Forschungsprojekt Jugend – Medien – Gewalt
Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Dezember 2010
Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur
Das Zusammenwirken von Medien und Gewalt wird gerade in Zeiten von Internet und modernen Kommunikationstechniken
unterschiedlich diskutiert; wie nie zuvor ist der Alltag der Jugendlichen von Medien geprägt, weshalb nur allzu oft
dies als Begründung für eine angeblich gestiegene Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen herangezogen wird.
Diese Diskussion war der Grund für das BMUKK, Professor Thomas A. Bauer vom Institut für Publizistik und
Kommunikationswissenschaft der Universität Wien und sein Team mit der Durchführung dieser qualitativen Studie zu
beauftragen.
Die Erkenntnisziele des vorliegenden Forschungsprojektes bestehen darin,
- die Denk-, Fühl- und Handlungsvorgänge von SchülerInnen in der Beurteilung und Ausführung von bzw.
Kommunikation über Gewalt und Medien zu rekonstruieren;
- die Handlungskontexte und Mechanismen zu identifizieren, in denen sich Gewalt in der Schule als direkte
oder indirekte Reaktion auf mediale Gewalt manifestieren kann;
- die Mechanismen, mittels derer Medien durch Verstärkung und Pointierung gesellschaftlicher Entwicklungen
und Trends ein Umfeld für Gewalt aufbereiten, aufzuzeigen;
- die Bedingungen zu skizzieren, unter denen Medien ein Klima bereitstellen, in dem sich bestimmte Formen
von Gewalt und Aktions-/Interaktionsmuster im individuellen und kommunikativen Umgang mit Gewalt etablieren können, die
zu neuen Ausprägungen von Gewalt in der Schule führen, insbesondere im Hinblick auf neue Informations- und
Kommunikationstechnologien; und
- diejenigen Herausforderungen für das System Schule und dessen Lehr- und Lernkultur zu beschreiben, die
durch schulische Gewalt im Kontext neuer Informations- und Kommunikationstechnologien entstehen können.
Die im letzten Teil der Studie aufgelisteten Empfehlungen spiegeln die Dimension der Fragestellung und können
durchaus im Licht einer grundsätzlichen Diskussion betrachtet werden.
Kontakt: medienservice@bmukk.gv.at
Geändert am 14.09.2011