Wissen, Kreativität, Motivation und Innovation sind für den Wohlstand unseres Landes und der Menschen entscheidend.
In Zeiten der Krise und wirtschaftlichen Unsicherheit zeigt sich mehr denn je, wie wichtig bestmögliche Bildung und Ausbildung für die Zukunft unserer Kinder ist. Ich werde unser Bildungssystem konsequent weiterentwickeln. Sozialpartner, Schulpartner und die Bundesländer sind dabei wichtige Kooperationspartner. Wir wollen die besten Schulen für alle Kinder in Österreich.
Im Schuljahr 2008/09 haben wir mit der Neuen Mittelschule einen markanten Schritt in der Schulentwicklung gesetzt. Der große Zuspruch von Eltern und SchülerInnen, aber auch das begeisterte Feedback der Lehrenden bestärkt mich in meiner Arbeit. Unsere Schulen müssen für alle Kinder die beste Ausbildung bereitstellen, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Mehr Chancengerechtigkeit ist die Devise. Spitzenleistungen brauchen eine breite Basis. In diesem Folder stellen wir die zentralen Vorhaben der Bundesregierung dar. Gehen wir gemeinsam den Weg zu bestmöglicher Bildung und Ausbildung in Österreich.
Für beste Bildung brauchen unsere Kinder auch die besten Schulen. 2009 bis 2010 werden deshalb rund 600 Millionen Euro in den Um- und Ausbau von Bundesschulen investiert. Dabei wird spezieller Wert auf die Tagesbetreuung, Ausstattung der Klassenzimmer, Sportstätten und die Arbeitsplätze für Lehrerinnen und Lehrer gelegt. Das Projekt „25“ (kleinere Klassen in der Volks- und Hauptschule, AHS-Unterstufe und Polytechnischen Schule) wird umgesetzt und erreicht 2009/10 den dritten Jahrgang.
Motivierte Lehrerinnen und Lehrer sind der Schlüssel zum Erfolg. Bis Ende 2009 erarbeitet eine gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium eingesetzte Expertengruppe ein Konzept für die neue Organisation der Lehramtsstudien. Das Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten direkt am Schulstandort wird ausgebaut. Die Leadership Academy und die Initiativen „Innovative Schulen“ und „Netzwerk Neue Mittelschule“ stärken und vernetzen die Innovatoren und Pioniere des österreichischen Schulsystems.
2009 ist das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation. Kunst- und Kulturprojekte sollen allen Kindern neue Zugänge zu Bildung ermöglichen und die persönliche Entwicklung stärken. Beispielgebende und nachhaltige Impulse werden vom Vermittlungsprojekt „I LIKE TO MOVE IT MOVE IT“ – Linz09 ausgehen. 2.000 SchülerInnen arbeiten in Oberösterreich mit DramaturgInnen, SchauspielerInnen und RegisseurInnen aus der ganzen Welt zusammen.
Das verpflichtende Kindergartenjahr vor Schuleintritt soll alle Kinder bestmöglich fördern und auf die Schule vorbereiten. Im Mittelpunkt stehen die Sprachkompetenzen, die motorische Entwicklung, das Sozialverhalten sowie die Kreativität. Das Pflichtjahr wird für alle Fünfjährigen halbtags kostenfrei. Die Vereinbarung mit den Bundesländern wird vom Familienstaatssekretariat vorbereitet. Ein Bildungsplan wird bis zum Sommer 2009 entwickelt.
Ab dem Schuljahr 2009/10 gibt es die Neue Mittelschule in ganz Österreich an über 200 Standorten. Die Neue Mittelschule ist die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen. Es wird nach AHS-Lehrplan unterrichtet. Neue, offene Formen des Unterrichts ermöglichen die individuelle Förderung eines jeden Kindes. LehrerInnen arbeiten im Team und können so besser auf die Stärken und Schwächen der SchülerInnen eingehen.
Das Angebot ganztägiger Schulformen wird in ganz Österreich ausgebaut und qualitativ verbessert. Das „Gütesiegel für schulische Tagesbetreuung“ (Zertifizierung) sichert die Qualität der Angebote. Bewegung und Sport, Kunst und Kultur sind wichtige Elemente des Angebots. Tagesbetreuung ist nicht nur für berufstätige Eltern und Alleinerziehende von zentraler Bedeutung, sondern fördert auch die ganzheitliche Entwicklung der Kinder.
Beste Bildung setzt gezielte Integration und Sprachkenntnisse voraus. Deutschförderkurse und muttersprachlicher Unterricht werden ausgebaut. Mehr Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund sollen gewonnen werden. Der Fremdsprachenunterricht wird verstärkt. Auch soll es der Schulpartnerschaft ermöglicht werden, konkrete Beiträge zur Integration (z. B. Elterninformation) zu leisten.
An Österreichs Schulen darf es keinen Platz für Gewalt und Aggression geben. Die bundesweite Initiative „Weiße Feder – Gemeinsam gegen Gewalt“ fördert Maßnahmen zur Gewaltprävention für ein Umfeld, in dem Kinder und Jugendliche ein faires Miteinander erleben können. Neben anderen Projekten haben wir Ende 2008 im Rahmen der „Weißen Feder“ ein 5-Punkte-Programm präsentiert, das insbesondere in der LehrerInnenausbildung ansetzt, mehr SchulpsychologInnen garantiert, Verhaltensvereinbarungen an Schulen ausbaut und ein jährliches Vernetzungstreffen vorsieht.
Bildungsstandards werden in Zukunft eine kontinuierliche Steigerung der Qualität des Unterrichts garantieren und messbar machen – sie legen fest, was SchülerInnen in der 4. und 8. Schulstufe in bestimmten Unterrichtsgegenständen können sollen, definieren also ein Paket an Grundkompetenzen. Die Pilotphase hat bereits an rund 300 Schulen begonnen – darauf basierend werden die ersten Qualitätschecks ab 2012 stattfinden.
Weitere wichtige Vorhaben im Überblick:
● Schule und Bildung allgemein: www.bmukk.gv.at
● Neue Mittelschule:
www.neuemittelschule.at
● Frühe sprachliche Förderung: www.sprich-mit-mir.at
● Tagesbetreuung:
www.bmukk.gv.at/tagesbetreuung
● Schülerbeihilfe: www.schuelerbeihilfe.at
● Pädagogische Hochschulen:
www.bmukk.gv.at/ph
●
Demokratie-Initiative: www.entscheidend-bist-du.at
● Gemeinsam gegen Gewalt:
www.weissefeder.at
●
Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation: www.kreativinnovativ09.at
Schulinformation: Tel.: 0810 205220
schulinfo@bmukk.gv.at
Kontakt:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Tel.: +43 1 53120-0
ministerium@bmukk.gv.at
Hotline Neue Mittelschule: Tel.: 0800 205676
nms@bmukk.gv.at
Folder: Bildung schafft Zukunft (pdf, 291 KB)
Geändert am 02.02.2009