BMUKK: Zehn Schulen präsentierten am 28. September 2009 ihre Projekte zum Thema „Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance!“

Mehr als 4.600 SchülerInnen in ganz Österreich haben sich im vergangenen Schuljahr im Rahmen des vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur geförderten Projekts „Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance“ mit der kulturellen und sprachlichen Vielfalt im eigenen Lebensumfeld auseinander gesetzt.

Bei der Abschlussveranstaltung im Audienzsaal des BMUKK am Montag konnten sich Bundesministerin Dr. Claudia Schmied und die anwesenden Gäste überzeugen, mit wie viel Engagement und Kreativität die beteiligten Schülerinnen und Schüler an das Thema herangingen.

Nach den einleitenden Begrüßungsworten von Dr. Rüdiger Teutsch, Leiter der Abteilung „Migration, interkulturelle Bildung und Sprachenpolitik“ des BMUKK, präsentierten zehn Schulen – stellvertretend für die insgesamt 76 beteiligten Schulen – die Ergebnisse ihrer Arbeiten in Anwesenheit von Bildungsministerin Schmied an eigens errichteten „Projektinseln“.

Auf den Spuren eigener und fremder Lebenswelten

Die „Vielfalt erleben“ konnten Jugendliche der PTS Reutte in Tirol durch Film, Lyrik, Kulinarik, Tanz und Spiel. Sie behandelten die Geschichte des Iran, diskutierten die Frage „Was bedeutet fremd sein...?“, veranstalteten einen klassenübergreifenden Tanzworkshop und besuchten zahlreiche Integrationseinrichtungen.

„Ich habe einen Traum“ nennt sich das multikulturelle Kalenderprojekt der Kooperativen Mittelschule Hernals in Wien. Die Jugendlichen gestalteten einen Kalender mit Bildern, Gedichten, Aufsätzen und Gedankennotizen zu Träumen und Visionen der Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Kulturen und erkannten, dass Träume Grundlagen für Veränderungen sind.

Viel Ideenreichtum entwickelten auch die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Gisingen-Oberau in Vorarlberg, die gleich drei Projekte umsetzten. Mit Begeisterung gestalteten sie ein in mehrere Sprachen adaptiertes Theaterstück, einen Sprachenzirkus und ein mehrsprachiges Hörbuch mit Begleitbuch.

Welchen Stellenwert „Zweisprachigkeit im Berufsleben“ hat, erkannten die Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule und Hauptschule Oberpullendorf im Burgenland bei Befragungen zahlreicher Menschen, die sie gemeinsam mit ihrer ungarischen Partnerschule vornahmen.

Einen originellen Trickfilm zur Vielfalt der Sprachen gestaltete die 3. Klasse der Volksschule St. Leonhard in Kärnten gemeinsam mit Schulkolleginnen und -kollegen aus der slowenischen Grundschule Pirniče.

„Die interkulturelle Stadt“ erkundeten die Schülerinnen und Schüler des Bundes-Oberstufenrealgymnasiums Innsbruck in Stadtrundgängen, Recherchen und Gesprächen mit Experten und Expertinnen.

Die Volksschule Ebreichsdorf präsentierte ihr Projekt „Wer spricht denn da? Ja, ich verstehe!“. Um Gemeinsames in der Vielfalt zu finden, suchten die Kinder in Spielen aus aller Welt nach Gemeinsamkeiten und entdeckten viele ähnliche Regeln und Sprüche.

Einfallsreich zeigten sich auch die Schülerinnen der ersten Fachschulklasse der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Marienberg in Bregenz. Inspiriert von einem alten Heilbrauch entwarfen sie „Schluckbilder“ mit mehrsprachigen Gedichten auf Zuckerpapier, die sie austauschten und verinnerlichten.

Beim Aufspüren von Nahrungsmitteln aus verschiedenen Ländern am Wiener Naschmarkt und beim gemeinsamen Kochen eines arabischen Gerichts begegneten die Kinder der Volksschule Brioschiweg in Wien fremden Kulturen, Sprachen und Gerüchen auf besonders lustvolle Weise.

Erfolgreiche Initiative für „Interkulturelles Lernen“

Mit den gelungenen Präsentationen und der Vielfalt ihrer Projektarbeiten konnten die Schülerinnen und Schüler sowohl Bundesministerin Dr. Claudia Schmied als auch alle anwesenden Gäste vom Erfolg der Initiative überzeugen.

In ihren Abschlussworten bedankte sich Bundesministerin Schmied bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sowie bei den Lehrerinnen und Lehrern für ihr Engagement und betonte die Wichtigkeit der interkulturellen Bildung und der Mehrsprachigkeit an Österreichs Schulen.

Projektdatenbank dokumentiert alle Projekte

Die Beiträge aller teilnehmenden Schulen sind in einer Projektdatenbank unter www.projekte-interkulturell.at zugänglich.

Das Projekt „Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance“ wurde von KulturKontakt Austria organisiert. Das Projektbüro von KulturKontakt Austria betreute die Lehrerinnen und Lehrer und half bei der Vermittlung von Kontakten zu örtlichen Einrichtungen sowie Expertinnen und Experten.

Geändert am 28.09.2009

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