An österreichischen Schulen werden in den letzten Jahren verstärkt Projekte zur Konfliktregelung und Gewaltprävention umgesetzt. Damit reagieren die Schulen auf die Gewalt- und Aggressionsbereitschaft der Jugendlichen und weisen auf neue, kreative Formen der Konfliktbewältigung hin. Peer-Mediation ist ein innovativer und langfristig Erfolg versprechender Ansatz der konstruktiven Konfliktbewältigung. Dabei werden SchülerInnen zu Peer-Mediatorinnen/Mediatoren ausgebildet, die bei Konflikten zwischen Gleichaltrigen vermitteln. Peer-Mediation ist kein Ersatz für andere, begleitende Maßnahmen der Gewaltprävention. Die Verankerung von Peer-Mediation im Schulprogramm und damit an den Schulstandorten erweitert jedoch das Spektrum der Konfliktlösungsmöglichkeiten an den Schulen und bietet für alle Beteiligten die Chance, eine neue Konflikt- und Kommunikationskultur zu entwickeln.
Im Leitfaden "Peer-Mediation in Schulen" des BMUKK werden Möglichkeiten der Implementierung von Peer-Mediation an Schulen, basierend auf den Ergebnissen einer Expert/innengruppe, präsentiert (Download s. unten).
An den Pädagogischen Hochschulen mehrerer Bundesländern werden laufend Ausbildungskurse für Lehrer/innen als Peer-Coaches angeboten. Diese Lehrgänge befähigen zur Implementierung, Ausbildung und Begleitung von Peer-Mediator/innen an den Schulen. Voraussetzung für eine gelingende Verankerung von Peer-Mediation als Konfliktlösungsprogramm ist das Commitment mit Schulleitung und Lehrkörper.
Weitere Informationen geben die Ansprechpartner/innen für Peer-Mediation an den jeweiligen Pädagogischen Hochschulen: siehe www.gemeinsam-gegen-gewalt.at/schule/peer-mediation/ sowie unter www.oezeps.at, Maga Doris Kessler, T +43 676 7801398, doris.kessler@phsalzburg.at
Die Ansprechpartner/innen für Peer-Mediation an den PHs vermitteln auch SCHILF-Veranstaltungen zum Thema. In
einer Arbeitsgruppe entwickelten sie ein gemeinsames Curriculum "Coach für Peer-Mediation" als Grundlage für die
Entwicklungsarbeit an den PHs und als Qualitätssicherungsmaßnahme
Rahmenvorgaben" Coach für Peer-Mediation" Lehrgänge an Pädagogischen Hochschulen (pdf, 100 KB)
Die unten angeführten Studien geben einen Einblick in Peer-Mediationsangebote an (konkreten) österreichischen Schulen. Zentrale Ziele der Erhebungen war die Überprüfung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit, die Untersuchung der gewaltpräventiven Aspekte und das Aufzeigen der Besonderheiten und Grenzen der Peer-Mediation.
Soziales Lernen und Konfliktlösungsstrategien an österreichischen Schulen
Darstellung der wichtigsten Ergebnisse der Online-Umfrage des BMUKK 2009
Kurzfassung (pdf, 13 KB)
Langfassung (pdf, 123 KB)
Leitfaden "Peer-Mediation in Schulen"
PDF (pdf, 237 KB)
Peer-Mediation: Kooperative Konfliktbewältigung an österreichischen Schulen. Strukturen – Wirksamkeit –
Entwicklungschancen“.
Kurzfassung (pdf, 468 KB)
Gesamtstudie (pdf, 2 MB)
Ausbildungsmodelle für Peer-Mediation an Schulen
Autorin und für den Inhalt
verantwortlich: Heidi Clementi, Zentrum für Sozialforschung und Wissenschaftsdidaktik,
heidi-zsw@gmx.at
Studie (pdf, 763 KB)
Anhang (pdf, 3 MB)
Zusammenfassung der Ergebnisse der Expert/inn/entagung zur Peer-Mediation. Salzburg 15. bis 17. Dezember
2004
PDF (pdf, 425 KB)
Beispiel eines Evaluationsberichts - Peer-Mediation
PDF (pdf, 945 KB)
Vom 30.11. bis 01.12.2010 fand in Eisenstadt die Fachtagung "Erfolgsfaktor Peer-Mediation" für Coaches für Peer-Mediation statt.
Das Konzept der Fachtagung mit Einführungsvorträgen, Workshops und dem World Cafe wurde sehr positiv aufgenommen, der Wunsch nach weiteren Veranstaltungen geäußert.
Auswertung der Feedback-Bögen (pdf, 393 KB)
Eine einheitliche Ausbildung für Peer-MediatorInnen wurden ebenfalls gefordert (s. Rahmenvorgabe für die Ausbildung von Coaches für Peer-Mediation).
Auswertung der Feedback-Bögen (pdf, 156 KB)
Von Expert/innen der Pädagogischen Hochschulen wurde eine Rahmenvorgabe für die Ausbildung zum "Coach für Peer-Mediation" erarbeitet, die Qualitätsstandards österreichweit sicherstellt und als Orientierung für weitere Ausbildungslehrgänge der PHs dient.
Rahmenvorgaben „Coach für Peer-Mediation“ Lehrgänge an Pädagogischen Hochschulen (pdf, 75 KB)
Maga. Doris Kölbl-Tschulik
BMUKK, Abt. I/4b
Rosengasse 2-6, 1010 Wien
T +43 1 53120-4791
doris.koelbl-tschulik@bmukk.gv.at
Geändert am 28.03.2011