Wien, Akademie der Wissenschaften, 17. November 2011

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied anlässlich der Festtagung "50 Jahre OeAD"

(Es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrter Herr Minister!
Sehr geehrter Herr Präsident!
Sehr geehrter Herr Geschäftsführer!
Geschätzte Damen und Herren!

Ich freue mich, Sie zur Jubiläumsfeier „50 Jahre OeAD“ zu begrüßen.

Der Österreichische Austauschdienst leistet seit seiner Gründung wertvolle Arbeit auf dem Gebiet der internationalen Bildungs- und Wissenschaftskooperation.

Mit der Umstrukturierung des OeAD zu einer Gesellschaft des Bundes ist es uns gelungen, eine Agentur von internationalem Format zu schaffen, die mit umfassender Expertise Bildungs- und Forschungskooperationen auf den Weg bringt.

Mein Ressort blickt auf eine langjährige erfolgreiche Kooperation mit dem OeAD zurück.

Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet uns mit der Nationalagentur Lebenslanges Lernen.

Das EU-Bildungsprogramm Lebenslanges Lernen ist eines der wichtigsten Aushängeschilder der EU.

Die Mobilitäts- und Kooperationsprogramme führen uns den demokratiepolitischen Wert und die unschätzbaren Errungenschaften der EU deutlich vor Augen.

In diesem Sinne danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des OeAD ganz herzlich.

Durch die Beratung und Unterstützung österreichischer Antragsteller tragen Sie, meine Damen und Herren, maßgeblich dazu bei, dass mehr junge Menschen Erfahrungen im Ausland sammeln, grenzüberschreitend kooperieren, Fremdsprachenkenntnisse erwerben, das Zugehörigkeitsgefühl zu Europa stärken und gut vorbereitet sind für den globalen Arbeitsmarkt.

Mein Ressort stellt zur Unterstützung von österreichischen Projekten und Auslandsaufenthalten hohe nationale Mittel zur Verfügung.

Damit ermöglichen wir überdurchschnittlich vielen Menschen die Teilnahme am EU-Bildungsprogramm.

Rund 10.000 Österreicherinnen und Österreicher werden jährlich im Rahmen des Programms im EU-Raum mobil. Damit liegen wir im europäischen Spitzenfeld.

Als Auftraggeberin der Nationalagentur freut es mich ganz besonders, dass unsere Nationalagentur zu den besten in ganz Europa zählt.

Wir stehen nun vor neuen Entwicklungen: Am 23. November wird die Europäische Kommission ihren Legislativvorschlag zur Zukunft des EU-Bildungsprogramms in der Förderperiode 2014-2020 vorlegen.

Wir wissen bereits jetzt, dass einige Neuerungen geplant sind: Die Kommission schlägt vor, die bestehenden Programme Lebenslanges Lernen, Jugend in Aktion und die Drittstaatenprogramme im Hochschulbereich in einem integrierten Programm zusammenzuführen.

Erstmals wird es auch ein Unterprogramm für Sport geben.

Ich setze mich dafür ein, dass die Erfolgsgeschichte der europäischen Bildungsprogramme weitergeschrieben wird und noch mehr Österreicher/innen die Chancen auf einen geförderten Lern- oder Arbeitsaufenthalt im Ausland haben.

Es gibt eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Bildungs- und dem Wissenschaftsministerium:

Gemeinsam haben wir auch die Europäische Kommission über die österreichischen Anliegen informiert.

Bei der Vorbereitung des zukünftigen EU-Programms ist mir wichtig:

  1. Investition in Bildung steigern:
    Es ist mir wichtig sicher-zustellen, dass für das neue EU-Bildungsprogramm mehr EU-Mittel zur Verfügung gestellt werden.
  2. Zielgruppen erweitern:
    Ich wünsche mir, dass Kooperation und Mobilität zu einem selbstverständlichen Teil jeder Bildungskarriere werden.
  3. Qualität sichern
  4. Verwaltung vereinfachen: Wir müssen die Kundenfreundlichkeit verstärken, d.h. Vereinfachung der Antragsstellung und verkürzte administrative Verfahren.

Bei den Verhandlungen auf Ebene der Europäischen Union werden wir uns gegenüber anderen Politikbereichen gut positionieren und das Bildungsbudget absichern.

Das bedeutet, dass wir – die Bereiche Bildung, Jugend und Sport – optimal zusammenarbeiten und geschlossen auftreten.

Eine konstruktive Zusammenarbeit unseres Ressorts, Herr Minister ist wichtig.

Der OeAD - und insbesondere die Nationalagentur Lebenslanges Lernen - ist bei der Vorbereitung des Programms ein wichtiger Partner.

Ich erwarte mir daher auch in Zukunft die optimale Umsetzung des laufenden Programms, beste Beratung der Antragstellerinnen und Antragsteller, intensive Zusammenarbeit mit meinem Ressort bei der Vorbereitung des neuen Programms – damit Mobilität und Kooperation zu einer Selbstverständlichkeit für alle Menschen werden.

Ich danke für die ausgezeichnete Arbeit und gratuliere zum Jubiläum.

Geändert am 28.11.2011

 top