Wien, Hofburg, Zeremoniensaal, 24. Jänner 2012

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied bei der Überreichung der Kunstpreise am 24. Jänner 2012

(es gilt das gesprochene Wort!)

Wir überreichen heute, sehr geehrter Herr Bundespräsident, meine sehr geehrten Damen und Herren, die Österreichischen Kunstpreise 2011 an sechs hervorragende Künstlerinnen und Künstler hier in der Wiener Hofburg.

Die Kunstdisziplinen und der Arbeitsstil der Preisträgerinnen und Preisträger sind ganz unterschiedlich. Eines verbindet Sie, wie das Auguste Rodin formuliert hat: „Welche Geduld, welche Zärtlichkeit verlangt die Kunst! Nichts ohne Arbeit!"

Die Arbeit der Künstler und Künstlerinnen nimmt viel mehr Zeit ein, als der oft kurze Moment der Anerkennung.

Monaten am Schreibtisch, im Atelier oder im Studio stehen meist nur kurze Perioden der öffentlichen Aufmerksamkeit gegenüber.

Umso mehr ist es mir ein Anliegen, hier die hohe Wertschätzung auszusprechen, die Ihnen für Ihr Werk gebührt und die ich persönlich empfinde.

Wir leben in ökonomisch schwierigen und unsicheren Zeiten. Gerade jetzt ist es von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft, dass wir die Werte der Kultur pflegen und weiter entwickeln.

Es sind die Künstlerinnen und Künstler, sehr verehrte Damen und Herren, die mit ihrer Arbeit wesentlich dazu beitragen, dass wir die Werte der Kultur nicht verlieren, dass wir unser Tun kritisch reflektieren und nach neuen Wegen suchen.

Meine Damen und Herren, sechs Künstlerinnen und Künstler erhalten heute die Kunstpreise 2011.

Robert Adrian erhält die Auszeichnung in der Kategorie Video- und Medienkunst

Gerd Kühr ist Preisträger für Musik

Michaela Moscouw ist Preisträgerin für Künstlerische Fotografie

Barbara Reumüller erhält die Auszeichnung für Film

Franz Schuh ist Preisträger in der Kategorie Literatur

Walter Vopava erhält den Kunstpreis für den Bereich Bildende Kunst

Franz Schuh hat einmal in eine Radiosendung gesagt: „Was immer die Leute von mir halten, sie haben vollkommen recht.“

Liebe Preisträgerinnen und Preisträger, ich halte Sie für hervorragende Künstlerinnen und Künstler – und damit habe ich – nicht nur nach Franz Schuh - Interpretation ganz sicherlich recht.

Freuen wir uns gemeinsam auf einen besonderen Abend!

Geändert am 27.01.2012

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