwicklungen gestellt werden.
Meine Aufgabe heute und jetzt ist es, für die zeitgenössische Kunst einzutreten und sie zu fördern, sie in Österreich und international bekannt zu machen.
Dies geschieht unter anderem mit internationalen Kunststipendien von Peking bis Los Angeles, von London bis Rom und mit der Teilnahme an internationalen Ausstellungen, wie die Biennale in Venedig.
Mit „In Between“ ist es mir wichtig ein Österreich-Bild zu zeigen, das auf seine Wurzeln stolz ist, aber lebendig und selbstbewusst Neues hervorbringt.
Mit über 20 Positionen und einer Vielfalt unterschiedlicher Medien präsentiert sich die, von Frau Karin Zimmer, kuratierte Ausstellung in einer großen Bandbreite.
Wie Sie wissen ist mir die Vermittlung von Kunst ein großes Anliegen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen von den Ausstellungen und den gezeigten Werken profitieren, sie verstehen lernen und in Bezug zu ihrem Lebensumfeld stellen.
Damit dies gelingt und zum Nachlesen für zuhause wurde zu dieser Ausstellung ein Katalog erstellt, der die Arbeiten beschreibt und sie verortet.
Zum Abschluss will ich Ihnen ein Zitat von Peter Handke mit auf den Weg geben „Kunst ist, was der Seele weh und gut tut“.
Ich bedanke mich beim Stadtmuseum St. Pölten, das die Ausstellung mit offenen Armen angenommen hat sowie bei den anwesenden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeiten von der Kuratorin anschließend vorgestellt werden.
Die Ausstellung ist eröffnet.
Geändert am 16.05.2011