Tipps und praktische Merksätze zur Steigerung der
Lernfähigkeit
19 Impulse des Leiters der Schulpsychologie-Bildungsberatung in Österreich
20 Fragen und Antworten zum besseren Lernen
Auszug aus der Broschüre "Schule, ja bitte!"
Keine Angst vor schlechten Noten
Impulse zur Prüfungsvorbereitung und Bewältigung von Prüfungsangst
Der LERNFIT-Falter (pdf, 65 KB)
7 Schritte zum Lernerfolg
Lernen ist Strategiesache (pdf, 100 KB)
16 Lernschritte zur Reflexion und Verbesserung der eigenen Lernstrategie
(Auszug aus F.Sedlak:
Lernen ist Mentalitätssache)
Auskünfte über weitere Lernhilfen der Schulpsychologie-Bildungsberatung erteilen die schulpsychologischen Beratungsstellen in ganz Österreich und die Abteilung V/4 des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur .
Zwanzig Fragen und Antworten zum besseren Lernen
(Aus F. Sedlak: Schule? Ja, bitte!)
Stichwort "Ruhe" = Arbeitsförderliches
Aktivierungsniveau
Innere Ruhe macht einem "aufnahmefähig" beim Lernen und "wiedergabefähig" bei Prüfungen. Daher sind die
folgenden Fragen wichtig. Eltern sollten die Antworten als Impulse ansehen und dem Alter ihrer Kinder entsprechend
einsetzen.
Wie entspanne ich mich richtig?
Hier gibt es viele Möglichkeiten: Z.B. autogenes Training, ein Verdauungsspaziergang nach dem Mittagessen,
ein kurzes Nachmittags-Nickerchen, Pausen machen, Musik hören zum Abschalten für zwischendurch, eine Kurzgymnastik beim
offenen Fenster und vieles andere mehr.
Wie kann ich für den Erholungsausgleich sorgen?
Jede einseitige Belastung sollte vermieden werden. Alles, was beim Lernen über-strapaziert wird, sollte in
der Freizeit geschont werden (also nicht nur lesen, lesen, lesen, sondern sich auch bewegen, etwas anhören usw.).
Versuche, einen gleichmäßigen Tagesrhythmus zu finden ohne zu große Leerläufe oder nächtliche "Lern-Exzesse".
Wie kann man Überlastungen vermeiden?
Rechtzeitig mit dem Lernen
beginnen, nicht alles bis zum letzten Moment aufsparen; kleine Portionen lernen; kein zu strapaziöses und zeitlich
aufwändiges Freizeitprogramm wählen usw.
Wie viel Schlaf ist notwendig?
Das Schlafbedürfnis ist individuell verschieden. Schlafzeit, Schlaflänge und Schlaftiefe sind dann
richtig, wenn der allmorgendliche Start in die Schule nicht mit hängenden Augenlidern und dösigem Kopf vollzogen wird.
Welche Ernährung ist am günstigsten für das Lernen?
Jede ausgewogene Ernährung mit ausreichenden Eiweißstoffen und Vitaminen, eine Ernährung, die nicht
einseitig belastet, einen schweren Magen erzeugt; Müslis und Vollkornprodukte bewähren sich auch besonders beim
Frühstück (als Langzeit-Energieversorger), Fruchtsäfte (als Muntermacher).
Wie kann man Angst bekämpfen?
Am besten, indem man die Prüfung das sein lässt, was sie ist: Eine Feststellung des Wissensstandes;
weiters, indem man das Lernen nicht zum "Um und Auf" des Lebens macht, den Lernerfolg zur Grundbedingung für die
positive Zuwendung; indem man die Folgen, die eine negative Prüfung haben kann, ruhig abschätzt, sich aber doch im
Großen und Ganzen positiv darauf einstellt und vieles andere mehr.
Wie bleibt man bei der Prüfung ruhig?
Hier können einige Maßnahmen helfen: Bei mündlichen Prüfungen durch Wiederholen der Frage den "ersten
Schock" überwinden; bewusst tief durchatmen und bewusst die Schultern locker fallen lassen und sich sagen: "Ich bin
ganz ruhig"; nochmals nachfragen, wenn man die Frage nicht richtig verstanden hat; bei schriftlichen Prüfungen zunächst
einen Überblick gewinnen und dann mit der leichtesten Aufgabe beginnen (Terrain gewinnen, d.h., möglichst viel
erledigen), die Instruktionen möglichst genau durchlesen, sich genügend Zeit für eine Korrektur lassen usw.
Was ist, wenn die Prüfung schief geht?
Kein Drama daraus machen, sondern Verbesserungsmöglichkeiten (durch Zusatz-prüfungen bzw.
Wiederholungsprüfungen etc.) überlegen, eine Analyse des Misserfolgs machen (Wie kam es zu dem Versagen?) und
dementsprechende Maßnahmen setzen, z.B. kurzfristige Nachhilfe; bei größeren Schwierigkeiten Überlegungen über die
weitere Vorgangsweise (Schulbahnwahl etc.) anstellen.
Stichwort "Methode" = Lernstrategien
Durch eine richtige Methode kann sowohl die Lernfähigkeit als auch die Prüfungsleistung gesteigert
werden. Deshalb sind die folgenden Fragen und Antworten sehr wichtig. Eltern sollten diese Impulse mit ihren Kindern
besprechen.
Wie wiederholt man am besten?
Nach jedem Lernvorgang sollte eine kurze Pause eingelegt werden, dann kann eine kurze Wiederholung
sinnvoll sein. Sehr wertvoll sind Wiederholungen vor dem Schlafengehen, der gelernte und wiederholte Lernstoff kann
sich "in Ruhe" einprägen und wird nicht durch andere Inhalte überlagert. Weiters sollte – als Faustregel – alles, was
man gelernt hat, noch dreimal in der Woche wiederholt werden, weil man sonst sehr schnell wieder vergisst. Auch in der
folgenden Woche sollte das Gelernte noch ein- bis zweimal wiederholt werden. Am besten hält man sich an das Bild einer
Stiege, bei der jede Stufe auf der vorherigen aufbaut: Auch wenn man etwas Neues dazu lernt, fängt man mit der
Wiederholung des bisher Gelernten an.
Wann lernt man am besten?
Am besten lernt man nach Erholungspausen, es ist aber auch eine Frage des persönlichen Energieverlaufs
(die meisten Menschen erleben in den frühen Nachmittagsstunden ein Energietief), wie man sich die günstigste Lernzeit
einteilt. In den frühen Morgenstunden sollte man eher nur bereits Gelerntes auffrischen bzw. sich für die Prüfung
"anwärmen", indem man den Stoff kurz durchblättert. Die Abendstunden eignen sich wohl zum Lernen, die späteren Stunden
jedoch am besten (siehe oben) zum Wiederholen. Eine zu angestrengte Lerntätigkeit in den späteren Abendstunden
verscheucht den Schlaf und ist daher nicht günstig.
Wo lernt man am besten?
Am günstigsten ist ein ruhiger Raum (egal, ob man sich darin allein befindet oder mehrere Personen
anwesend sind), es sollte dafür gesorgt sein, dass auf der Arbeitsfläche keine ablenkenden Gegenstände bzw. Materialien
vorhanden sind (z.B. interessante Comic-Hefte, Kassettenrecorder mit Disco-Musik usw.), der Raum sollte gut beleuchtet
und durchlüftet sein. Ein Lernen in der typischen Liegehaltung, wie man sie in Filmen über das antike Rom oft sehen
kann, eignet sich nicht, da hier die Aufmerksamkeit sehr schnell absinkt.
Wie lernt man am besten?
Man kann alleine, gemeinsam, laut sprechend, leise, schriftlich oder mündlich lernen und vieles andere
mehr. Das beste "Wie" hängt ab vom Lernstoff, vom Interesse, vom Stadium des Lernens (z.B ist das Abprüfen am besten
gemeinsam vorzunehmen, während die Einprägearbeit beim Erlernen eines Stoffes besser allein geschehen kann).
Grundsätz-lich lernt man dann am besten, wenn man mit "ganzer Kraft" beim Lernen dabei ist, d.h., je frischer und
interessierter der Lernende ist, desto effektiver ist das Lernen.
Wie kann man sich selbst abprüfen?
Eine gute Möglichkeit besteht darin, dass man sich Fragen aus dem Stoffgebiet zusammenstellt und auf
einzelne Kärtchen schreibt. Diese Kärtchen werden gemischt und man zieht dann eine Prüfungsfrage und versucht, sie
schriftlich oder mündlich zu beantworten. Diesen Prüfungsquiz kann man auch unter Einsatz eines Kassettenrecorders
veranstalten, man liest die Frage auf Band und auch die Antwort und hört sich nachher beides an. Ebenso wertvoll ist
ein gegenseitiges Abprüfen, wobei Mitschüler wesentlich strenger und auch informierter sind als Eltern (in den meisten
Fällen). Probeprüfungen, bei denen man auch unter Zeitdruck bestimmte Aufgaben bearbeitet, erwiesen sich als besonders
wertvoll, weil sie auf den "Ernstfall" vorbereiten.
Wie plant man weitere Schritte?
Zunächst wird eine Lernpause bzw. Erholung angesetzt, wenn man eine Arbeit erledigt hat. Dann allerdings
sollte man sich einen Überblick über die nächsten anfallenden Aufgaben verschaffen. Das ist deswegen wichtig, damit man
nicht "zu viel zusammen-kommen lässt", damit man rechtzeitig mit der Lernarbeit beginnt.
Wie viel lernt man am besten?
Zunächst ist es günstig, sich einen Überblick zu verschaffen, dann sollten kleinere Portionen
vorgenommen werden. Wie viel man auf einmal "bewältigt", hängt von der Schwierigkeit des Stoffes und der jeweiligen
Tagesverfassung des Lernenden ab. Lässt man sich nicht zu lange Zeit mit dem Lernen, dann können die einzelnen
"Lernbissen" klein genug sein, drängt jedoch die Zeit, dann müssen größere Lernportionen "verarbeitet" werden.
Jedenfalls sollte man nur so lange und so viel lernen, dass man konzentriert und frisch dabei bleiben kann. Ein müdes
und unaufmerksames, geistesabwesendes Hinein-starren in ein Buch oder Heft ist ineffektiv.
Stichwort "Einsatzkraft" = Förderung aufgabenbezogener Motivation
Ohne eine gewisse Überzeugung, dass man fähig ist, seine Probleme zu lösen, dass man es schon
irgendwie schaffen wird, können auch leichtere Aufgaben kaum bewältigt werden. Deshalb ist die Selbstüberzeugung
besonders wichtig, aber es ist auch der tatsächliche Lerneinsatz notwendig. Die besten Lerntricks helfen nicht, wenn
dahinter nicht ein gewisses Engagement steht, die Lernstrategien umzusetzen. Deshalb sollten die Eltern die folgenden
Impulse grundsätzlich mit den Kindern überlegen und dort, wo Schwierigkeiten anstehen, auf Lösungen hinarbeiten.
Wie kann man sich am besten für das Lernen motivieren?
Die beste Motivierung besteht darin, dass man den Lehrstoff als nützlich erkennt. Das heißt, je
sinnvoller man eine Aufgabenstellung erleben kann, desto einsatzbereiter ist man wahrscheinlich. Selbstverständlich
kann eine Aufgabe dennoch schwer fallen, hohe Anforderungen stellen, aber das Wissen, wozu man dieses oder jenes lernt
oder üben soll, hilft bei der Überwindung der Lernbarrieren. Wenn die Frage "Wozu das Ganze?" keine Antwort findet,
dann muss man zu einer Notlösung greifen, in der Form der Feststellung "wenn – dann": Das heißt, wenn ich dieses oder
jenes erledigt habe, dann gibt es diese oder jene positiven Konsequenzen. Das kann in einem weiten Ausblick die
Bewältigung der Schulstufe sein, das können unbeschwerte Ferien sein, die verlockend "winken", das kann aber auch eine
zwischenzeitliche Belohnung sein, die man sich selbst gibt, wenn man sich genügend beim Lernen angestrengt hat.
Wie kann man "mit Hirn" lernen?
Unser Hirn lernt am besten, wenn man nicht mehreres nebeneinander und zugleich zu tun versucht;
außerdem muss man die verschiedenen Zugangsmöglichkeiten für Informationen berücksichtigen, die so genannten
Sinneskanäle. Mit Hirn lernen heißt daher, die Augen einzusetzen, die Ohren einzusetzen, die Sprechwerkzeuge zu
verwenden und eher in kürzeren Abschnitten, aber dabei konzentriert, scharfsinnig, "ganz bei Sinnen" zu sein.
Wie kann man "mit Hand" lernen?
Man soll nicht nur mit Hirn, sondern auch mit Hand lernen, d.h., möglichst viele
Anwendungsmöglichkeiten zu dem vorhandenen Lernstoff entdecken, praktische Beispiele auch durchführen, üben, wo es
möglich ist, nach Veranschaulichungen z.B. durch Skizzen und anderes suchen. Es gilt die Regel, dass man sich akustisch
vieles merkt, noch mehr optisch und am meisten dann, wenn man selbst etwas praktisch durchexerziert hat.
Wie kann man "mit Herz" lernen?
Nicht nur mit Hirn und Hand, sondern auch mit Herz muss gelernt werden. Das heißt: Man muss am
Lernstoff etwas Positives entdecken können, das "Essen muss schmecken", sonst schmeckt es bitter wie eine Arznei. Mit
anderen Worten: Man muss versuchen, sich den Lernstoff "schmackhaft zu machen". Bei einigem guten Willen kann man an
jedem Lernstoff irgendetwas Interessantes, Brauchbares bzw. Wertvolles entdecken.
Wie kann man Hemmungen gegen das Lernen abbauen?
Zunächst muss man überprüfen, ob zu große Erwartungen bestehen (z.B. niemals Fehler machen, nur lauter
"Sehr gut" im Zeugnis, alles muss ganz leicht von der Hand gehen usw.). Solche illusionären Erwartungen führen nur zu
Enttäuschungen, aber auch ein "Zweckpessimismus" ist nicht anzuraten. Ist man nämlich überwiegend negativ eingestellt,
dann verringert sich auch die Wahrscheinlichkeit einer positiven Leistung. Man muss grundsätzlich an den Erfolg glauben
können, wenn man seine Fähigkeiten und Fertigkeiten einsetzt. Manchmal entmutigt auch ein "Riesengebirge" an Lernstoff,
das sich nach und nach aufgehäuft hat (vor allem, wenn man bis dahin "unerlaubte Schul-ferien" gemacht hat); hier hilft
nur die Taktik "Schritt für Schritt", man wird jene Lernstoffteile auswählen, die am wichtigsten sind, um die man sich
am meisten kümmern muss. Lernhemmungen können auch in inneren Konflikten begründet sein oder in Erschöpfung und
Müdigkeit. In diesen Fällen muss das, was belastet, geregelt und gelöst werden bzw. eine Erholung und ein Energieaufbau
ermöglicht werden.
Weitere Informationen über die Broschüre "Schule, ja bitte!" und andere Broschüren der Schulpsychologie-Bildungsberatung unter Tel. 01/53120-2583 bzw. - 2584.
MR Mag.DDr.Franz Sedlak,
Leiter der Abt.
Schulpsychologie-Bildungsberatung
im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Impulse zur Prüfungsvorbereitung und Bewältigung von Prüfungsangst
Angst nicht einreden, aber auch nicht ausreden!
Mit jeder Prüfung verbindet sich eine gewisse Spannung und Aufregung. Je mehr man diesen Zustand als
natürlich empfindet, desto besser kann man die Nervosität akzeptieren und in gewisser Weise Oberhand gewinnen. Eltern
tun daher ihren Kindern nichts Gutes, wenn sie ihnen die Angst vor der Prüfung ausreden wollen. Manche Dinge bekommen
erst dadurch ungeheure Ausmaße, dass wir sie in der Phantasie zu Schreckgespenstern machen.
Eine
Prüfung ist eine Prüfung. Es handelt sich nicht um eine Aburteilung. Der Tag der Wiederholungsprüfung ist nicht der
"Jüngste Tag".
Mögliche Folgen überlegen!
Panikhandlungen kommen dadurch zustande, dass etwas Unerwartetes eintrifft. Deshalb soll man sich
Folgendes klar überlegen: Was ist, wenn die Prüfung nicht klappt? Die Antwort ist von Fall zu Fall verschieden. Im
einen Fall wird dadurch eine Wiederholung der Klasse notwendig, im anderen Fall ist das Aufsteigen trotzdem, wenn auch
mit einem schlechteren Zeugnis, möglich. Es geht nie um ein "entweder die Prüfung bestehen, oder es ist alles aus",
sondern es geht auf jeden Fall weiter, auch wenn die Prüfung schief geht.
Zuneigung zusichern!
Jedes Kind sollte wissen, dass es unabhängig von Noten und Leistungen von den Eltern geliebt wird. Es ist
gerade an diesem Tag wichtig, sich nicht nur zu denken: "Das versteht sich ja ohnedies!" – sondern es auch
auszusprechen.
Anstrengungen belohnen, nicht Erfolg!
Der Erfolg bei der Prüfung darf nicht alleiniger Maßstab sein. Auch beim Olympischen Denken zählt nicht
nur Erfolg, sondern auch die Anstrengung und der Einsatz.
Ausreichend Energie tanken!
Eine anstrengende Prüfung bedeutet auch einen Energieverzehr. Deshalb ausreichend (nicht zu viel und nicht
zu wenig) schlafen und ausgiebig frühstücken. Auch wenn man glaubt, vor Aufregung nichts hinunterzubringen.
Aufwärmen statt aufregen!
Vor einer Prüfung soll man nichts mehr Neues lernen, weil dieser Stoff sich nicht mehr setzen kann und
sich unter Umständen der Einprägungsvorgang störend auf die Wiedergabe von bereits gut gelernten Stoff auswirkt. Besser
ist es, "den Motor aufzuwärmen", d.h., kurz noch einmal den Stoff durchblättern, ohne sich noch etwas einprägen zu
wollen.
Ein Ventil für Angst und Erregung finden!
Wenn eine bedrohliche Situation auf uns zukommt, sei es nun eine echte Gefahr für Leib und Leben oder eben
"nur" eine Prüfung, dann wird der Körper in Alarmzustand versetzt. Energien werden mobilisiert. Diese Energien sind
aber nur sinnvoll, wenn wir uns körperlich entweder durch Flucht oder Angriff gegen eine Gefahr wehren müssen; sie
können sonst eher zu einer Unruhe im Körperhaushalt führen. Deshalb soll man, wenn man Angst bzw. Aufregung spürt, zu
Hause versuchen, diese Mobilisierung des Körpers durch Kniebeugen und andere Übungen wie z.B. Joggen am Stand usw.
abzuführen. Während der Prüfung hilft ruhiges, tiefes Durchatmen.
Nicht künstlich dämpfen!
Zur erfolgreichen Prüfungsbewältigung gehört ein bestimmtes Aktivierungsniveau. "Das Kind soll nicht mit
dem Bade ausgegossen werden", d.h., es sollen keine Beruhigungsmittel eingenommen werden. Sie reduzieren nicht nur die
Angst, sondern auch die Aktiviertheit (= die für eine bestimmte Leistung natürliche Spannkraft und Aufmerksamkeit).
Mut machen!
Die Eltern sollen ihre Kinder an frühere Problemsituationen erinnern, die sie erfolgreich bewältigt haben.
Miteinander statt Gegeneinander!
Es kann den Kindern auch helfen, wenn die Eltern zugeben, dass es ihnen auch schon so ergangen ist.
Positive Einstimmung!
Wie die Prüfung ausgehen wird, weiß man nie. Wenn man sich bemüht, dann ist Erfolg wahrscheinlicher als
Misserfolg. Deshalb nicht schon vorher alles schwarz malen und negative Situationen geistig heraufbeschwören. Immer mit
einer gewissen Zuversicht die Dinge an sich herankommen lassen.
Wissen und Wert unterscheiden!
Wissen ist wertvoll, aber der Wert des Menschen geht weit über sein Wissen hinaus! Daher immer wieder
deutlich vor Augen halten: "Eine Prüfung misst mein Wissen, aber nicht meinen Wert als Mensch! Ich bin für mich, aber
auch für meine Eltern, Bekannten und Mitschüler usw., wertvoll – mit oder ohne bestandene Prüfung!"
Geändert am 26.07.2010