Wien, 13. Jänner 2012

Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zur Eröffnung der Probebühne der Wiener Staatsoper am 13.1.2012

(es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrter Herr Direktor Meyer, lieber Dominique!
Sehr geehrter Herr Dr. Springer!
Liebes Architektenteam!
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Staatsoper!

Es war ein lange benötigtes Investitionsprojekt, das hier sehr rasch Wirklichkeit geworden ist. Nach nur 11-Monatigen Bauzeit verfügt die Wiener Staatsoper über eine zweite Bühne mit denselben beeindruckenden Ausmaßen wie jene des Hauses am Opernring.

Dieser neue Komplex im Areal des Arsenals hat auch eine gute Symbolik. Die Kultur hat sich schwebend über die einstigen militärischen Anlagen erhoben.

Und er trägt dazu bei, in diesem Stadtteil, der sich mit dem neuen Hauptbahnhof in den nächsten Jahren rasant entwickeln wird, noch mehr als bisher einen guten Platz für die Kunst zu schaffen.

Die Probebühne der Staatsoper, die benachbarten Räume des Burgtheaters, das im vorigen Jahr eröffnete 21er Haus und das nahe Belvedere – das ergibt schon eine gute Kulturmeile.

Der Bühnenraum mit seinen 800 m2, der hier geschaffen wurde, bietet ideale Bedingungen für die Proben der Künstlerinnen und Künstler. Hier können die Aufführungen des „Hauses am Ring“ unter wirklichkeits¬nahen Bedingungen und besten akustischen Verhältnissen vorbereitet werden.

In Nebenräumen mit weiteren 1000 m2 – das sind Räume für musikalische Einzelproben, Garderoben, Aufenthaltsräumen und Büros – wird die notwendige Infrastruktur für die Arbeit in entsprechender Ruhe und Qualität bereitgestellt.

Es war von Anfang an ein großes Anliegen – oder besser: ein dringender Wunsch - von Direktor Meyer, die Probenbedingungen an der Staatsoper zu verbessern, um den charakteristischen Repertoirebetrieb auf höchstem Niveau fortführen zu können.

Den Rahmen dafür haben wir gemeinsam geschaffen: mit einem neuen Kollektivvertrag für das Orchester der Wiener Staatsoper, adaptierten Verträgen für Gast-Solistinnen und -Solisten und vielem anderen mehr.

Und jetzt steht auch das Gebäude, das seine erste „Premiere“ am nächsten Freitag mit den Proben zu „Andrea Chenier“ erleben wird.

„Das Arsenal ist ab sofort – ich denke jetzt an Marie von Ebner-Eschenbach – die kleine Welt, in der die große Staatsoper ihre Probe hält.“

Ich freue mich sehr über die zeit- und budgetgerechte Fertigstellung des Gebäudes, wünsche „toi toi toi“ für die hier vorbereiteten Aufführungen und erkläre die neue Probebühne unserer Staatsoper für eröffnet.

(Originalzitat: „Österreich ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.“)

Geändert am 27.01.2012

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