Rede von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied anlässlich der Ausstellungseröffnung "Zeitgenössisches Schmuckdesign aus Kroatien" gemeinsam mit dem Kroatischen Kulturminister Božo Biškupić am 16. Oktober 2008, 19.00 Uhr (Kaiserliche Hofburg, Innsbruck)

(Es gilt das gesprochene Wort!)

Sehr geehrter Herr Minister Biškupić,
sehr geehrter Herr Botschafter Jašić,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

es ist mir eine große Freude, dass ich heute zusammen mit Herrn Kulturminister Biškupić die Ausstellung zeitgenössischer Schmuckkunst in Kroatien eröffnen kann.

Das letzte Mal, als ich Herrn Kulturminister Biškupić in Österreich am 13. Juni getroffen habe, hat Kroatien 2 : 1 gegen einen österreichischen Nachbarstaat im Fußball gewonnen.

Das war ein glücklicher Tag für Kroatien. Heute sind wir glücklich, dass diese Ausstellung in Österreich und im speziellen hier in Innsbruck gezeigt wird.

Im engeren Sinn bezeichnet der Begriff Schmuck einen subjektiv als schön empfundenen Gegenstand, im engsten Sinn die Gebräuche und Gegenstände, die an Körper und Kleidung der Menschen angebracht werden und der Zierde dienen.

Dass Kroatien eine lange Schmucktradition hat, ist und war wohl nicht jedem von uns bewusst.

Tatsächlich hat sich die Schmucktradition in Kroatien seit frühester Zeit stetig entwickelt, vom volkstümlichen Schmuck zum heutigen modernen und nicht industriell angefertigten Designerschmuck.

Dies, meine Damen und Herren, können wir bei den hier und heute gezeigten Unikaten feststellen und bewundern.

Insgesamt werden Ausstellungsstücke von 15 kroatischen Künstlern und Künstlerinnen gezeigt.

Dass Schmuck nicht automatisch mit Gold und Juwelen in Verbindung gebracht werden kann, zeigen auch die hier ausgestellten Exponate. Diese stellen einerseits die Ausdruckskraft und Kreativität jedes einzelnen Künstlers und jeder einzelnen Künstlerin dar und können aber auch gleichzeitig viel über die zukünftigen Träger und Trägerinnen, welche sie zieren, aussagen.

Schmuck und Schmuckdesign gibt es wohl in industrieller Massenproduktion, sollte jedoch hauptsächlich die Individualität seiner Träger und Trägerinnen vermitteln.

Mit dieser Ausstellung wird uns das heutige moderne Kroatien wieder um ein Stück näher gebracht und gerade im Jahr des interkulturellen Dialoges erachte ich es für wichtig, dass eine der Nischen der bildenden Kunst in Form von Schmuckdesign gezeigt wird.

Auch ist unser heutiges Treffen ein weiterer Beweis für die bereits lang anhaltende gute kulturelle Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Staaten. Deshalb unterstützt Österreich auch die Bestrebungen Kroatiens der Europäischen Union beizutreten in den verschiedensten Formen und pflegt auch, so kann ich wohl sagen, die gut nachbarliche Zusammenarbeit.

Ich danke den Künstlern und Künstlerinnen, danke der Kuratorin, der Burghauptmannschaft, dem Land Tirol der kroatischen Botschaft in Wien, ihnen Herr Minister und all jenen, die am Zustandekommen dieser Ausstellung beteiligt waren und wünsche allen noch einen interessanten Abend mit dieser Ausstellung.

Rede von Frau BM Dr. Schmied anlässlich der Ausstellungseröffnung "Zeitgenössisches Schmuckdesign aus Kroatien" ...
v.l.n.r.: Der Kroatische Botschafter S.E. Prof.Dr. Zoran Jašić mit Gattin, Kulturminister Božo Biškupić und Bundesministerin Dr. Claudia Schmied

Geändert am 20.10.2008

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