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Bildungsministerin Claudia Schmied verleiht den „Österreichischen Staatspreis für Erwachsenenbildung 2009“

Herausragende Leistungen, Konzepte und Modelle aus dem Bereich der Erwachsenenbildung prämiert

„Eine besondere Qualität der Erwachsenenbildung ist es, gerade aus ihrer Inhomogenität und Vielfalt produktives Potential zu schöpfen,“ sagt Bildungsministerin Claudia Schmied bei der Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Erwachsenenbildung 2009 und betont weiter: „Die Entwicklung innovativer Bildungsmodelle, die die unterschiedlichen Bedürfnisse und Zugangsbedingungen der Lernenden und die Herausforderungen einer interkulturellen Gesellschaft berücksichtigen, ermöglichen erfolgreiche individuelle Lernwege und das Aufbauen auf vorhandenen Kompetenzen.“

Das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation zeigt, dass Erwachsenenbildung auch Rahmenbedingungen für kreativitätsfördernde Bildungsprozesse ermöglicht und Ideenreichtum fördert. 155 Einreichungen zum Österreichischen Staatspreis für Erwachsenenbildung 2009 sind Beweis für das innovative und kreative Potential dieses Bildungsbereichs.

Prämierung am 17. November in der Aula der Wissenschaften

Der Österreichische Staatspreis für Erwachsenenbildung 2009 ist vergeben: Im Rahmen einer feierlichen Verleihung in der Aula der Wissenschaften am 17. November 2009 gab Unterrichtsministerin Claudia Schmied die diesjährigen PreisträgerInnen und Siegerprojekte bekannt. Zuvor hatte die hochkarätige Jury – Expertinnen und Experten aus dem Bildungsbereich – unter dem Vorsitz von Lynne Chisholm die schwierige Aufgabe, aus 155 Einreichungen die Nominierungen und schließlich die StaatspreisträgerInnen 2009 zu bestimmen. Zur Unterstützung der finalen Entscheidung wurde – mit Ausnahme der Kategorie „Wissenschaft“ – im September ein Online-Voting durchgeführt, mit dessen Hilfe die Öffentlichkeit ihre Favoritinnen und Favoriten festlegte.

Die PreisträgerInnen 2009: Kategorie „ErwachsenenbildnerIn 2009“ – Antje Doberer-Bey, Kategorie „Innovation 2009“ – BFI-Linz in Kooperation mit Linz09 und AMS Linz, Kategorie „Themenschwerpunkt 2009: Kreativität“ – Internationales Zentrum für Kulturen und Sprachen, Kategorie „Wissenschaft 2009“ – Dr. Arthur Schneeberger

In der Kategorie „ErwachsenenbildnerIn 2009“ erhielt Antje Doberer-Bey die begehrte Auszeichnung: Sie war in Österreich eine der Ersten, die sich bereits Anfang der 1990er Jahre mit der Alphabetisierung Erwachsener auseinandergesetzt hat und sich bis heute maßgeblich in wichtigen Initiativen zur Basisbildung engagiert.

Staatspreisträger der Kategorie „Innovation 2009“ ist das BFI-Linz in Kooperation mit Linz09 und AMS Linz mit dem Projekt „KULTURLOTSINNEN“, in dem zwölf Frauen aus neun verschiedenen Nationen zu qualifizierten Kulturvermittlerinnen ausgebildet wurden und ihre Kompetenzen in Rahmen von Linz09 bei persönlich erarbeiteten Rundgängen erfolgreich unter Beweis stellen konnten.

Das Internationale Zentrum für Kulturen und Sprachen siegte mit dem Projekt „Interkultur-Tandem® für Polizei und MigrantInnen“ in der Kategorie „Themenschwerpunkt 2009: Kreativität“ und erhielt zusätzlich einen Geldpreis in der Höhe von € 5.000,--. In dem eigens konzipierten Lehrgang lernen PolizistInnen einen sensiblen Umgang mit der multikulturellen Situation in unserer Gesellschaft in direktem Kontakt mit MigrantInnen. Der Lehrgang ist eine ideale Probebühne für eine kreative, offene und friedliche Gesellschaftsentwicklung und ein vorurteilsfreies Zusammenleben.

In der Kategorie „Wissenschaft“ wird jährlich alternierend entweder eine herausragende wissenschaftliche Arbeit oder ein wissenschaftliches Gesamtwerk einer Person, die sich kontinuierlich mit Themen der Erwachsenenbildung beschäftigt, ausgezeichnet.

Staatspreisträger in der Kategorie „Wissenschaft 2009 – Gesamtwerk“ ist Dr. Arthur Schneeberger, einer der konstantesten wissenschaftlichen Beobachter und Begleiter der österreichischen Erwachsenenbildung der letzten 15 Jahre. Er ist seit 1986 im Team des Österreichischen Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) verankert und hat sich auf dem Gebiet der empirischen Forschung und der wissenschaftlichen Analyse sowie als Berater und Experte einen Namen gemacht. Es gibt kaum ein nationales oder internationales bildungspolitisches Thema, mit dem er sich nicht in bekannt kompetenter Weise auseinandersetzt oder in dessen Forschungs- und Diskussionsprozess er in vielfältigster Weise eingebunden ist. Nicht zuletzt seine Fähigkeit zur fruchtbaren Zusammenarbeit mit anderen WissenschaftlerInnen und somit sein wissenschaftlicher Gesamtbeitrag sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung geworden.

Fotos von der Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Erwachsenenbildung 2009 sind unter www.erwachsenenbildung.at/staatspreis abrufbar.

Wien, 18.11.2009

Geändert am 20.11.2009

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