Wien, Erzbischöfliches Palais, 18.März 2010
(es gilt das gesprochene Wort!)
Sehr geehrter Herr Generalsekretär Szifkovits!
(Msgr. Mag. Dr. Ägidius J. Zsifkovics,
Generalsekretär der Österr. Bischofskonferenz)
Sehr geehrter Herr Minister Biskupic!
(Mag. Božo Biškupic, Kulturminister der Republik Kroatien)
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bandic!
(Milan Bandic, Bürgermeister der Stadt Zagreb)
Sehr geehrte Frau Direktorin Kusin!
(Vesna Kusin, Direktorin der Galerie Klovi´cevi dvori,
Zagreb)
Sehr geehrter Herr Direktor Böhler!
(Dr. Bernhard A. Böhler, Direktor des Dommuseums)
Meine Damen und Herren!
Befassen wir uns mit der Geschichte Kroatiens in der Zeit von 800 bis 1300 nach Christus, so erfahren wir von einer wechselvollen Periode.
Kroatien, die „Wiege der europäischen Kultur,“ wie es so treffend im Titel der Präsentation heißt, war Schauplatz von Kriegen und Konflikten.
„Es schont der Krieg auch nicht das zarte Kindlein in der Wiege,“ hat der große deutsche Dichter Friedrich Schiller einmal gesagt, so, als ob er über dieses Land im Süden Europas, als ob er über Kroatien im Mittelalter berichten wollte.
Es ist das Schicksal von Regionen mit geopolitisch zentraler Lage und auch von solchen, die mit landschaftlicher Schönheit und Reichtum ausgestattet sind, dass sie zum begehrten Objekt wurden und werden.
v.l.n.r.: Mag.Dr. Ägidius J. Zsifkovics, Generalsekretär der Österr. Bischofskonferenz,
Bundesministerin Dr. Claudia Schmied, Mag. Božo Biškupic, Kulturminister der Republik Kroatien
Foto:
Fotocredit: Claudia Henzler
Kroatien, das zentral liegt und ein so wunderschönes Land ist, hat das im Mittelalter und hat das auch später immer wieder erfahren müssen.
Umso mehr bewundern wir die Kraft eines Volkes, das unverdrossen in Schriften, Bildern, Skulpturen, Goldschmiedearbeiten und anderen Exponaten ein lebendiges Zeugnis von seiner hohen Kultur gegeben hat.
Wir Österreicher fühlen uns Kroatien in mehrfacher Hinsicht verbunden.
Einerseits dank einer kleinen Minderheit, die vor allem im Burgenland zu Hause ist und die viel zur kulturellen Vielfalt und zum gesellschaftlichen Leben unseres Landes beiträgt.
Dann durch eine größere Gruppe von Migrantinnen und Migranten, die im Zuge der wechselvollen Geschichte der letzten rund zwanzig Jahre zu uns gekommen ist.
Und schließlich fühlen wir uns nahe durch das, was diese Ausstellung zeigt, durch das künstlerische Schaffen, das sich allen Begrenzungen widersetzt, das den Stürmen der Geschichte die Ruhe der Kultur entgegensetzt.
Ich bedanke mich bei Dr. Vesna Kusin, der Direktorin der Galerie Klovicevi dvori aus Zagreb und ihrem Team sowie bei Dr. Bernhard Böhler, dem Direktor des Dom- und Diözesanmuseums und seinem Team für diese dankenswerte Initiative und Zusammenarbeit.
v.l.n.r.: Bundesministerin Dr. Claudia Schmied, Mag. Božo Biškupic, Kulturminister der Republik
Kroatien, Ehefrau von Kulturminister Mag. Božo Biškupic, Milan Bandic, Bürgermeister der Stadt Zagreb, Vesna Kusin,
Direktorin der Galerie Klovićevi dvori, Zagreb
Foto: Claudia Henzler
Geändert am 22.03.2010