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Bildungsprojekte 2008

Qualität garantieren
Leistung fördern
Freude vermitteln

Bundesministerin Dr. Claudia Schmied. Foto: Petra Spiola

Foto: Petra Spiola

Chancengerechtigkeit, Leistungsförderung und Individualisierung sind die Ziele meiner bildungspolitischen Arbeit. Spitzenleistungen brauchen eine breite Basis. Wir dürfen kein Kind zurücklassen. Ich habe bereits in den ersten Monaten meiner Arbeit zentrale Maßnahmen für eine bessere Zukunft unserer Kinder gesetzt.

Das Schuljahr 2007/08 brachte konkrete Verbesserungen für alle Schülerinnen und Schüler. Aber auch wichtige Weichen für Reformen des Schulsystems wurden gestellt, um junge Menschen auf den fortlaufenden technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandel bestmöglich vorzubereiten. Unser Bildungssystem muss sich mit den besten in Europa messen.

Ich freue mich über die Aufbruchstimmung und die lebendige bildungspolitische Debatte. Sie sind Beweis für den hohen öffentlichen Stellenwert von Bildung in unserem Land. 2008 werde ich mein Reformprogramm zielorientiert und engagiert fortführen.

2008
Unsere Projekte für dieses Jahr

Bildung sichert Lebenschancen

  • Kleinere Klassen. Die Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahl wird im ersten Halbjahr 2008 gesetzlich festgelegt. Seit dem Schuljahr 2007/08 sitzen in 90 % aller ersten Klassen (Volksschule, Hauptschule, AHS, Polytechnische Schule) maximal 25 SchülerInnen. Das pädagogische Konzept „25plus“ bringt mehr Individualisierung und Aufmerksamkeit für jedes Kind und erhöht die Qualität des Unterrichts.
  • Start der Modellversuche Neue Mittelschule bereits im Schuljahr 2008/09. Die Neue Mittelschule ermöglicht einen gemeinsamen Unterricht aller 10- bis 14- Jährigen auf Basis neuer pädagogischer Standards. Individuelles Eingehen auf unterschiedliche Fähigkeiten und Förderung der Talente der einzelnen SchülerInnen stehen im Mittelpunkt.
  • Deutsch-Förderkurse. Gesetzliche Regelung für außerordentliche SchülerInnen im ersten Halbjahr 2008. Die Kenntnis der deutschen Sprache ist Voraussetzung für Bildungserfolge.
  • Verpflichtendes Kindergartenjahr. Ab September gibt es ein verpflichtendes Kindergartenjahr für fünfjährige Mädchen und Buben mit Sprachdefiziten. Damit wird der bestmögliche Einstieg in den Schulalltag gewährleistet.
  • Bessere Ausbildung für KindergartenpädagogInnen. Sie ermöglicht ein vielfältigeres Bildungsangebot im Kindergarten und bestmögliche frühe Förderung unserer Kinder.
  • Fixierung von Bildungsstandards. Sie legen fest, was SchülerInnen in der vierten bzw. achten Schulstufe in den Kernfächern können sollen – eine wichtige Maßnahme zur Qualitätssteigerung.
  • Neuregelung der schulautonomen Tage, um Familien die Betreuung ihrer Kinder zu erleichtern. Zwei der schulautonomen Tage werden in Zukunft in den Bundesländern zentral geregelt. Die neue Regelung tritt mit dem Schuljahr 2008/09 in Kraft.
  • „Gütesiegel für schulische Tagesbetreuung“ zeichnet die besten Tagesbetreuungsangebote aus. Die positiven Beispiele sollen langfristig und flächendeckend die Qualität in der Tagesbetreuung steigern.
  • Start der Berufsmatura in einer bundesweiten Pilotphase mit dem Schuljahr 2008/09: Lehrlinge können parallel zu ihrem Lehrabschluss die Reifeprüfung ablegen.
  • Mehr Bildungsangebote für Berufstätige. Die Bildungsangebote für Erwachsene werden ausgebaut. Das Nachholen von Bildungsabschlüssen soll auch im zweiten Bildungsweg kostenfrei angeboten werden. Die Vorbereitungsarbeiten hierfür laufen 2008 an.
  • Bessere Berufs- und Bildungsberatung in den Schulen. Durch neue Standards für die Berufsberatung in den Schulen sollen die Berufs- und Bildungsentscheidungen junger Menschen besser unterstützt werden. BeratungslehrerInnen erhalten zusätzliche Fortbildungsmöglichkeiten.
  • Weiterentwicklung der LehrerInnenbildung. Die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in der LehrerInnenbildung wird verstärkt. Erste Schritte zu einer gemeinsamen Ausbildung für alle pädagogischen Berufe sollen gesetzt werden.
  • „Gemeinsam gegen Gewalt“. Schule soll ein Ort des Miteinanders sein. Bereits 2008 werden verstärkt Maßnahmen gesetzt, um SchülerInnen und LehrerInnen Strategien zur Gewaltvermeidung zu vermitteln.
  • Nationaler Bildungsbericht. Erstmals wird 2008 neben zahlreichen internationalen Studien auch ein nationaler Bildungsbericht durch das neue Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE) erstellt. Die österreichische Bildungspolitik kann durch regelmäßige wissenschaftliche Analysen faktenbasierter gestaltet werden.
  • 2008 – das EU-Jahr des interkulturellen Dialogs. In allen Bundesländern werden Veranstaltungen zum interkulturellen Dialog stattfinden. Der Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen ist gemeinsam mit der Sprachenpolitik ein inhaltlicher Schwerpunkt der Bildungsarbeit 2008.
  • „Kunst macht Schule“. Mehr Kunst- und Kulturprojekte an den Schulen sollen jungen Menschen einen neuen Zugang zu Bildung vermitteln und die Kreativität fördern. Jede Schule soll in Zukunft eine Partnerschaft mit einer Kulturinstitution eingehen.
  • Bildung und Integration. Bildung ist der Schlüssel zu gelungener Integration. Sprachförderung und interkultureller Dialog werden intensiviert. Muttersprachlicher Unterricht wird ausgebaut. „Vielfalt als Chance“ ist dabei die Devise.
  • „Entscheidend bist DU!“ Demokratie braucht junge Menschen. Die Demokratie-Initiative der Bundesregierung setzt aktiv Maßnahmen für mehr und bessere politische Bildung. Spannende Aktivitäten wie „DemoDating“ mit PolitikerInnen und die Möglichkeit zur Umsetzung eigener Projekte machen Demokratie für Jugendliche hautnah erlebbar.

2007
Was wir für Sie erreicht haben.

Bildungspolitische Bilanz

  • Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahl auf den Richtwert 25 in den ersten Klassen der Volksschulen, Hauptschulen, AHS und Polytechnischen Schulen.
  • 1500 neue Arbeitsplätze für Lehrerinnen und Lehrer ab dem Schuljahr 2007/08.
  • Erhöhung der Tagesbetreuungsplätze um 40 %. In ganz Österreich stehen 95.000 Tagesbetreuungsplätze zur Verfügung.
  • Schülerbeihilfe um 13 % erhöht und Einkommensgrenze angehoben.
  • „Gemeinsam gegen Gewalt“. Generalstrategie zur Gewaltprävention an unseren Schulen.
  • Start der Pädagogischen Hochschulen im Herbst 2007 für eine bessere Aus-, Fort- und Weiterbildung unserer Lehrerinnen und Lehrer.
  • Gesetzliche Basis für die Modellversuche Neue Mittelschule. Für die Modellversuche wurden Bestandsgarantie und Rechtssicherheit geschaffen.
  • Einrichtung einer ExpertInnenkommission zur Erarbeitung von Strategien und Modellen für die gesamte Schulorganisation.
  • Erster Schulgipfel im Dezember 2007. Schulpartnerschaft, InteressenvertreterInnen sowie ExpertInnen trafen sich zum intensiven Informationsaustausch.
  • „Entscheidend bist DU!“ Start der Demokratie- Initiative der Bundesregierung für bessere politische Bildung an unseren Schulen.
  • „Gesunde Schule“. Regierungsprojekt für mehr Gesundheitsbewusstsein an unseren Schulen.
  • Lernen ein Leben lang. Investitionen von 41 Millionen Euro für ein Lifelong-Learning-Programm.

Mehr Informationen

Schule und Bildung allgemein: www.bmukk.gv.at

Nachmittagsbetreuung: www.bmukk.gv.at/nachmittagsbetreuung

Schülerbeihilfe: www.schuelerbeihilfe.at

Neue Mittelschule: www.bmukk.gv.at/nms

Pädagogische Hochschulen: www.bmukk.gv.at/ph

Demokratie-Initiative: www.entscheidend-bist-du.at

Interkultureller Dialog: www.interkultureller-dialog-2008.at

Kontakt:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Tel.: +43 1 53120-0
ministerium@bmukk.gv.at

Schulinformation:
Tel.: 0810 205220
schulinfo@bmukk.gv.at

Hotline Neue Mittelschule:
Tel.: 0800 205676
nms@bmukk.gv.at

Folder: Bildungsprojekte 2008 (pdf, 116 KB)

Geändert am 28.01.2008

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