Bildungswege nach der Matura
Voraussetzung für die Aufnahme in die in diesem Abschnitt angeführten Bildungswege ist jeweils eine Reifeprüfung,
Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung. Für einige Kollegs und Fachhochschulen gibt es spezielle Formen
bzw. Aufnahmemöglichkeiten für Absolventen/innen facheinschlägiger vierjähriger Fachschulen.
Allgemeine Hilfestellungen zur Studienwahl findet man im Internet unter der Adresse
http://key2success.schulpsychologie.at
Kollegs
Zweijährige (für Berufstätige zwei- bis dreijährige) gehobene Berufsausbildung entsprechend den berufsbildenden
höheren Schulen bzw. Bildungsanstalten.
Ausbildungen in: Bautechnik, Chemie, Chemieingenieurwesen, Design, Elektronik, Elektrotechnik, EDV und
Organisation, Informatik, Informationstechnologie, Innenraumgestaltung und Holztechnik, Kindergartenpädagogik,
Kommunikation und Mediendesign, Kultur- und Kongressmanagement, Kunst und Design, Maschineningenieurwesen,
Medientechnik und Medienmanagement, Mode, Optometrie, Sozialpädagogik, Tourismus und Freizeitwirtschaft,
Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik - Digital Business; Kollegs an Handelsakademien jeweils mit
Ausbildungsschwerpunkt/Fachrichtung.
Pädagogische Hochschulen (PH)
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Ausbildung 1
An den öffentlichen und privaten PH erfolgt die Ausbildung für
das Lehramt an Volksschulen und für die Vorschulstufe, für das Lehramt an Haupt- und Sonderschulen sowie an
Polytechnischen Schulen. Eintrittsvoraussetzung ist die erfolgreiche Ablegung der Reifeprüfung, Berufsreifeprüfung oder
Studienberechtigungsprüfung. (Für die Zulassung zum Studium werden spezielle Eignungsvoraussetzungen verlangt.)
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Ausbildung 2
An einigen öffentlichen PH erfolgt die Ausbildung für das
Lehramt an Berufsschulen, für das Lehramt an im technisch-gewerblichen Fachbereich an berufsbildenden mittleren und
höheren Schulen (BMHS), für das Lehramt im Fachbereich Mode und Design an BMHS, für das Lehramt im Fachbereich
Ernährung an BMHS sowie Information und Kommunikation an BMHS. Eintrittsvoraussetzung: s.o. (Zur Zulassung zu
Lehrämtern für Berufsschulen sowie für den fachtheoretischen und –praktischen Bereich an berufsbildenden Schulen ist
neben der Berufsausbildung zusätzlich eine Berufspraxis im einschlägigen Bereich notwendig. Berufsschullehrer/ innen
und Lehrer/innen für den technisch-gewerblichen Fachbereich erhalten ihre Ausbildung erst, wenn sie von der
Schulbehörde des jeweiligen Bundeslandes angestellt wurden.)
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Ausbildung 3
An der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik erfolgt die
Ausbildung für land- und forstwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen sowie für den Bereich Agrar und Umwelt an höheren
land- und forstwirtschaftlichen Schulen (Studiengang Agrar- und Umweltpädagogik). Weiters gibt es den Studiengang
Umweltpädagogik für fachpraktische Unterrichtsgegenstände des Fachbereiches Umwelt an BMHS. Eintrittsvoraussetzung:
Aufgenommen werden Absolvent/innen der höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen bzw. Personen mit gleichwertiger
Qualifikation sowie Absolvent/innen von universitären Fachstudien (wie z. B. der Universität für Bodenkultur).
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Ausbildung 4
An privaten Pädagogischen Hochschulen und einigen
Institutionen privater Rechtsträger erfolgt die Ausbildung für Lehrer/innen für Religion (kath., evang., altkath.,
orth., orientalisch-orth., islam., jüd.) an Pflichtschulen; Eintrittsvoraussetzung s.o.
Die Studienangebote in der Ausbildung (Studiengänge, Abschluss mit dem Bachelor of Education, Studiendauer
mind. 3 Jahre) variieren je nach Pädagogischer Hochschule/ Institution. Die Studierenden erwerben nach erfolgreicher
Beendigung des Studiums die Qualifikation zur Unterrichtserteilung. Auch Fort- und Weiterbildung (gleichfalls für
Lehrer/innen an AHS oder BMHS wird an den Pädagogischen Hochschulen angeboten.)
Fachhochschulstudiengänge
Wissenschaftlich fundierte Berufsausbildung mit stark berufsbezogener Ausrichtung (mindestens ein
Praxissemester ist Teil des Studiums).
Derzeit werden folgende Arten von Studiengängen angeboten:
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Diplomstudien
dauern in der Regel acht Semester (vier Jahre) und
schließen mit dem akademischen Grad „Mag.“ oder „Dipl.-Ing.“ ab. Diplomstudien werden nach und nach durch Bachelor- und
darauf aufbauende Masterstudien ersetzt.
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Bachelorstudien
dauern in der Regel sechs Semester (drei Jahre) und
schließen mit dem akademischen Grad „Bachelor“ ab. In einigen Fächern, vor allem im Bereich der Sozialarbeit und des
Gesundheitswesens, erwirbt man mit dem Abschluss auch die Berechtigung zur Ausübung des entsprechenden Berufes (z. B.
Sozialarbeiter/in, Physiotherapeut/in).
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Masterstudien
bauen auf Bachelorstudien auf und dienen vor allem der
wissenschaftlichen Ergänzung dieser, dauern in der Regel vier Semester (zwei Jahre) und schließen mit dem akademischen
Grad „Master“ ab.
Derzeit werden in Österreich Fachhochschulstudiengänge in den Sektoren Gestaltung – Kunst, Ingenieur-,
Sozial-, Wirtschafts-, Militär/Sicherheits-, Natur- und Gesundheitswissenschaften geführt.
Der Zugang zu einem FH-Studium ist auch für Personen mit studienrelevanter beruflicher Qualifikation aber
ohne Reifeprüfung (meist mit Zusatzprüfungen) möglich.
Universitätsstudien
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Diplomstudien
dienen in erster Linie einer vertieften
wissenschaftlichen und künstlerischen Berufsausbildung und dauern in der Regel acht bis zwölf Semester. Ein Semester
umfasst generell 30 ECTS (European Credit Transfer System). Der Abschluss berechtigt zum Erwerb eines Diplomgrades, z.
B. Magister/Magistra, Diplomingenieur/ in (Ausnahme: Das Studium der Medizin kann nur mit dem Doktorat abgeschlossen
werden). Ein Diplomstudium besteht aus zwei oder drei Studienabschnitten, die jeweils mit einer Diplomprüfung
abgeschlossen werden. Es gibt geistes- und kulturwissenschaftliche Studien, ingenieurwissenschaftliche Studien,
künstlerische Studien, das Lehramtsstudium für das Lehramt an höheren Schulen (für jeweils zwei Unterrichtsfächer),
medizinische Studien, naturwissenschaftliche Studien, rechtswissenschaftliche, sozial- und wirtschaftswissenschaftliche
Studien sowie theologische Studien.
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Bachelor- und Masterstudien
Der internationalen Angleichung der
Studiensysteme entsprechend („Bolognaprozess“) haben die Universitäten anstatt der früher angebotenen Diplomstudien
bereits die meisten Studien als Bachelorstudien (mit einer Studiendauer von drei bis vier – in der Regel drei – Jahren
mit 180 bis 240 ECTS) und darauf aufbauende Masterstudien (mit einer Studiendauer von ein bis zwei – in der Regel zwei
– Jahren mit 60 bis 120 ECTS) eingerichtet. Das Bachelorstudium für sich dient einer wissenschaftlichen bzw.
künstlerischen Berufsausbildung und Qualifizierung im entsprechenden Fachgebiet und führt zum akademischen Grad
„Bachelor“. Masterstudien schließen, je nach Fachbereich mit „Master“ oder „Diplomingenieur/in“ ab.
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Doktoratsstudien und PhD-Studien (Doctor of Philosophy)
bauen auf
Diplomstudien bzw. Masterstudien an Universitäten oder Fachhochschulen auf und dienen hauptsächlich der
Weiterentwicklung der Befähigung zu selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit. Der Abschluss berechtigt zum Erwerb des
einschlägigen Doktorgrades oder PhD. Sie dauern mindestens drei Jahre und umfassen zwischen 180 und 240 ECTS.
Geändert am 03.01.2012