| Titel | Gangster Girls |
|---|---|
| Originaltitel | Gangster Girls |
| Filmtyp | Langfilm |
| Herstellungsjahr | 2008 |
| Herkunftsländer | Österreich |
| Länge | 76:55 (mm:ss) |
| Sprachversion | deutsch |
| Regie | Tina Leisch |
| DarstellerInnen | Miranda, Sophia, Chantal, Fabienne, Sammy, Amélie, Roberta, Renée und Cindy, Jason, Justin, Big Joe, Joker, Dominik, Ennis und Djejdo |
| Hersteller | Ursula Wolschlager; Kinoki, Witcraft Szenario OG |
| Verleiher | Stadtkino |
| Inhalt | Frauengefängnis Schwarzau am Steinfeld: 6 Frauen und 5 junge Männer aus der Justizanstalt für jugendliche Straftäter Gerasdorf treffen sich zwei bis drei Mal wöchentlich, um an dem Theaterstück "Medea bloß zum Trotz" zu arbeiten. Projektleiterin und Regisseurin Leisch fügt Szenen aus den Proben, Improvisationen zum Gefängnisalltag und Einzelinterviews zu diesem Film zusammen. Raub, Betrug, Mordversuch, Drogenhandel - alle Mitwirkenden sind bunt geschminkt - zum einen aus gesetzlichen Gründen, weil sie zu ihrem eigenen Schutz nicht dargestellt werden sollen, zum anderen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich eher zu öffnen, sich selbst, aber auch Mitgefangene oder Justizwachebeamte auf der Bühne zu spielen. Der tägliche Umgang miteinander, das Eingestehen der Schuld, das Bedauern, erwischt worden zu sein, Träume von Freiheit, Spannungen und Gewaltbereitschaft sind Thema dieser Dokumentation ... |
| Alterskennzeichnung | Tina Leischs künstlerischer Kunstgriff der Koppelung von Interviews und gespielten Szenen auf der Theaterbühne vermittelt einen interessanten Einblick in das Leben und die Befindlichkeit der "Gangster Girls". Durch den alleinigen Fokus auf die Straftäter bleiben aber jeglicher Opferbezug und die Rechtsstaatlichkeit ausgespart. Für Jugendliche mögen dadurch eine mangelnde Distanzierungsmöglichkeit und ein einseitiger Blickwinkel entstehen, der die Darsteller trotz genannter Taten mitunter sogar sympathisch erscheinen lässt. Die Kommission entschied auch aufgrund des rauen ‚Häfenjargons' den Film mit "ab 10 Jahren" einzustufen. |
| Positivkennzeichnung | Neo-Regisseurin Leischs Dokumentation führt in origineller Weise ein Segment unserer Gesellschaft in einer noch nie in solcher Form gezeigten Intensität vor Augen. Aus den zahllosen Gesprächen und Diskussionen der Betroffenen vermag sich für interessierte Jugendliche erschließen, dass auch schon kleine Gesetzesübertretungen erhebliche Konsequenzen im Strafausmaß bedeuten können. Auch zu hinterfragende Äußerungen von Häftlingen, wie die Steigerung der Aggressionsbereitschaft, um neben den Mitgefangenen |
Geändert am 30.08.2007