Salzburg, Messezentrum Salzburg, 12. Jänner 2012

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zur Eröffnung der Denkmalpflege-Messe "Monumento" im Messezentrum Salzburg am 12. Jänner 2012

(es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrter Herr Geschäftsführer!
Sehr geehrter Herr Ministerialdirigent!
Sehr geehrte Frau Landesrätin!
Sehr geehrte Frau Landeshauptfrau, liebe Gabi!
Sehr geehrte Damen und Herren!

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zur Eröffnung der Denkmalpflege-Messe "Monumento" im Messezentrum Salzburg am 12. Jänner 2012
Foto: BDA

Vor rund zwanzig Jahren hat Österreich die Welterbe-Konvention der UNESCO ratifiziert und in Kraft gesetzt.

Wir haben uns damals der großen Idee angeschlossen, dass es ein gemeinsames Welterbe gibt, das es auch gemeinsam zu schützen gilt.

Die Stadt Salzburg hat in der Folge eine besondere Rolle eingenommen:

Ihre Altstadt wurde 1996 als erstes österreichisches Welterbe in diese internationale Liste eingetragen.

2008 wurde durch eine Novelle des Salzburger Stadtrechts die Erhaltung des UNESCO-Weltkulturerbes als vorrangiges öffentliches Interesse fixiert.

Schließlich gibt es an der Universität Salzburg seit November 2011 einen UNESCO-Lehrstuhl für Kulturelles Erbe und Tourismus.

Die anerkennende und sorgsame Art und Weise mit der Kultur umzugehen, macht Salzburg zu einem idealen Ort für eine Denkmalpflege-Fachmesse, wie die „Monumento.“

Die „Monumento“ versteht sich als internationale Plattform.

Daher freue ich mich sehr, dass die Südtiroler Landesdenkmalpflege, das Bayrische Landesamt für Denkmalpflege und das Österreichische Bundesdenkmalamt gemeinsam im Ehrenbeirat, als Aussteller und durch Vortragende vertreten sind.

Weltkulturerbe bedeutet gemeinsame Vorgangsweise und die Übernahme von Verantwortung für Kulturgüter über die eigenen Grenzen hinweg.

Internationale Zusammenarbeit bedeutet aber auch, dass wir voneinander lernen und uns unterstützen können.

Ich habe in den letzten Jahren Denkmalschutz zu einem Schwerpunkt meines Ressorts gemacht.

Im Zentrum des Gesamtplans des Bundesdenkmalamts steht das Stichwort „good governance“.

Konkret geht es um Transparenz, Effizienz und Effektivität des öffentlichen Handelns, aber auch darum, auf die Bedürfnisse der Gesellschaft auf die Emotionen Rücksicht zu nehmen.

Das Motto der ersten Monumento „Emotion und Material“ weist darauf hin, dass Denkmale wichtige Bestandteile des menschlichen Lebensumfelds sind.

In Zukunft wird das „Vermitteln“ als zentraler Angelpunkt zu den traditionellen Aufgaben des Denkmalschutzes „Schützen“, „Forschen“ und „Pflegen“ hinzukommen.

Die Menschen sind es, die mit oder in den Denkmälern leben und sie mit jenem Geist erfüllen, der aus dem Material die Emotion entstehen lässt.

Gemeinsam müssen wir die Zeugen vergangener Zeiten - die Denkmäler der Natur und jener aus Menschenhand - pflegen, damit aus abstraktem Erbe unsere Kultur wird.

Für 2012 ist es gelungen, ein stabiles Kunst- und Kulturbudget zu verhandeln. Damit können wir für den Denkmalschutz in Österreich dieselben Fördermittel einsetzen wie im Vorjahr.

Die öffentliche Hand tut gut daran, die Denkmalpflege zu unterstützen.

Jede Förderung ruft ein Vielfaches an Beiträgen der Bevölkerung hervor und unterstützt damit die Arbeitsplatzsituation in den ausführenden, meist kleinen und mittleren Unternehmen, erhöht das Steueraufkommen und führt zu externen Effekten etwa im Tourismus.

Geld in die Kultur des Landes zu investieren, bedeutet auch die Lebensqualität von uns allen zu steigern.

In diesem Sinn wünsche ich der Monumento, dass ihr Anspruch, die Emotion für den Denkmalschutz und seinen Beitrag zur Lebensqualität zu wecken, in Erfüllung geht – und erkläre die Monumento 2012 für eröffnet.

Geändert am 27.01.2012

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