(von MinRat Mag. DDr. Franz Sedlak, Leiter der Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung)
kostenlos erhältlich unter www.schulpsychologie.at oder unter 0043-1-53120-2583, 2584)
Psychologischer Umgang mit Trauma und Terrorangst
Hier findet sich ein Kapitel: Was soll man Kindern in Zusammenhang mit Katastrophen erklären?
Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene (und über sie auch Kinder)
Über den Inhalt: Terrorismus bewirkt auch seelische Schäden. Er versetzt uns in dauernde Angst, Resignation, Mutlosigkeit, Hoffnungslosigkeit ....
Wir können durch Krisenintervention, notfallspsychologische und notfallsärztliche Maßnahmen die Traumafolgen verringern. Wir können üben, mit den vielen Mikrotraumen besser umzugehen. Aber damit bauen wir keinen Optimismus auf, wir brauchen dazu Säulen der Zukunft. Es handelt sich dabei um das Bewusstsein, dass Leben (BIOS) kostbar ist, dass wir Schönes erleben und gemeinsam fördern können (EROS); dass wir vernünftige geistbegabte Wesen sind, die das Wort, die Sprache (LOGOS) einsetzen können, dass wir Heldenhaftigkeit auch im Alltag benötigen (HEROS), das Bewusstsein, dass wir einerseits mit allem verbunden und Teil eines unermesslich großen Ganzen sind (KOSMOS), andererseits auch ein SELBST sind, einmalig, einzigartig. Und schließlich gehören HUMOR und Witz zum Aufbau einer menschlichen Zukunft, denn mit Humor und Witz verzeihen wir einander leichter unsere Unvollkommenheiten und finden zur Balance zwischen Gelassenheit und Engagement!
Auf diesen Säulen und anderen, die uns wichtig sind, müssen wir die Zukunft gemeinsam aufbauen! Jede/r von uns!
Anregungen für eine bessere Konfliktkultur
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Aus dem Inhalt: Konflikte gehören zum Leben, sie machen uns bewusst, dass es Unterschiede gibt zwischen Personen, Meinungen und Bedürfnissen. Wenn Konflikte konstruktiv bewältigt werden können, sind sie der Motor der seelischen und geistigen Entwicklung. Wenn Möglichkeiten zu einer Konfliktbewältigung fehlen, kommt es zu einer inneren Spannung und die Gefahr einer ungesunden Entwicklung entsteht.
Die Broschüre zeigt Zusammenhänge auf und regt zum Nachdenken über die grundlegenden Prinzipien einer konstruktiven Konfliktbewältigung an:
Zielgruppe: Lehrerinnen und Lehrer
Über den Inhalt: Zwischen der in der Öffentlichkeit oftmals ungeprüft geäußerten Behauptung einer ständigen Zunahme von Gewalt in Schulen und den Einschätzungen von befragten Schulleitungen, Lehrern und Schülern bestehen Diskrepanzen. Schulleitungen, Lehrer und Schüler haben keineswegs den Eindruck, die Gewalthandlungen in Schulen hätten deutlich zugenommen. Aus zahlreichen Studien geht hervor, dass nur bei einer Minderheit von Schulen Aggressionen und Gewalt ein größeres Ausmaß angenommen haben, wodurch das Schulleben erheblich beeinträchtigt würde.
Jeder Mensch trägt Aggressionspotenziale in sich. Sie sind natürlich und gehören zum menschlichen Wesen. Beunruhigend sind die schleichend wachsende "ganz alltägliche Gewaltbereitschaft", das fehlende Mitgefühl und die sinkende Hemmschwelle.
Das Ziel soll letztlich sein, Gewalt in der Schule nicht als etwas Unvermeidliches zu betrachten, sondern zu verringern bzw. letztlich einzudämmen!
Wer die Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen ändern will, muss bei sich selbst anfangen und darf nicht darauf warten, dass andere etwas tun. Durch eigenes verantwortliches Handeln kann viel Gewalt abgebaut werden.
Die Broschüre unterstützt eine differenzierte Sichtweise von Gewalthandlungen durch Schüler und kann in der direkten Auseinandersetzung mit Konfliktsituationen und bei der Planung und Durchführung von Projekten unter Einbeziehung aller Beteiligten wertvolle Anregung sein.
Alles Notwendige bei Ängsten und Krisen
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Aus dem Inhalt:
Zielgruppe: Lehrerinnen und Lehrer
Über den Inhalt: Nicht immer sind Helfer sofort bei der Hand. Auch die Schulpsychologie-Bildungsberatung kann "nur" eine qualifizierte Präsenz anbieten, nämlich dann wenn psychologisches und psychotherapeutisches Know-How unerlässlich ist. Daher muss die Hilfe an Ort und Stelle gewährleistet sein: Jede/r ist in der Lage, kritische Situationen zu entschärfen. Aber dieses Einsatzverhalten erfordert Übung, so dass alle wichtigen Schritte rasch, präzise und überlegt erfolgen.
Diese Zusammenstellung liefert nun wertvolle Ergänzungen aus allen Bundesländern, einerseits zum aktiven Umgang (Intervention) mit kritischen Situationen (Wie geht man am besten vor?), andererseits Beiträge, die die Bewältigung von Krisen in tatsächlichen Anlassfällen aufzeigen (Wie wurde konkret gehandelt?). Eine eigens einberufene Arbeitsgruppe von Schulpsycholog/inn/en aus mehreren Bundesländern erstellte grundsätzliche Überlegungen für einen Krisenfahrplan, weitere Konkretisierungen folgten in der Frühjahrsarbeitsbesprechung der Abt.V/4 des BMBWK mit den Landesreferent/inn/en für Schulpsychologie-Bildungsberatung.
Alle Anregungen sind als das erfolgt, was sie sind: Impulse zur eigenen Reflexion, Initiativen zum Einüben und Erproben passender Strategien im Umgang mit kritischen Situationen. Es gibt keine Patentrezepte für kritische Situationen, aber unser Verhalten wird sicher zielgerechter, unsere Situationserfassung sicher angemessener und unsere Bewältigungsstrategie sicher überlegter erfolgen, wenn wir durch entsprechende Übungserfahrungen im Umgang mit Notsituationen den Stress gegenüber der bisher völligen fremden Situationsanforderung abbauen konnten.
Bei Problemen oder Fragen können sich die Eltern an die Schulpsychologie-Bildungsberatung wenden. Die nächstgelegene Beratungsstelle kann man in der zuständigen Zentrale (Stadtschulrat bzw. Landesschulrat, Abt. Schulpsychologie-Bildungsberatung) erfahren!
Kontaktadressen Schulpsychologie
Infos des Österreichischen Jugendrotkreuzes zum Thema Irak
Geändert am 11.04.2003