50 Jahre Wien-Woche

1,5 millionster Teilnehmer an der Aktion "Österreichs Jugend lernt ihre Bundeshauptstadt kennen".

Ein großer Teil des Kapitals des Kulturlandes Österreich liegt in seinem kulturellen Erbe. Daher ist es eine wesentliche Aufgabe, dieses reiche kulturelle Erbe zu vermitteln und das Kulturverständnis weiter auszubauen . Die Aktion "Österreichs Jugend lernt ihre Bundeshauptstadt kennen" leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.

50 Jahre Wien-Woche

Bild: "Es ist eine wesentliche Aufgabe, das reiche kulturelle Erbe Österreichs zu vermitteln und das Kulturverständnis weiter auszubauen. Die Aktion „Österreichs Jugend lernt ihre Bundeshauptstadt kennen" leistet dazu einen wesentlichen Beitrag." Bildungsministerin Elisabeth Gehrer mit der Klasse 3B der HTL Hallein Abteilung Tischlerei, die den 1,5 Millionsten Teilnehmer stellt.

Die "Wien-Woche" hat den Zweck, Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines einwöchigen Aufenthaltes die politische, kulturelle, geschichtliche, administrative und wirtschaftliche Bedeutung Wiens vor Augen zu führen. Gleichzeitig wird auch das Verständnis für die Zusammengehörigkeit von Bundeshauptstadt und den Bundesländern vertieft. Damit leistet die Aktion auch einen Beitrag zur lebendigen staatsbürgerlichen Erziehung und zur politischen Bildung.

Eine 50-jährige Erfolgsgeschichte

Die Aktion "Österreichs Jugend lernt ihre Bundeshauptstadt kennen" besteht seit dem Schuljahr 1951/52. In diesem Jahr nahmen an der "Wien-Aktion" 30 Gruppen mit 1.096 Schülern teil. Zu den ersten Teilnehmern zählten die Volksschule Gars, das BRG Eisenstadt und die HTL Hallein. Bis 1970 weitete sich die Teilnehmerzahl auf ca.18.000 bis 25.000 Schüler pro Jahr aus. Bis heute hat sich die Aktion immer mehr zu einem "Hit" bei den Schülerinnen und Schülern entwickelt. Im Kalenderjahr 2000 waren es 1.531 Gruppen mit insgesamt 36.048 Schülerinnen und Schülern, die an der Wien-Aktion teilgenommen haben.

Im Jahr 2001 wird die Wien-Aktion den Wienerinnen und Wienern insgesamt 74 Millionen ATS bringen, wovon 9 Millionen ATS vom Bildungsministerium kommen.

Durch eine effiziente Organisation gelingt es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BMBWK, den Schülerinnen und Schülern für einen geringen Teilnehmerbetrag (1.800,-- ATS) ein attraktives Programm zu bieten. In diesem Preis sind Unterkunft, Verpflegung, Führungen, Eintrittsgebühren, eine Netzkarte für die Wiener Verkehrsbetriebe (falls die Schüler mit einem eigenen Bus anreisen, der die ganze Woche zur Verfügung steht, wird dieser Betrag refundiert) und ein Theaterbesuch inkludiert. Die Führungen werden von insgesamt 22 Beamten bzw. Vertragsbediensteten des Bildungsministeriums durchgeführt.

Ein ansprechendes Programm für einen bleibenden Eindruck

Das Programmangebot besteht aus 10 Bildungseinheiten. Diese setzen sich aus einer Kombination von feststehenden und frei wählbaren Angeboten zusammen. Dadurch können die Klassen ein lehrplanbegleitendes, praxisorientiertes Programm zusammenstellen, das die Wünsche der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt.

Im obligatorischen Programmteil sind beispielsweise wesentliche Epochen Wiens repräsentiert wie das mittelalterliche Wien, das barocke Wien, Wien als Zentrum europäischer Geschichte und das moderne Wien (vom Karl Marx-Hof bis zum Fernheizwerk).

Wichtige aktuelle Ausstellungen werden über Wunsch in das Programm aufgenommen und auch bezahlt. Zur Auflockerung der Programmabläufe werden auch aktuelle Sportveranstaltungen zu stark ermäßigten Eintrittspreisen angeboten.

Europas Jugend in Wien

Parallel zur österreichischen Wien-Aktion wird auch die Aktion "Europas Jugend lernt Wien kennen" geführt. Diese bietet ausländischen Schulklassen die Möglichkeit, sich ebenfalls im Rahmen eines vorgegebenen Programms bei voller Betreuung eine Woche in Wien aufzuhalten. Diese Aktion ist ein wichtiger Beitrag zur internationalen Jugendbegegnung.

An der "Europa-Aktion" nahmen im Jahr 2000 144 Gruppen mit 3.011 Jugendlichen teil. Der Teilnehmerbeitrag ist ein wenig höher als für österreichische Schülerinnen und Schüler und beläuft sich auf 2.500,-- ATS. Südtiroler Jugendliche zahlen gleich viel wie österreichische.

1,5 millionster Besucher

Die Pressekonferenz wurde mit Absicht in der laufenden Woche angesetzt, weil sich der 1,5 millionste Teilnehmer in Wien befindet. Er ist in den Reihen der HTL Hallein zu finden, die bereits zu den "Pionieren" der Wien-Aktion zählt.

Diese runde Zahl ist ein willkommener Anlass, den Organisatoren, den Beherbergungsbetrieben und den Kultureinrichtungen für ihr unermüdliches Engagement zu danken. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer, die mit vollem Einsatz und über die Unterrichtszeit hinaus mit Schülerinnen und Schülern wichtige Projekte wie eben die "Wien-Woche" durchführen.

Symbolisch für die ganze Schule wird der anwesenden Klasse 3B der HTL Hallein Abteilung Tischlerei zu diesem Jubiläum ein von den Schülerinnen und Schülern gewünschter Computer überreicht. Zusammen mit den rund 135.000 Computern, die den Schülerinnen und Schülern an den Schulen zur Verfügung stehen, bietet dieses Gerät eine weitere Möglichkeit, auch über die Wien-Woche hinaus beeindruckende Kulturschätze Österreichs über das Internet zu besuchen.

Weitere Informationen:
Wien-Aktion
Europas Jugend lernt Wien kennen

Geändert am 27.02.2009

 top