Kulturministerin Claudia Schmied nimmt an der 63. Berlinale in Berlin teil

Arbeitstreffen mit Staatsminister Bernd Neumann

Anlässlich der 63. Berlinale reist Kulturministerin Claudia Schmied nach Berlin. Neben dem Arbeitstreffen mit Staatsminister Bernd Neumann, wird Kulturministerin Claudia Schmied die drei Premieren der österreichischen Regisseure Ulrich Seidl, Anja Salomonowitz und Gustav Deutsch besuchen, die Ausstellung „Malerei“ von Hans Kunitzberger im Österreichischen Kulturforum in Berlin eröffnen und an der Präsentation von Ulrich Seidls Buch „Trilogie“ im Rahmen der Ausstellung „Paradies: Liebe. Glaube. Hoffnung“ in der Galerie C/O Berlin teilnehmen.

„2012 war und 2013 wird ein starkes Jahr des österreichischen Films. Die herausragenden Leistungen und zahlreichen internationalen Preise haben dazu geführt, dass der österreichische Film auch in Österreich größere und vor allem breitere Aufmerksamkeit erfährt. Wenn wir uns vor Augen führen, wie jung Österreichs Filmförderung ist, dann können wir überzeugt sagen, dass sich jeder bisher in das Filmschaffen investierte Euro lohnt. In den letzten Jahren ist es uns gelungen die Förderung für den österreichischen Film stetig anzuheben. 2013 wird das Österreichische Filminstitut durch die zuletzt erreichte Erhöhung um 3,4 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro nachhaltig abgesichert. Ich freue mich auch heuer wieder bei der Berlinale dabei zu sein und die Premieren von Ulrich Seidl, Anja Salomonowitz und Gustav Deutsch zu besuchen. Die Berlinale ist ein spezieller Ort des Austausches und der Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen in inhaltlich und formal gewagten Projekten“, so Kulturministerin Dr. Claudia Schmied.

Im Zentrum des Zusammentreffens mit Staatsminister Bernd Neumann am Freitagnachmittag stehen die Filmförderung und europäische Kulturthemen. Um 17 Uhr eröffnet Kulturministerin Schmied die Ausstellung „Malerei“ von Hanns Kunitzberger im Österreichischen Kulturforum in Berlin, bevor sie die Premiere von „Die 727 Tage ohne Karamo“ von Anja Salomonowitz im Delphi Palast und die Premiere von „Paradies: Hoffnung“ von Ulrich Seidl im Berlinale Palast besucht.

Am Samstag bittet die Ministerin gemeinsam mit dem österreichischen Botschafter Dr. Ralph Scheide zum bereits traditionellen Empfang zu Ehren der österreichischen Filmschaffenden in die österreichische Botschaft. Am Abend nimmt Kulturministerin Claudia Schmied an der Premiere von „Shirley – Visions of Reality“ von Gustav Deutsch teil.

Auf der Berlinale sind drei Filme vertreten, die vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur direkt bzw. über das Österreichische Filminstitut gefördert wurden:

'PARADIES: HOFFNUNG' von Ulrich Seidl, läuft im internationalen Wettbewerb.
'SHIRLEY – VISIONS OF REALITY' von Gustav Deutsch, läuft im Forum (hier werden Filme aus den Bereichen Avantgarde, Experiment sowie unbekannte Kinematografien gezeigt).
'DIE 727 TAGE OHNE KARAMO' von Anja Salomonowitz, läuft ebenfalls im Forum.

2012 finanzierte das BMUKK im Rahmen der Förderung INNOVATIVE FILM die Herstellung von 71 Filmen, davon 27 Langfilme und 44 kürzere Arbeiten. Über das Österreichische Filminstitut wurden im letzten Jahr 32 Filme gefördert, einer davon im Rahmen des trilateralen Filmabkommens mit Deutschland und der Schweiz. Dieses Filmabkommen wurde 2011 während der Berlinale von allen drei Ländern unterzeichnet und hat bisher bereits fünf Produktionen unterstützt.

Neben der Filmproduktion ist die Filmvermittlung ein wichtiger Bestandteil des kulturpolitischen Konzepts, so auch die 2012 erfolgte bundesweite Digitalisierungsförderung für Programm- und Regionalkinos, insgesamt wurden bisher 25 Säle in 13 Programmkinos, sowie 54 Säle in 38 Regionalkinos auf digitale Projektion umgestellt. Mit dem 2011 initiierten Projekt „Neue Filmformate“ berücksichtigt das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur die neuen Tendenzen im Filmbereich und bietet eine Förderungsmöglichkeit für „Neue Filmformate“, die bisher nur im wirtschaftlichen Kontext möglich war Das Projekt „Neue Filmformate“ umfasst künstlerisch-innovative Ausdrucksformen im audiovisuellen Bereich, die auch neue Verbreitungswege und Plattformen suchen.

Wien, 05.02.2013

Geändert am 05.02.2013

 top