Kinder und Jugendliche sind verschieden – Heterogenität ist also auch in der Schule der Normalfall. Und wir wissen, dass Schülerinnen und Schüler am besten lernen, wenn sie sich mit ihren Interessen, Begabungen, Lernvoraussetzungen und individuellen Eigenheiten ernst genommen, wertgeschätzt und persönlich angesprochen fühlen. Sie sind die Lernenden, und sie sollen auch von Beginn an Verantwortung für ihr Lernen übernehmen.
Bei dieser anspruchsvollen Tätigkeit brauchen die Kinder und Jugendlichen möglichst individuelle Unterstützung durch ihre Lehrerinnen und Lehrer. Diese werden damit zunehmend zu ihren Lernbegleiter/innen, „Trainer/innen“, deren persönliche Haltung und Einstellung ebenso wichtig ist wie ihre methodische und didaktische Kompetenz.
Wir sprechen also von der Individualisierung des Unterrichts. Um die Arbeit an den Schulen zu unterstützen, haben wir mit der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf den Richtwert 25 begonnen. Mit der Initiative 25plus möchte ich nun auch einen pädagogischen Impuls setzen. Ich weiß, dass bereits viele österreichische Lehrkräfte ihren Unterricht in diesem Sinne verändert haben; 25plus soll sie dabei weiterhin unterstützen. Für jene, die noch zögern, soll meine Initiative Einladung und Ermutigung sein, sich auf den Weg zu machen!
Geändert am 21.01.2010