Sexualerziehung in den Schulen
In der Sexualität ist von einer biologisch fundierten Basis auszugehen;
die Schule hat aber nicht
nur die Aufgabe sexualkundliche Information zu vermitteln, sondern echte Lebenshilfe zu bieten.
Grundsatzerlass Sexualerziehung, 1990
Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den Grundsatzerlass "Sexualerziehung in den
Schulen" erstmals im Februar 1970 herausgegeben. Auf Grund geänderter Lehrplanbestimmungen wurde dieser 1990
aktualisiert und er ist in dieser Fassung bis heute gültig.
Vorrangige Zielsetzungen der schulischen Sexualerziehung sind:
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Aufbau eines Wertewissens
Sexualerziehung soll nicht wertfrei sein. Es sind
die Leitvorstellungen der verschiedenen Gesellschaftsgruppen zu Sexualerziehung sachlich darzulegen und im Geiste
gegenseitiger Achtung zu diskutieren.
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Zusammenarbeit mit den Eltern
Sexualerziehung ist primär Aufgabe der
Eltern/Erziehungsberechtigen. Im Unterricht an den Schulen wird daher in steter Zusammenarbeit mit dem Elternhaus diese
Bildungs- und Erziehungsarbeit durch Vermittlung entsprechender Wissensinhalte und Verhaltensweisen umfassend zu
ergänzen, zu vertiefen und gegebenenfalls zu korrigieren sein.
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Etablierung fächerübergreifender Strukturen
Die Verwirklichung der
Sexualerziehung im Unterricht bedarf einer wirksamen Koordination der einzelnen Unterrichtsgegenstände unter Ausnützung
ihrer Querverbindungen. Mit den Religionslehrer/inne/n und ist in Hinblick auf eine Konzentration des Unterrichtes das
Einvernehmen zu pflegen. Der/Die Schulleiter/in hat diese Erziehungsarbeit an der Schule zu koordinieren und auf die
pädagogische Zusammenarbeit der Lehrer/innen hinzuwirken. In der Lehrer/innenkonferenz ist auch der Plan für
Elternberatungen (Elternabende) aufzustellen.
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Partnerschaftliche Kommunikation
Der Unterricht zu Fragen der Sexualität und
Partnerschaft soll in einer Atmosphäre des Vertrauens sachlich und frei von jeglichem Pathos geführt werden. Dabei ist
eine offene und natürliche Sprache zu pflegen, die Ausdrucksfähigkeit für den Sexualbereich aufzubauen und ein
entsprechendes Sprachverhalten zu entwickeln.
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Die Schulgemeinschaft
Die Schulgemeinschaft als Forum des Zusammenwirkens
von Lehrer/inne/n, Schüler/inne/n und Erziehungsberechtigen müssen bei wichtigen Fragen des Unterrichts und der
Erziehung in die Planung der schulischen Sexualerziehung eingebunden werden.
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Einbindung von Expertinnen und Experten
Es wird empfohlen, für die
Durchführung des Unterrichtes zu biologisch-medizinischen Themen der Sexualität eine enge Zusammenarbeit mit der
Schulärztin/dem Schularzt sowohl in der Planung als auch in der Umsetzung von Informationsmaßnahmen zur Sexualerziehung
vorzusehen. Weitere Ansprechpartner/innen beim Auftreten persönlicher Probleme und Schwierigkeiten im Erleben der
Schülerinnen und Schüler sind auch die . Es wird auch eine Zusammenarbeit mit außerschulischen Expertinnen und Experten
empfohlen.
(Auszug, Grundsatzerlass "Schulische Sexualerziehung")
Grundsatzerlass (pdf, 26 KB)
Maßnahmen zur Unterstützung schulischer Sexualerziehung
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GIVE-Servicestelle für Gesundheitsbildung
Eine Initiative des
Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur, des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend und
des Österreichischen Jugendrotkreuzes. GIVE ist die Servicestelle für alle Fragen der Gesundheitsförderung in
Bildungseinrichtungen.
http://www.give.or.at , Tel. 01/58
900-372
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Projekt "Love Talks"
Dieses präventive Modell der Sexualerziehung wurde vom
Österreichischen Institut für Familienforschung entwickelt und wird vom BM für Unterricht, Kunst und Kultur
unterstützt. Nähere Informationen Dr. Brigitte Cizek, Tel. 01/55 14 54-20,
E-Mail:
brigitte.cizek@oif.ac.at,
www.oif.ac.at/online.htm
Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien
- Publikationen des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, Bestellungen über den
BMUKK-Publikationenshop
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Bundesministerium für Gesundheit, Familie und
Jugend, Familienservice, Tel. 0800 240 262
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Österreichische Gesellschaft für Familienplanung
, Tel. 01/47 85 242, Dienstag und Donnerstag von 9.00-12.00 Uhr
- GynoHygieneForum, Weisslhofweg 9, 5400 Hallein, Tel. 0800/80 80 45,
Fax: 06245/894-141,
jjservice@cscat.jnj.com,
http://www.aufklaerungsunterricht.at
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AIDS Hilfe der Bundesländer,
wien@aids.at
Geändert am 30.03.2009