Auf Grund des wachsenden Verkehrsaufkommens und aus Angst vor Verkehrsunfällen nimmt die Zahl jener SchülerInnen, die ihren Schulweg im Auto zurücklegen, weiter zu. Erfahrungen aus verschiedenen Pilotprojekten haben gezeigt, dass der Anteil dieser SchülerInnen an manchen Schulstandorten sogar bis zu 70 % betragen kann, was in der Regel zu erheblichen Verkehrsproblemen im Schulumfeld führt. Anfragen von Schulen zur Lösung der Verkehrsprobleme im Schulumfeld häufen sich.
Dieser Trend führt dazu, dass für viele Schulkinder ein selbstständig zurückgelegter Schulweg als tägliches Erfahrungsfeld zum Erlernen von räumlicher Wahrnehmung und Verkehrskompetenz wegfällt. Die Folgen dieser Entwicklung sind Bewegungsmangel, ein Mangel an Kontakt mit Gleichaltrigen, erhöhte Indoor-Aktivitäten und vor allem die ungenutzte Chance, eigenverantwortliches Handeln in der Verkehrwirklichkeit zu erlernen. Ein sicherer Schulweg kann aber gerade dazu dienen, ein bewusstes und verkehrssicheres Mobilitätsverhalten zu vermitteln.
Es gibt Europa weit immer mehr Schulen, die durch Schulisches Mobilitätsmanagement und durch die Erstellung von Schulmobilitätsplänen selbst aktiv werden, um die Schulwege sicherer und attraktiver zu gestalten. Sie reduzieren damit den Autoverkehr in der Schulumgebung und erhöhen gleichzeitig die Verkehrssicherheit der Kinder. So konnte z. B. in Großbritannien durch die flächendeckende Einführung von Schulmobilitätsplänen eine durchschnittliche Senkung der Kinderverkehrsunfälle auf dem Schulweg um 50 % erreicht werden.
Die Schulen sind daher eingeladen, sich am Europäischen Netzwerk für attraktive, gesunde, sichere und spannende Schulwege zu beteiligen und damit auch den Verkehrserziehungsunterricht mit vielen innovativen Aspekten zu beleben.
Die Forschungsgesellschaft Mobilität erstellte dazu im Rahmen des EU-Projektes PROVIDER (SAVE-Programm) die sechssprachige Website www.schoolway.net, mit der Schulen das Mobilitätsverhalten ihrer SchülerInnen online direkt am Computer erheben können und sofort eine Auswertung für die gesamte Schule haben. Damit können individuelle Maßnahmen für alle Schulen entwickelt werden. Weiters gibt es auf dieser Plattform Unterrichtsmaterialien für „neue“ Verkehrserziehung, Tipps für Schulmobilitätspläne, Hintergrundinformationen, Links, etc.
Aktionen durchführen und einen Schulmobilitätsplan erstellen
Folgende Aktionen haben sich bewährt:
Neben der üblichen Beratung durch die VerkehrserziehungsreferentInnen an den Landesschulräten/SSR für Wien könnten auch externe MobilitätsmanagerInnen herangezogen werden.
Einschlägige Auskünfte zum gesamten Themenkreis „Schulisches Mobilitätsmanagement“ erteilt z.B.:
Forschungsgesellschaft Mobilität Austrian Mobility Research
FGM-AMOR gemeinnützige
GmbH
Cosima Pilz,
Schönaugasse 8a
8010 Graz
T +43 (0)316
810451-20
F +43 (0)316 810451-75
pilz@fgm-amor.at
www.fgm-amor.at
www.schoolway.net
Geändert am 29.08.2007