Bildungswege nach der Matura

Voraussetzung für die Aufnahme in die in diesem Abschnitt angeführten Bildungswege ist jeweils eine Reifeprüfung, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung. Für einige Kollegs und Fachhochschulen gibt es spezielle Formen bzw. Aufnahmemöglichkeiten für Absolvent/innen facheinschlägiger vierjähriger Fachschulen bzw. abgeschlossener beruflicher Vorbildung.

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Kollegs

Kollegs bieten eine zweijährige (für Berufstätige zwei- bis dreijährige) gehobene Berufsausbildung entsprechend den berufsbildenden höheren Schulen bzw. Bildungsanstalten.

Ausbildungen in: Bautechnik, Chemie, Chemieingenieurwesen, Design, Elektronik, Elektrotechnik, EDV und Organisation, Informatik, Informationstechnologie, Innenraumgestaltung und Holztechnik, Kindergartenpädagogik, Kommunikation und Mediendesign, Kultur- und Kongressmanagement, Kunst und Design, Maschineningenieurwesen, Medientechnik und Medienmanagement, Mode, Optometrie, Sozialpädagogik, Tourismus und Freizeitwirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik – Digital Business; Kollegs an Handelsakademien jeweils mit Ausbildungsschwerpunkt/ Fachrichtung.

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Pädagogische Hochschulen (PH)

Die Mindeststudiendauer für ein Bachelorstudium an einer öffentlichen und privaten Pädagogischen Hochschule (zusätzliche Studiengänge privater Rechtsträger existieren auch noch) beträgt mindestens 3 Jahre, mit der erfolgreichen Beendigung des Studiums wird die Lehrbefähigung für das entsprechende Lehramt erworben.

Studiengänge werden bedarfsabhängig geführt.

Zulassungsvoraussetzungen (für sämtliche Studiengänge):
Voraussetzung zur Zulassung zu einem ordentlichen Bachelorstudium für ein Lehramt ist die allgemeine Universitätsreife (Reifeprüfung, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung) sowie die Eignung zum Studium. Für einige Studiengänge (siehe Ausbildung 2 und Ausbildung 3) sind weitere Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen.

  • Ausbildung 1:
    An öffentlichen und privaten Pädagogischen Hochschulen erfolgt die Ausbildung für folgende Lehrämter (für Volksschulen, Hauptschulen, Sonderschulen sowie Polytechnische Schulen).
    Zulassungsvoraussetzungen beachten!
  • Ausbildung 2:
    An einigen Pädagogischen Hochschulen (Ausbildung wird komplett bzw. nur teilweise angeboten) erfolgt die Ausbildung für das Lehramt für Berufsschulen, für das Lehramt für den technisch-gewerblichen Fachbereich an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), für das Lehramt für den Fachbereich Mode und Design an BMHS, für das Lehramt für den Fachbereich Ernährung an BMHS sowie für das Lehramt für den Fachbereich Information und Kommunikation an BMHS.
  • Ausbildung 3:
    An der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik erfolgt die Ausbildung für land- und forstwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen sowie für den Bereich Agrar und Umwelt an höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen (Studiengang Agrar- und Umweltpädagogik). Weiters gibt es den Studiengang Umweltpädagogik für fachpraktische Unterrichtsgegenstände des Fachbereiches Umwelt an berufsbildenden mittleren u. höheren Schulen.
    Weitere Zulassungsvoraussetzungen: Aufgenommen werden Absolvent/innen der höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen bzw. Personen mit gleichwertiger Qualifikation sowie Absolvent/innen von universitären Fachstudien (wie z.B. der Universität für Bodenkultur).
  • Ausbildung 4:
    An privaten Pädagogischen Hochschulen und einigen Institutionen privater Rechtsträger erfolgt die Ausbildung für Lehrer/innen für Religion (kath., evang., altkath., orth., orientalisch-orth., islam., jüd.) an Pflichtschulen; Zulassungsvoraussetzungen. Besonderheit: Es wird ein Vertrag zwischen dem/der Studierenden und der Privaten Pädagogischen Hochschule abgeschlossen (keine Ausstellung eines Bescheids).

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Fachhochschulen

Fachhochschulen bieten eine wissenschaftlich fundierte Berufsausbildung mit stark berufsbezogener Ausrichtung (mindestens ein Praxissemester ist Teil des Studiums).

Derzeit werden folgende Arten von Studiengängen angeboten:

  • Diplomstudien: dauern meist acht Semester (vier Jahre) und schließen mit dem akademischen Grad „Magister/Magistra“ oder „Diplomingenieur/in“ ab. Diplomstudien werden nach und nach durch Bachelor- und darauf aufbauende Masterstudien ersetzt.
  • Bachelorstudien: dauern meist sechs Semester (drei Jahre) und schließen mit dem akademischen Grad „Bachelor“ ab. In einigen Fächern, vor allem im Bereich der Sozialarbeit und des Gesundheitswesens, erwirbt man mit dem Abschluss auch die Berechtigung zur Ausübung des entsprechenden Berufes (z.B. Sozialarbeiter/in, Physiotherapeut/in).
  • Masterstudien: bauen auf Bachelorstudien auf und dienen vor allem der wissenschaftlichen Ergänzung dieser, dauern in der Regel vier Semester (zwei Jahre) und schließen mit dem akademischen Grad „Master“ ab.

Derzeit werden in Österreich Fachhochschul-Studiengänge in den Sektoren Gestaltung – Kunst, Ingenieur-, Sozial-, Wirtschafts-, Militär/Sicherheits-, Natur- und Gesundheitswissenschaften geführt. Der Zugang zu einem FH-Studium ist auch für Personen mit studienrelevanter beruflicher Qualifikation aber ohne Reifeprüfung (meist mit Zusatzprüfungen) möglich.

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Universitäten

Es gibt geistes- und kulturwissenschaftliche, ingenieurwissenschaftliche und künstlerische Studien, Lehramtsstudien für das Lehramt an höheren Schulen (je zwei Unterrichtsfächer), medizinische, naturwissenschaftliche, rechtswissenschaftliche, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche sowie theologische Studien.

  • Diplomstudien:
    dienen in erster Linie einer vertieften wissenschaftlichen oder künstlerischen Berufsausbildung und dauern meist acht bis zwölf Semester (ein Semester umfasst 30 ECTS), bestehend aus zwei oder drei Studienabschnitten, die jeweils mit einer Diplomprüfung abschließen. Der Abschluss berechtigt zum Erwerb eines Diplomgrades, z.B. „Magister/Magistra“, „Diplomingenieur/in“ (Ausnahme: Medizin-Studien schließen mit dem Doktorat ab).
  • Bachelor- und Masterstudien:
    Der Bologna-Erklärung entsprechend, haben die Universitäten die meisten Studien bereits als Bachelorstudien (drei bis vier Jahre, mit 180 bis 240 ECTS) und darauf aufbauende Masterstudien (ein bis zwei Jahre, mit 60 bis 120 ECTS) eingerichtet. Das Bachelorstudium dient einer wissenschaftlichen bzw. künstlerischen Berufsausbildung und Qualifizierung im entsprechenden Fachgebiet und führt zum akademischen Grad „Bachelor“. Masterstudien schließen, je nach Fachbereich, mit „Master“ oder „Diplomingenieur/in“ ab.
  • Doktoratsstudien und PhD-Studien (Doctor of Philosophy): bauen auf Diplom- bzw. Masterstudien an Universitäten oder Fachhochschulen auf und dienen hauptsächlich der Weiterentwicklung der Befähigung zu selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit. Der Abschluss (nach drei bzw. vier Jahren) berechtigt zum Erwerb des einschlägigen Doktorgrades oder PhD.

Geändert am 19.11.2013

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