Lebenslanges Lernen ist ein Schlüssel zum Erfolg in der Arbeitswelt. Bildung ist kein Privileg. Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung müssen allen offenstehen. Mit der Umstellung der Abendschulen auf modulare Unterrichtsformen, in denen das Lernen flexibler gestaltet wird, gehen wir auf die Lebensbedingungen der Studierenden ein.
Es gibt viele Vorteile: Durch das Vorziehen von Modulen bzw. eine geringere Halbjahresbelegung können Studierende ihren Bildungsweg individuell steuern. Nachweisbare und autodidaktisch erworbene Kenntnisse werden angerechnet, die Studierenden werden durch ein moderndes Coaching- und Lernbegleitsystem unterstützt. lnformationstechnologien und Telelernformen erhöhen den Fernstudienanteil.
Alle Studierenden profitieren von der Umstellung der Abendschulen. Mit dieser bildungspolitischen Maßnahme eröffnen wir neue Wege zu mehr Bildung.
Dr. Claudia Schmied
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur
Seit Herbst 2010 gibt es zum ersten Mal die Möglichkeit, einen Bildungsabschluss an einer Abendschule – altersgerecht und abgestimmt auf die persönlichen Bedürfnisse – nachzuholen. Alle Schulen für Berufstätige sind auf das neue Modul system umgestellt und somit flexibel gestaltet.
Mit der Umstellung auf ein Modulsystem haben Studierende die Möglichkeit, ihren Stundenplan zeitlich flexibler und nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Es wird Rücksicht auf Alter und Lebensbedingungen von Lernenden genommen. Es werden positive Module gesammelt und nur jene Module wiederholt, die nicht positiv absolviert wurden.
Alle Studierenden können in dividuell sogenannte „Module“ wählen. Im Halbjahres-Rhythmus gibt es Modulzeugnisse, die Auskunft über die bisher positiv absolvierten Module geben. Sind alle Module sowie die abschließenden Prüfungen absolviert, ist der Bildungsgang beendet.
Ja. Ein modernes Coaching- und unterstützt die Studierenden bei der erfolgreichen Absolvierung der Module. StudierendenkoordinatorInnen betreuen die Studierenden individuell.
Der Bildungsweg kann nun durch das Vorziehen von Modulen bzw. eine geringere Halbjahresbelegung zeitlich flexibel gestaltet werden.
Modulsystem und gemeinsames Lernen sind die neuen Prinzipien der Abendschule. Die Studierenden werden von Studierendenkoordinatorlnnen unterstützt. Durch elektronische Lernplattformen wird der Unterricht zeitgemäß und altersgerecht gestaltet.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Module positiv abzuschließen: durch Nachweis, auf Basis der im betreffenden Semester erbrachten Leistungen, durch Kolloquien (Prüfungen über den Lehrstoff eines Moduls) und durch Modulprüfungen (Prüfungen über autodidaktisch erworbene Kenntnisse).
Kontakt:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Minoritenplatz 5
1014 Wien
T +43 1 53120-0
ministerium@bmukk.gv.at
Projektleitung: Dr. Christian Dorninger
abendschule@bmukk.gv.at
Folder: Modularisierung der Abendschule (pdf, 376 KB)
Geändert am 10.04.2012