Palais Starhemberg
(Foto: Silvia Chaouech)
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Repräsentationsräume im Palais Starhemberg
1014 Wien, Minoritenplatz 5, 1. Stock
Am Nationalfeiertag, 26. Oktober 2011 wird es im Palais Starhemberg, dem Sitz des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur sowie des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung wieder einen Tag der offenen Tür geben. Um 12 Uhr und um 14:00 Uhr wird es jeweils eine Führung durch das Palais geben. Die Führungen werden auch in Gebärdensprache abgehalten.
Foto: Armes Theater Wien
„Achtung Kunst!“ – das ist eine Mahnung. Wir wissen nicht, was da auf uns zukommt. Kunst ist auf jeden Fall erst einmal anders, als das Übliche, das Gewöhnliche. Sie überrascht, weil sie noch nie da gewesen ist, weil wir die Welt, in der wir leben, noch nie so gesehen haben. Wenn man sich darauf einlässt, kann es sein, dass man seine Sicht von der Welt ändert. Kunst kann sogar dazu auffordern, sein Leben zu ändern.
Das Bundesministerium für Unterricht und Kunst verbindet zwei Schwerpunkte miteinander: Schule und Kunst – als Umgang mit allem, was es bisher an Kunst gab, als Unterweisung und Anregung, Kunst zu machen. Das kann Spaß machen. Und auf einmal werden aus Schülerinnen und Schülern Künstlerinnen und Künstler und aus Unterricht Unterhaltung.
Das BMUKK hat heuer erstmals in Kooperation mit dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek das Projekt „Heute schon geJANDLt?“ durchgeführt. Im Zusammenhang mit der Verleihung des Ernst-Jandl-Preises für Lyrik und den Ernst-Jandl-Lyriktagen im Juni 2011 in Neuberg an der Mürz haben steirische Schülerinnen und Schüler Texte von Ernst Jandl umgearbeitet, neu geschrieben, anders erdichtet, eben – „geJANDLt“. Die zehn besten der von 6- bis 15-Jährigen geschriebenen Texte wurden prämiert und plakatiert. Am National werden sie im Blauen Salon um 13.00 Uhr und 15.00 Uhr vorgetragen.
Auf Originaltexte von Ernst Jandl treffen Sie bei Ihrem Besuch überall. Mitglieder des „Armen Theater Wien“ begegnen Ihnen auf Schritt und Tritt, sie haben Ernst Jandl auf der Zunge. Lassen Sie sich überraschen!
Ernst Jandl ist unbestritten einer der größten Lyriker des 20. Jahrhunderts, die Österreich hervorgebracht hat.
Er hat die Sprache ernst genommen und sie auf ihre komischen Elemente untersucht.
Er hat die Worte
gedreht und gewendet, bis sie ihren Sinn verändert haben. Er hat die Buchstaben neu zusammengesetzt und – siehe da – es
kam etwas unerwartet Neues heraus, Kunst eben. Und nochmals: Vorsicht! Ernst Jandl steckt an. Es könnte sein, dass auch
Sie in Gefahr geraten, heute noch zu jandln.
Foto: Michael Goldgruber
Schülerinnen und Schüler fotografieren die Besucherinnen und Besucher mit Frau Bundesministerin. Sie können die Fotos gleich mitnehmen!
Unter dem Titel „Heute schon geJANDLt?“ wurde heuer in steirischen Schulen ein Literaturwettbewerb veranstaltet, bei dem Schülerinnen und Schüler in der Manier Ernst Jandls dichteten. Die prämierten Ergebnisse werden vorgelesen: 13.00 und 15.00 Uhr im Blauen Salon.
Ernst Jandl (1925–2000) ist unbestritten einer der größten Lyriker des 20. Jahrhunderts, die Österreich hervorgebracht hat. Er hat die Sprache ernst genommen und sie auf ihre komischen Elemente untersucht. Er hat die Worte gedreht und gewendet, bis sie ihren Sinn verändert haben. Seine Sprachschöpfungen erheitern, erschrecken, klären auf und reizen zum Nachahmen.
Das „Arme Theater Wien“ wurde 2005 gegründet. Seine Mitglieder spielen in Räumen, nicht auf Bühnen, mitten unter dem Publikum. Auge in Auge mit den Zuschauerinnen und Zuschauern lassen sie kleine Szenen entstehen. Plötzliche, überraschende Begegnungen machen die Zuschauerinnen und Zuhörer unvermutet zu PartnerInnen.
Foto: Höhere Graphische Bundes-Lehr-
und Versuchsanstalt Wien
Lernen Sie das Palais Starhemberg und seine Geschichte kennen! Das Palais ist seit 1871 Sitz des Unterrichtsministeriums. Auf Initiative von Ministerin Claudia Schmied wird hier der zeitgenössischen Kunst viel Raum gegeben.
Auf Ihrem Rundgang durchs Palais Starhemberg treffen Sie DarstellerInnen in Kostümen aus dem 17. Jhdt.
Geändert am 10.11.2011