Bildungsstandards stellen ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung im Bildungsbereich dar. Sie legen jene Kompetenzen fest, die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende einer bestimmten Schulstufe vorweisen sollen. Dabei handelt es sich um Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen, die für die weitere schulische und berufliche Bildung von zentraler Bedeutung sind.
Durch die Einführung von Standards ist eine Maßnahme getroffen worden, um durch regelmäßige Überprüfungen umfassende und objektiv festgestellte Ergebnisse über die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu erhalten. Diese Ergebnisse erlauben Aussagen über die Leistung des Unterrichts bzw. des Schulsystems und bilden eine Grundlage für Steuerungsmaßnahmen im Bildungswesen. Die Standards leiten weiters die Orientierung der Lehrkräfte in Richtung eines output-/ergebnisorientierten Unterrichts. Sie unterstützen den Aufbau einer Selbstevaluierungskultur und sollen durch einen Qualitätszirkel (Messung – Rückmeldung – Aufarbeitung der Ergebnisse – Umsetzen von Maßnahmen – neuerliche Messung) der Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität in den einzelnen Schulen dienen.
Die Bildungsstandards wurden unter Mitwirkung von Lehrerinnen und Lehrern und Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern entwickelt und seit 2001 an rund 320 Schulen in den Fächern Deutsch und Mathematik in der 4. Schulstufe bzw. Deutsch, Mathematik und Englisch in der 8. Schulstufe erprobt. Die Bildungsstandards in den naturwissenschaftlichen Fächern (Physik, Chemie und Biologie) befinden sich derzeit im Entwicklungsstadium.
Geändert am 23.09.2009